Aug 312010
 

Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ ist wirklich ein großangelegter Wurf, ein kühner Versuch „die Welt zu erklären“, den Sozialstaat zu begreifen und eine Art Besinnung auf das, was Europa ausmacht, zu unternehmen. Vieles, was er schreibt, entspricht genau dem, was auch ich als Ergebnis meiner eigenen Erlebnisse in Kreuzberg herausgefunden und in diesem Blog niedergelegt habe – nachweislich ohne von Sarrazin beeinflusst zu sein, denn das Buch ist erst in diesen Tagen herausgekommen.

Ich würde „Deutschland schafft sich ab“ in eine Reihe mit Büchern wie „Die Aufsteigerrepublik“ Armin Laschets, „Mein Abschied vom Himmel“ Hamed Abdel-Samads oder auch Jacques Attalis „Tous ruinés dans dix ans?“ stellen. Allen diesen Autoren ist gemein, dass sie sich weit über den engen Horizont eines Berufes hinauswagen. Kleinere Versehen mögen ihnen ebenso unterlaufen sein wie eine gewisse Gewaltsamkeit der Analyse. Aber auch eine gewaltsame Analyse kann Plausibilität und Richtigkeit beanspruchen.

Die Sarrazin-Kritiker der ersten Nacht haben das Buch offenkundig nicht gelesen oder nur höchst unvollständig zur Kenntnis genommen. Sie haben mit einer unstillbaren Gier die anstößigen „Stellen“ herausgelesen, mithilfe derer sie dann den Autor mit einer nur noch pornographisch zu nennenden Wucht in die Pfanne gehauen haben.

Ein abstoßendes Sündenbock-Ritual war dies.

Das Scherbengericht, das Teile der deutschen Politik und große Teile der Presse über ihn persönlich veranstaltet haben, bot ein unwürdiges, hämisches Schauspiel. Hier hat sich eine ganze politische Klasse selbst zerlegt und an Glaubwürdigkeit verloren. Lasst es uns Circus Sarrazini nennen. Von einer echten Befassung mit Sarrazins Argumenten konnte bisher nicht ansatzweise die Rede sein. Der Wähler wird sich daran erinnern. Nach meinen eigenen Erhebungen stimmen 60-70% der Kreuzberger Bevölkerung den wesentlichen Befunden Sarrazins zu.

Die „politische Klasse“ wird sich jetzt erst einmal über das Buch zu beugen haben. „Macht eure Hausaufgaben.“ Danach sollte das Eingeständnis eigener Fehler bei uns allen folgen. Anschließend sollten sich alle überlegen, was sie Sarrazin erwidern können.

Die Grundtendenz des Buches gibt das Grundgefühl der deutschen, russischen, italienischen, polnischen, französischen und sonstigen Ethnien, zwischen denen ich mich bewege, zutreffend wieder. Darüber hinaus dürfte es den Lehrerinnen und Lehrern, den Erzieherinnen und Erziehern in weiten Strecken aus der Seele gesprochen sein.

Wir fühlen uns an Kreuzbergs staatlichen Grundschulen als Fremde im eigenen Land, als Randständige im Land der gefestigten neuen muslimischen Mehrheiten, die uns verdrängt haben und weiter verdrängen werden.

Der einzige Fluchtweg, den immer mehr Eltern ergreifen, ist das Weggehen auf Privatschulen. So wie wir es gemacht haben. Wir erziehen unseren Sohn nunmehr zu einem guten Russen und guten Europäer. Die Kosten finanzieller und sonstiger Art sind hoch. Die enormen Gefahren, die dies insgesamt für die Gesellschaft in sich birgt, hat Sarrazin auf S. 247 seines Buches treffend analysiert.

Und das alles geschieht mitten in Deutschland – 2 km vom Bundestag entfernt.

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Aug 312010
 

Eine wunderbare Sache sind die Neuköllner Stadtteilmütter, deren Loblied ja auch Bürgermeister Buschkowsky in der aktuellen zitty Berlin singt.

