Sie befinden sich aktuell in den Johannes Hampels Blog Blog-Archiven für den folgenden Tag 17.11.2009.
- 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland (9)
- Antike Welt (26)
- Aufsteigerrepublik (12)
- Berlin (64)
- Berliner Volksentscheide (15)
- Blogroll (26)
- Bundestag (19)
- CDU umdenken (92)
- Deutschland (58)
- Die neuen Deutschen (10)
- Die verlorenen Söhne (15)
- Die zusammenwachsende Stadt (22)
- Eine neue Lernkultur (3)
- Europa (61)
- Europawahlen 2009 (6)
- Fahrrad (104)
- Finanzmaus (26)
- Frauen und Männer in der Politik (12)
- Freiheit (22)
- Friedrichshain-Kreuzberg (58)
- Gröbenufer (4)
- Integration (67)
- JüL - Jahrgangsübergreifendes Lernen (2)
- Jugendgewalt (5)
- Kandidatenwacht 084 (53)
- Kleine italiänische Reise. (2)
- Leitbild Lernende Volkspartei (25)
- Meine innige Freude (22)
- Modellbezirk Radverkehr (2)
- Musik (33)
- Opel retten? (15)
- Persönliches (42)
- Politik im Internet (11)
- Politikmaus (3)
- Politische Kommunikation (36)
- Positive Kommunikation (13)
- Religionen (24)
- Rosa Luxemburg (10)
- Russland (14)
- Schwarz-grünes Bündnis? (4)
- Shared Space - der Gemeinsame Raum (8)
- Sprachen (13)
- Systemfrage (19)
- Verantwortung (18)
- Welt (24)
- Wie wir Kinder erziehen wollen (97)
- 21.3.2010: "Die neuen Deutschen". Wer kennt dieses Buch?
- 21.3.2010: Fahrrad als Wirtschaftsfaktor stärken!
- 20.3.2010: "Teiche auf den Tauwind harren ..."
- 18.3.2010: Ein Bezirk steigt auf: Modellbezirk Radverkehr
- 17.3.2010: "Nicht-deutscher Herkunft" oder "neue Deutsche"?
- 16.3.2010: Friedrichshain-Kreuzberg steigt auf: Modellbezirk Radverkehr
- 16.3.2010: Verdrängung sozial Schwacher verhindern!
- 16.3.2010: Fürsorgliche Radfahrer
- 16.3.2010: Fürsorgliche Schildkröten - die Republik der Aufsteiger
- 16.3.2010: Verheerende Symbolik
Blogroll
- ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Berlin
- Als Autor bei Freie Welt.net
- Artemis Quartett
- Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
- Chamisso Akademie
- Die neuen Deutschen
- Fanny-Hensel-Grundschule
- Johannes Hampel und die Geige
- Johannes Hampel's Blog bei Barack Obama
- Rad-Spannerei. Fahrradblog aus der Heimat
- Sängerin Irina Potapenko
- Youtube
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
Archive für 17.11.2009
War Goethe Moslem?
17.11.2009 von admin.
Zu den Liedern von Fanny Hensel, die Irina Potapenko am 24.11. vorsingen wird, gehört auch das Lied der Suleika aus Goethes West-östlichem Divan. Was muss man dazu wissen?
In seinen späten Jahren zeigte Goethe eine starke Sympathie für den Islam, während er zu den christlichen Kirchen lebenslang eine gewisse Zurückhaltung wahrte und manchmal offen über die “Pfaffen” ablästerte. Das Ich des West-östlichen Divans ist eindeutig muslimisch! Goethe hatte sich in Geist und Buchstaben des Islam hineinversetzt, ja er bezeichnete sich selbst in seinen späten Briefen gelegentlich offen als “Muselmann”.
Ich suche gerade die Texte der Lieder für unser Konzert heraus und werde sie den Lehrern der Fanny-Hensel-Schule überreichen. Goethe wäre eigentlich ein idealer Brückenbauer zwischen den orientalischen Kulturen der Türken, der Araber, der Kurden usw. und den abendländischen Kulturen der Deutschen, Franzosen, Polen usw. Leider weiß dies kaum jemand. Oder liest man heute an den Schulen noch Goethe? Wenn nein, wäre das jammerschade. Kennen die Kinder der ersten Klassen heute noch das herrliche “Ein großer Teich war zugefroren”?
Welche Gedichte lernen die Kinder heute noch auswendig? Welche Lieder lernen sie noch auswendig?
Hier kommt das Gedicht, das Marianne von Willemer schrieb und das Goethe - ohne Nennung der Dichterin - dem West-östlichen Divan einverleibt hat. Fanny Hensel hat es vertont. Dieses Lied steht auf unserem Konzertprogramm.
Suleika
|
|
Ach, um deine feuchten Schwingen, Die Bewegung deiner Flügel Doch dein mildes sanftes Wehen Eile denn zu meinem Lieben, Sag ihm, aber sag’s bescheiden: |
Geschrieben in Religionen | Keine Kommentare »
Wer war Antonescu? Wer war Horthy?
17.11.2009 von admin.
Kaum ein Deutscher wird mit dem Namen Antonescu etwas anfangen können, den Herta Müller auf S. 299 ihrer “Atemschaukel” nennt. Es war der faschistische Diktator Rumäniens, der den Vorläufer zu linksgerichteten Diktatoren wie etwa Ceausescu abgab. Man könnte sagen: “Alles vorbei, ziehen wir endlich einen Schluss-Strich! Fangen wir doch ganz von vorne an!”
