Archive for November 9th, 2009

Mauerfall im Kleinen anpacken!

Montag, November 9th, 2009

mauerfall.jpg Diesen großartigen Tag begann ich mit einer Feier in der Fanny-Hensel-Grundschule. Eine Baumpflanzung war genau für den heutigen Tag angesetzt. Die Bürgerstiftung Berlin und der Sponsor Boeing hatten Hand in Hand mit der Schule gearbeitet. Ein Feldahorn wurde eingesetzt. Ein Modell der Berliner Mauer war aus Kartons nachgebaut.

Zuvor gab es Musik und Ansprachen. Mein Sohn spielte das Hirtenlied von Mozart. Ich sprach mit Lehrern, Sponsoren und Schülern. Ich war stolz auf die Schule. An dieser Schule wirken alle zusammen, um die neue Gesellschaft Deutschlands wachsen zu lassen.

In wenigen Augenblicken werden die Dominosteine am Brandenburger Tor stürzen. Mit dabei: Ein Stein, den die Kinder der Fanny-Hensel-Grundschule bemalt haben!

Ich freue mich sehr!

Radelnder Bürgermeister Londons kämpft für mehr Innere Sicherheit

Montag, November 9th, 2009

 blucherstrase.jpg Unser Bild zeigt einen herrlichen neu asphaltierten Radweg in der Kreuzberger Blücherstraße: breit, eben, deutlich abgesetzt vom Fußweg. Toll!

Der Radverkehr verbessert das Zusammenleben in den Großstädten. Da man sich nicht in den Autos, den fahrenden Blechgehäusen verbarrikadiert, entsteht jene spezifische Nähe, die seit Jahrtausenden den Zauber der Stadt begründet. Die Anonymität wird verringert, die Menschen fühlen sich sicherer. So leistet also der Radverkehr auch einen Beitrag zu mehr subjektiver Sicherheit auf den Straßen, zu einem urbaneren Gemeinschaftsleben. Ganz abgesehen davon, dass die objektive Unfallgefahr mit jedem nichtgefahrenen Autokilometer abnimmt. Jeder Verzicht auf den PKW erhöht die Sicherheit der Bürger! Denn Jahr für Jahr sterben weit mehr Menschen durch den PKW-Verkehr als durch Mord oder Totschlag.

Jede Partei, die sich das Thema Innere Sicherheit auf die Fahnen schreibt, muss für eine Stärkung des Radverkehrs eintreten.

Schon seit vielen Monaten begleiten wir mit Sympathie den Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Durch sein unerschrockenes Eintreten für den Radverkehr und durch seine unangepasste wehende blonde Mähne hat er sich die Sympathien vieler Wähler errungen.  Jetzt hat er sogar – vom Dienst nachhause radelnd – drei Übeltäter, die eine Frau überfielen, in die Flucht geschlagen! Ein echter Ritter, ein Kavalier der Straße! Ob ihn die Gerettete beim nächsten Mal wählen wird? Ein häßlicher Fleck auf der weißen Weste des Ritters könnte sie daran hindern: Er ist ja kein Mitglied der Labour Party, sondern Mitglied der äußerst uncoolen Konservativen. Egal. Die Londoner müssen sich über manche Vorurteile hinwegsetzen lernen. Die Mauern der Vorurteile schmelzen dahin wie das grönländische Gletschereis im Treibhauseffekt. Dies zu sagen, muss am 20. Jahrestag des Mauerfalls erlaubt sein.

Le Figaro – International : La nuit où le maire de Londres est devenu un héros
Son appel à l’aide est entendu par un cycliste qui passe par là : le maire de Londres. Plus connu pour sa tignasse blonde, ses tenues débraillées et ses nombreuses gaffes que pour ses talents de pugiliste, Boris Johnson n’hésite pas une seconde. Il fonce sur les trois assaillantes, se saisit de la barre en fer qu’elles ont lâchée et, profitant de sa stature imposante, les met rapidement en fuite avant de les poursuivre sur son vélo. Puis, fort galamment, il revient sur le lieu de l’agression pour raccompagner la jeune femme chez elle. Boris Johnson «a été pour moi un chevalier servant sur son vélo étincelant », a raconté le lendemain Franny Armstrong.