Arbeitslose Mütter vorwiegend türkischer und arabischer Muttersprache werden in einem 6-monatigen Kurs zu Themen wie Bildung, Gesundheit  und Erziehung qualifiziert. In dieser Zeit erhalten sie staatliches Geld.

Anschließend geben sie ihr Wissen durch Hausbesuche an andere Mütter weiter. Sie werden durch Sozialpädagogen betreut und erhalten für ihre Tätigkeit ein Honorar.

Alles toll, was?   Ich stimme zu: Es klingt wunderbar. Es ist eine tolle Sache, benachteiligte, sozialschwache Mütter als Botschafterinnen in ihrer Ethnie zu gewinnen.

Gut auch: Deutsche und migrantische Sozialpädagogen erhalten Lohn und Brot. Dadurch sinkt die Arbeitslosigkeit der Sozialpädagogen. Migrantische Stadtteilmütter  erhalten Lohn und Brot. Mutterschaft als bezahlte Tätigkeit! Endlich. Jubel, jubel. Ein Sieg des Feminismus?

Und da ist auch schon der Haken: Die Stadtteilmütter erhalten staatliches Geld dafür, dass sie bei anderen Müttern ihrer Ethnie vorbeischauen, Tee mit ihnen trinken und Tipps zu Ernährung und Erziehung ihrer Kinder austauschen. Alles in den beiden örtlichen Umgangssprachen, also Arabisch oder Türkisch. 

Das ist ein schwerer Fehler, eine völlig falsche Verwendung öffentlicher Mittel, denn es ist keine Verwendung, sondern eine Verschwendung staatlichen Geldes, Mütter dafür zu bezahlen, dass sie bei einer Tasse Tee nützliche Tipps und Tricks austauschen.

Das Projekt Stadtteilmütter – so meine ich – ist eigentlich gut. Aber es muss ehrenamtlich gemacht werden. Es dürfen auf keinen Fall öffentliche Mittel an die Stadtteilmütter für ihr Wirken gezahlt werden. So füttert man nur die nächste Generation von staatlich alimentierten Abhängigen heran.

Solche Projekte, deren es eine Unmenge gibt, sind ein außerordentlich beliebter Zapfhahn für Fördermittel.

Ich unterhielt mich vor einigen Monaten mit guten Kennern der Neuköllner Szene über das Thema. Sie hatten alle den richtigen Migrationshintergrund. Sie sagten mir:

„Stadtteilmütter? Kannst du knicken.“

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Aug 302010
 

Er ist einer der intelligentesten Politiker, die Berlin je hatte. Seine Frageansätze sind brillant, seine Faktenkenntnis ist in einigen Feldern unübertroffen. Er ist zäh, sorgfältig und fleißig. Er argumentiert strategisch, aber er reagiert taktisch nicht immer optimal.

Aber er „verrennt sich“ allzu leicht, verprellt wohlgesonnene Zuhörer und Menschen, die ihm zu folgen versuchen. Ihm fehlt vielleicht das echte Du. Ich meine: Wir müssen den irrenden Menschen zurückholen in unsere Wertegemeinschaft!

Wenn er doch nur einmal zu uns in die Kreuzberger Fanny-Hensel-Schule käme und statt einer PowerPoint-Präsentation ein Märchen aus 1001 Nacht erzählte, die Herzen der durchweg muslimischen Kinder würden ihm zufliegen! Und sein Herz flöge ihnen, den Kindern zu, als flöge es nachhaus. Und wenn er dann noch ein Gedicht aus dem West-Östlichen Divan von Goethe vortrüge, flöge vor einem einzigen Wort der ganze unsägliche Wirrwarr der entstellenden Kommentare fort.

Er würde Empathie für die Muslime entwickeln können, die ihm leider offenbar noch fehlt.

Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als diesen unseren so schmählich übersehenen, links liegen gelassenen „libanesischen“ Kindern, ich sage bewusst „unseren Kindern“, Freude und Zukunftshoffnung zu schenken! Ich weiß es, denn wir durften es immer wieder versuchen.

Ich glaube an diese Kinder.

Diese muslimischen Kinder sind der größte Schatz, der uns anvertraut ist! Wir stehen alle in der Verantwortung.