Und doch sollten, ja müssen wir uns mit der Vergangenheit der faschistischen und der kommunistischen Diktaturen der neuen EU-Staaten befassen. In Ungarn, aber auch in den östlichen Bundesländern Deutschlands hat sich eine weit verzweigte totalitäre, rechtsradikale Ideologie gehalten. Während des Kommunismus war sie geächtet, wurde kriminalisiert. Da der Sozialismus nach und nach jeden Kredit verspielt hatte, wurde es unter Jugendlichen schick, rechtsradikal und nationalistisch zu sein.
Der Sozialismus ging aber listigerweise in den Staaten des Ostblocks ein Bündnis mit dem nationalen Gedanken ein. Alles, was die Erinnerung an eigene Verstrickungen hätte aufrühren können, wurde totgeschwiegen. Die eigene Nation - ob nun Slowakei, Ungarn oder Rumänien - gewann unter dem Sozialismus die Unschuld zurück, indem man die dunklen Flecken verschwieg.
Die Welt, ja selbst die meisten Deutschen glauben bis zum heutigen Tage, nur die Deutschen hätten eine rassistische Vernichtungspolitik gegenüber dem Judentum betrieben. Die Shoah wird ausschließlich auf das Konto der Deutschen geschrieben. Die Deutschen akzeptieren dies willig und wissentlich - aus Unwissenheit. Und doch gab es in den Staaten Ungarn und Rumänien, im besetzten Teil Frankreichs, ja sogar im nicht besetzten Teil Frankreichs, in der Sowjetunion, in der gesamten arabischen Welt in den vierziger Jahren eine aktive, eine keinesfalls erzwungene, sondern aktiv betriebene Verfolgungs- und Entrechtungspolitik gegenüber den Juden und anderen ausgegrenzten Minderheiten, etwa den nationalen Minderheiten innerhalb der eigenen Staatsgrenzen. Diese mündete dann in vielen besetzten und nicht besetzten Ländern in eine aktive Zuarbeit, eine wissentliche Unterstützung der verbrecherischen Ausrottungspolitik der deutschen Nationalsozialisten. Kaum ein Land hat diese Vergangenheit bisher offen zu bewältigen gewagt. Es ist viel einfacher, viel bequemer, die alleinige Schuld an der Katastrophe des Holocaust den Deutschen und nur den Deutschen, am besten nur den Westdeutschen anzulasten!
Dem war nicht so. Darüber gilt es zu reden, sonst kommen die Gespenster der Vergangenheit wieder zurück.
Der ungarische Historiker Paul Lendvai schreibt heute in der Morgenpost:
Antisemitismus - In Ungarn müssen sich Juden wieder fürchten - Kultur - Berliner Morgenpost
In einem bemerkenswerten Aufsatz betont der bedeutende ungarische Schriftsteller Ivan Sandor die Gefahr der verspäteten Distanzierung der Rechten von den Rechtsradikalen: Statt der “verschönten Scheinvergangenheit” müsse man deutlich aussprechen, dass vom Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie und nach dem schrecklichen Zwischenspiel der kurzweiligen “Räterepublik” 1919 mit rotem und anschließendem weißem Terror alle rechtsgerichteten ungarischen Regierungen den Weg zum verhängnisvollen Bündnis mit Hitler-Deutschland und damit auch zum ungarischen Holocaust geebnet haben.
Tragödie des Judentums ist Tragödie des UngartumsDer ungarische Historiker György Ranki hat darauf hingewiesen, dass sich die Juden nirgendwo in Osteuropa mehr mit einer Nation identifiziert haben wie in Ungarn. Deshalb war die Tragödie des Judentums auch eine Tragödie des Ungartums.
Drei Judengesetze1938-1941 zerstörten die Existenz von Hunderttausenden Menschen, und nach dem Einmarsch der Deutschen am 19. März 1944 lief die “Endlösung” auf Hochtouren. Unter Aufsicht Adolf Eichmanns und seiner Schergen hat die ungarische Polizei in knapp sieben Wochen 437.402 Juden in 147 Zügen nach Auschwitz deportiert. Insgesamt 564.000 ungarische Juden wurden, zum Teil auf den Straßen von Budapest, umgebracht. Heute leben schätzungsweise nur noch 80.000 bis 100.000 Juden in Ungarn, überwiegend in Budapest.
Geschrieben in Europa | 1 Kommentar »
Fanny und Felix bei Lukas aus Syrien
17.11.2009 von admin.
Unser nächstes Konzert findet in der St.-Lukas-Kirche statt. Der heilige Lukas stammt der Überlieferung nach aus Antiochia im damaligen Syrien - also aus dem heutigen Antakya in der heutigen Türkei. Wie gut trifft es sich, dass die meisten Kinder unserer Schule aus der Türkei und aus Libanon stammen - dem antiken Syrien! Wenn sie die Lukaskirche besuchen, ist es also eine Art Heimkehr zu den Wurzeln ihrer kulturellen Überlieferung, die weit hinter den Islam zurückreichen.
Folgende Einladung habe ich soeben gebosselt:
Eltern der Fanny-Hensel-Grundschule laden ein:
Das geheimnisvolle Band
Fanny Hensel und ihr Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert mit Werken von Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Mozart und anderen
St. Lukas-Kirche
Bernburger Str. 3-5
Berlin-Kreuzberg
Dienstag, 24. November 2009, 10.00 Uhr vormittags
Es spielen Kinder im Alter ab 4 Jahren
sowie:
Irina Potapenko, Alt
Johannes Hampel, Violine
Natalia Christoph, Klavier
Lala Isakowa, Klavier
Eintritt frei
Geschrieben in Musik | Keine Kommentare »