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Radelnder Bürgermeister Londons kämpft für mehr Innere Sicherheit
Unser Bild zeigt einen herrlichen neu asphaltierten Radweg in der Kreuzberger Blücherstraße: breit, eben, deutlich abgesetzt vom Fußweg. Toll!
Der Radverkehr verbessert das Zusammenleben in den Großstädten. Da man sich nicht in den Autos, den fahrenden Blechgehäusen verbarrikadiert, entsteht jene spezifische Nähe, die seit Jahrtausenden den Zauber der Stadt begründet. Die Anonymität wird verringert, die Menschen fühlen sich sicherer. So leistet also der Radverkehr auch einen Beitrag zu mehr subjektiver Sicherheit auf den Straßen, zu einem urbaneren Gemeinschaftsleben. Ganz abgesehen davon, dass die objektive Unfallgefahr mit jedem nichtgefahrenen Autokilometer abnimmt. Jeder Verzicht auf den PKW erhöht die Sicherheit der Bürger! Denn Jahr für Jahr sterben weit mehr Menschen durch den PKW-Verkehr als durch Mord oder Totschlag.
Jede Partei, die sich das Thema Innere Sicherheit auf die Fahnen schreibt, muss für eine Stärkung des Radverkehrs eintreten.
Schon seit vielen Monaten begleiten wir mit Sympathie den Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Durch sein unerschrockenes Eintreten für den Radverkehr und durch seine unangepasste wehende blonde Mähne hat er sich die Sympathien vieler Wähler errungen. Jetzt hat er sogar - vom Dienst nachhause radelnd - drei Übeltäter, die eine Frau überfielen, in die Flucht geschlagen! Ein echter Ritter, ein Kavalier der Straße! Ob ihn die Gerettete beim nächsten Mal wählen wird? Ein häßlicher Fleck auf der weißen Weste des Ritters könnte sie daran hindern: Er ist ja kein Mitglied der Labour Party, sondern Mitglied der äußerst uncoolen Konservativen. Egal. Die Londoner müssen sich über manche Vorurteile hinwegsetzen lernen. Die Mauern der Vorurteile schmelzen dahin wie das grönländische Gletschereis im Treibhauseffekt. Dies zu sagen, muss am 20. Jahrestag des Mauerfalls erlaubt sein.
Le Figaro - International : La nuit où le maire de Londres est devenu un héros
Son appel à l’aide est entendu par un cycliste qui passe par là : le maire de Londres. Plus connu pour sa tignasse blonde, ses tenues débraillées et ses nombreuses gaffes que pour ses talents de pugiliste, Boris Johnson n’hésite pas une seconde. Il fonce sur les trois assaillantes, se saisit de la barre en fer qu’elles ont lâchée et, profitant de sa stature imposante, les met rapidement en fuite avant de les poursuivre sur son vélo. Puis, fort galamment, il revient sur le lieu de l’agression pour raccompagner la jeune femme chez elle. Boris Johnson «a été pour moi un chevalier servant sur son vélo étincelant », a raconté le lendemain Franny Armstrong.
16.11.2009 bei 06:52
“Unser Bild zeigt einen herrlichen neu asphaltierten Radweg in der Kreuzberger Blücherstraße: breit, eben, deutlich abgesetzt vom Fußweg. Toll!”
Was spricht dagegen, dort die Fahrbahn zu benutzen?
16.11.2009 bei 06:53
Args, der Homepagelink war falsch, der ist da irgendwie durch Autocomplete reingeraten …
16.11.2009 bei 11:33
<p>Was spricht dagegen? Ich fühle mich sicherer auf den Radwegen als auf der Fahrbahn mit all den Autos.<br />
Obwohl ich genau weiß, dass Radwege unfallträchtiger sind als die Fahrbahn. Aber die Autos fahren meist so nah vorbei, dass ich an der Blücherstraße grundsätzlich den Radweg bevorzuge. So wie mir geht es vielen, sehr vielen, ja vielleicht den meisten Radfahrerinnen. Ich spreche immer wieder mit den nicht-organisierten Radfahrern. Die meisten nicht-organisierten Radfahrer wollen nicht auf der Fahrbahn fahren. Sie haben Angst davor, geschnitten, angefahren, beschimpft und bedrängt zu werden. Da kann ich noch so oft die Unfallstatistik anführen.</p>
20.12.2009 bei 15:42
Hallo Johannes,
das sehe ich ganz ähnlich wie du. Die Straße mag statistisch gesehen sicherer sein - ich bevorzuge gut ausgebaute Radwege auf dem Bürgersteig bzw. Radspuren auf der Straße und fahre an Kreuzungen dafür einen Tick defensiver.
Viel Spaß mit dem neuen Rad übrigens!
Es grüßt
Johann