Aber ich bleibe dabei: Seine Fragenansätze sind spannend, er ist einer der intelligentesten Politiker, die Berlin in den letzten Jahren hatte.

Wer ist gemeint?

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Aug 302010
 

Du sollst den Fremden lieben wie dich selbst.“ Wo steht denn das? Hebräische Bibel, Koran, Adenauer, Neues Testament?

Einen Heidenspaß bereitet es mir, immer wieder in Gespräche und in Texte dieses Blogs wörtliche Zitate aus Talmud und Hadithen, aus hebräischer Bibel und Faust, aus Aristoteles, Konrad Adenauer, Neuem Testament  oder Platon einzuweben.

Der Mediengestalter Oliver Wurm meint: In der Bibel steht eigentlich gutes Zeug drin. Deshalb druckt er die ihn anrührenden Stellen groß in einer Zeitschrift ab. Was ihn kalt lässt, druckt er klein. So berichtet es der aktuelle SPIEGEL auf S. 53. Genau so geschieht Kanonbildung. Genau so haben es die Kirchen zu allen Zeiten gemacht. Das Wichtige wird tausendfach wiederholt, ausgewählt, ausgemalt. Das weniger Wichtige wird nicht verkündet oder murmelnd überhuscht.

Selbst der Koran muss wohl so entstanden sein.  Kennt man hebräische Bibel und Neues Testament nicht, wird man den Koran und die Hadithe nicht verstehen können. Der Koran ist für uns nur verständlich als eine Fortschreibung älterer Traditionen, in die er hineingeschrieben ist.

Kennt man aber hebräische Bibel und Neues Testament nicht, wird man auch Karl Marx oder die Partei Die Grünen nicht verstehen können. Denn in der hebräischen Bibel (dem Alten Testament) wird erstmals klar und eindeutig der Gedanke der Nachhaltigkeit, der Gedanke der Schonung natürlicher Ressourcen, der Gedanken des Klima-, Boden- und Naturschutzes dargelegt.

Wem dieser Gedanke neu ist, dem empfehle ich Lamya Kaddors Kinderkoran. Da kann man dies alles leicht fassbar nachlernen.

Und das eingangs zitierte Gebot der Fremdenliebe? Steht in der hebräischen Bibel, dem Alten Testament der Christen. Moses.

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Aug 292010
 

27082010002.jpg Diese Frage drängte sich mir auf, als wir gestern durch das Dom Aquaree spazierten. Da lud ein nettes Restaurant zum Verweilen ein: Frische deutsche Küche wurde da angeboten. Was ist denn das? Wir nahmen Platz.

Die neuen Deutschen
„Für uns bedeutet frische deutsche Küche nicht Eisbein mit Sauerkraut, sondern eine bunte Kombination aus vertrauten Zutaten mit meditarranem Pfiff. Neue deutsche Küche war schon vergeben. Frische deutsche Küche drückt genau das aus, was wir wollen.“ So erklärt Elmas, die im Emmas bedient, die Grundhaltung des neuen Restaurants. „Ich bin Türkin in Deutschland, echte Berlinerin und lebe in beiden Welten, schätze das Beste an beiden Ländern.“

„Würden Sie sich als Deutsche bezeichnen?“, fragen wir. Elmas antwortet: „Damit hätte ich Schwierigkeiten, weil das nicht überall von den Deutschen anerkannt wird. Und in der Türkei gelte ich auch nicht als echte Türkin.“

Das Emmas im Dom Aquaree pflegt jeden Gast mit ausgesuchter Aufmerksamkeit. Elmas, Jamal … sie alle sind angenehm freundlich – sie dienen den Gästen. Man merkt das sofort, wenn man sich hinsetzt. Nach 30 Sekunden wird man schon gefragt, was man gern möchte.

„Alle, die hier arbeiten, haben einen doppelten Hintergrund – mein Kollege zum Beispiel Kenia und Deutschland.“ Wir fragen: „Ihr arbeitet so zuvorkommend, als würde euch der Laden auch gehören – seid ihr eine Genossenschaft?“ „Das nicht, wir haben einen Chef, aber jeder, der hier arbeitet, fühlt sich verantwortlich für seinen Bereich. Wir bedienen so, wie wir selbst bedient werden wollen.“

Das Emmas verkörpert das Beste an den neuen Deutschen: Lokaler Bezug, klar verwurzelt in diesem Land – und doch zugleich geöffnet nach allen Seiten hin. Ich meine: Das Emmas ist ein Dienstleistungsoase der neuen Deutschen. Hingehen und genießen lohnt!

EMMAS. Dom Aquaree. Heilige-Geist Gasse, 10178 Berlin, Tel. 030-24 63 17 32

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Gemeinsames Gen aller Juden?

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Aug 292010
 

Na, kuckstu mal hier auf dieser jüdischen Website! Amerikanische Juden sind stolz darauf, durch Genforschung einen gemeinsamen Ursprung aller Juden weltweit nachweisen zu können. Das ist ein blühender Forschungszweig in den USA. MO-LE-KULAR-GENE-TIK. Bitte mitschreiben.

 There is now new and exciting DNA evidence for common Jewish origin — not just among Cohanim, the Priestly Class, but among Jews scattered all over the globe.

Man sollte diesen jüdischen Ahnenforschern keinen Rassismus unterstellen.

Oder wollt ihr ihnen, diesen Juden, die an gemeinsame jüdische Gene glauben, Redeverbot in Deutschland erteilen?

Kuckt ihr antirassistischen Petzer und Prügler bitte mal genauer hin?

Jewish Genes

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Aug 282010
 

28072010001.jpg Ich meine: ja!  „Und wie verhält man sich, wenn die anderen es nicht tun?“ Dann trotzdem. Unerwartet bekomme ich, der unbeliebte Kreuzberger Prediger für Regeltreue im Radverkehr, Schützenhilfe von Berlins Stadtentwicklungssenatorin. Lest selbst, was die Zeitung heute schreibt:

Unfallstatistik – In Berlin leben Radfahrer – Berlin Aktuell – Berliner Morgenpost – Berlin
Nicht alle halten sich an die Regeln

Die Unfallanalyse zeige jedoch, so Junge-Reyer, dass weiter Handlungsbedarf bestehe: „Ein erheblicher Teil der Unfälle passiert, weil sich Radfahrer, Fußgänger aber auch Autofahrer und Motorradfahrer nicht an die Regeln halten.“ Die Verbesserung des Verkehrsverhaltens stehe deshalb im Vordergrund der Bemühungen. Zu den Risikogruppen zählen weiterhin besonders Kinder und ältere Leute sowie Autofahrer zwischen 18 und 25 Jahren.

Bild: regelwidrig geparkte Autos

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Aug 282010
 

Was wir gegenwärtig in Berlins öffentlichem Schulwesen erleben, ist ein Abgrund an Systemversagen.

Immer wieder klagte ich gegenüber kinderlosen Freunden in den letzten Monaten über meine tiefe Traurigkeit, über meine Zukunftsangst für unsere Kreuzberger Kinder. „Das irritiert mich! Was soll das! Das bildest du dir alles ein!“, hörte ich von meinen kinderlosen Freunden. Die Meldung vom Selbstmord Kirsten Heisigs, mit der ich selbst einmal im Deutschen Bundestag diskutiert hatte, verstärkte meine dumpfen, düsteren Simmungen. Ich zog mich tagelang zum Nachdenken zurück, mied die Veranstaltungen.

Wir Kreuzberger Eltern fühlten und fühlen uns in der Tat allein gelassen von den Kinderlosen, alleingelassen von den in Bezirk und Stadt herrschenden politischen Parteien. „Ich bin von der Politik maßlos enttäuscht„, so gibt es Manfred Gottert zu Protokoll. Max Thomas Mehr, ein Mitbegründer der taz, dürfte es ähnlich sehen. Er organisierte vor zwei Jahren in der Kreuzberger Passionskirche einen Abend „Sind Kreuzbergs Schulen noch zu retten?“, dem ich als Zuhörer ebenfalls beiwohnte.

Wir wurden zu Querulanten, Hysterikern und genetischen Egoisten erklärt. Dabei haben wir alles versucht. „Zieht eure Kinder anders an! Euch stören Ih-Schweinefleisch-Rufe? Gebt ihnen halt in Gottes Namen keine Wurstbrote in die Schule mit! So macht ihr eure Kinder nur angreifbar! Macht euch unkenntlich!“ Wir schluckten. Wir passten uns an. Wir ackerten, engagierten uns, ließen uns zu Elternvertretern in den Araberschulen wählen, luden die arabischen und türkischen Eltern vergeblich zu Gesprächen ein, brachten Mozarts Zauberflöte und Konzerte in die herrliche NdH-Welt.

Dann kamen die Tiefschläge, die Angriffe. Die in Bezirk und Stadt herrschenden Politiker rafften es nicht, reagierten nicht. Wir verstummten. Anders anstreichen konnten wir unsere Kinder nicht. Sie sind nun mal der helle Hauttyp II. Der Penis ist bei den durch die Mehrheit geforderten Kontrollen nicht beschnitten. Und unsere Kinder müssen in der Schule zugeben: Wir essen zuhause auch Schweinefleisch. Und dann gingen wir. Einer nach dem anderen.

Mit trauriger Tröstung lese ich nunmehr die aktuelle Nummer der Berliner  Zeitschrift zitty:

Magazin zitty.de
Bildungsorientierte Familien mit und ohne Migrationshintergrund sind mit der Geduld am Ende, verlassen ihre Kieze in Richtung Steglitz oder Prenzlauer Berg, ziehen Privatschulen den öffentlichen Einrichtungen vor oder melden sich bei Verwandten oder Freunden im Einzugsgebiet an. So entsteht ein Teufelskreis: Die Durchmischung nimmt immer mehr ab, an den verschmähten Schulen steigt der NdH-Anteil bis auf 100 Prozent. Dort ist produktiver Unterricht kaum möglich. Das Wort „gekippt“ macht auf den Spielplätzen die Runde. Und es bezieht sich nicht mehr auf kontaminierte Badeseen. Sogar im linksalternativen Spektrum Kreuzberger Bildungsbürger wendet man ihn auf Schulklassen an – auf jene, deren NdH-Anteil die 50-Prozent-Marke überschritten hat. Und man zieht Konsequenzen.
„Zieht doch endlich weg!“

Ich fasse Zuversicht! Sogar die verantwortlichen  Politiker reden sich die Lage nicht mehr gar so schön. Sie geben nunmehr unumwunden zu: „Die Verhältnisse in den sozialen Brennpunkten haben sich in den vergangenen Jahren nicht verbessert. Jeder weiß es …“ So Heinz Buschkowsky. Im Klartext: Die Verhältnisse haben sich in den vergangenen Jahren verschlimmert.

Die Kreuzberger Schul-Bezirksstadträtin bescheinigt sich selbst:

„Ob eine Schule viele Kinder mit Migrationshintergrund hat oder nicht, das sagt überhaupt nichts über die Qualität aus. Diese Einschätzung hat viel mit Unkenntnis zu tun, wir haben da einen kleinen Kulturkampf.“

Wann durften wir das erleben – eine Politikerin, die sich selbst zu ihrer Unkenntnis bekennt? Und noch deutlicher: „Also entweder darf ich in einem Bezirk wie Kreuzberg nicht mehr wohnen – ich kann ja nicht alle türkischen Kinder nach Steglitz bringen – oder ich muss mich damit auseinandersetzen, wie ich dort leben möchte.“ Dort in Steglitz sollen wir leben – nicht hier in Kreuzberg!

Aber auch hier gilt die treffliche Selbstanalyse der Stadträtin: Diese Einschätzung hat viel mit Unkenntnis der Lage in Steglitz zu tun. Dieses Blog meint: Steglitz ist keine Lösung. Denn wie ist die Situation in Steglitz? Aus genau diesem Steglitz wird diesem Blog vertraulich folgendes berichtet:

Der Schulleiter einer staatlichen Steglitzer Grundschule riet im Beratungsgespräch einer deutschen Familie ganz offen davon ab, ihre Tochter in seiner Schule zu belassen. Tenor: „Ihre Tochter wird sich in diesem kurdisch-türkisch-arabisch geprägten Umfeld nicht behaupten können. Sie wird in eine hoffnungslose Minderheitenposition gedrängt werden.“

Also – Steglitz ist auch keine Lösung. Wir schließen allgemein: Fortziehen ist auch keine Lösung.

Was tun?

Schule kann nur auf Fundamenten aufbauen, die im Elternhaus gelegt werden.“ So Heinz Buschkowsky.

Das heißt umgekehrt: An die Eltern müssen wir ran. Ein Mittel dazu ist es, die Eltern zu einem geregelten Tagesablauf zu zwingen, sie zu zwingen, sich angemessen um ihre Kinder zu kümmern. Kinder vor dem arabischen oder türkischen Fernsehen oder an der Spielkonsole zu parken oder sie dann tagelang auf die Straßen zu schicken, ist nicht angemessen.

Man sollte auch nicht alle Schuld auf die Sozialhilfe allein schieben. Sicher, die Sozialhilfe hat eine verheerende Wirkung auf die arabischen und türkischen Familien. Sie ist in der jetzigen Form ein Freifahrtschein für massiven Betrug und Faulheit. Sie ist eine Einladung zur Staatsausplünderung. Sie führt manchmal auch zur Zersetzung des Familienzusammenhalts. Denn die jungen Erwachsenen wissen: „Mein Vater hat mir gar nichts zu sagen. Ich krieg ja eh Hartz IV, wenn ich groß bin.“

Dieses kulturelle Wissen geben die jungen Erwachsenen an ihre jüngeren Brüder weiter. Und ein neuer Teufelskreis setzt ein.

Aber neben der Sozialhilfe ist es auch das kulturelle Vakuum, eine völlige Wertebrache, die zu dem beklagenswerten Umkippen unserer migrantischen Sozialkieze geführt hat.

In diesem Vakuum ist es einzig und allein ein gewisses sittliches Grundempfinden und eine Schrumpfform des Islam, auf welche die Erholung der Bezirke noch bauen kann.

Wir müssen also von so einfachen Sätzen anfangen wie den folgenden:

„Du, Vater, bist doch Moslem. Du willst doch, dass es deinem Sohn gut geht. Dann musst du dich mehr um ihn kümmern. Denn sonst landet er im Gefängnis wie du selbst ja auch.“

„Du, Mutter, weißt doch: Ein guter Moslem stiehlt nicht. Also musst du deinen Sohn bestrafen, wenn er stiehlt. Auch den deutschen Staat dürft ihr nicht bestehlen, obwohl er noch in der Hand der Heiden ist. Also dürft ihr keine falschen Angaben auf den Formularen machen.“

„Du, Vater, weißt doch: Der Prophet Mohammed hat verboten zu lügen. Also musst du auch deinem Sohn verbieten zu lügen. Auch den deutschen Staat dürft ihr nicht belügen und betrügen, obwohl er noch in der Hand der Schweinefleischesser ist.“

Meine Prognose für meinen Bezirk:

Immer mehr Eltern werden – wenn es weitergeht wie bisher – dem Ratschlag der grünen Bezirksstadträtin folgen und diesen Bezirk verlassen. Nach und nach werden Kreuzberg, Schöneberg, Neukölln, Steglitz, Wedding die grünen Farben überall tragen. Grün ist bekantlich die Farbe des Islam. Wir werden dann weitere islamisch geprägte Stadtviertel bekommen, die allmählich anwachsen werden.

Steglitz, Schöneberg, Neukölln-Süd, Kreuzberg-West erleben von den Grundschulen her beginnend eine massive Verdrängung und Abwanderung der nichtmuslimischen Familien beliebiger Nationalitäten. Im alten Kreuzberg SO 36 ist der Prozess schon fast abgeschlossen. Auch die russischen, italienischen und polnischen Familien verlassen nach den deutschen diese Viertel oder haben sie schon längst verlassen.

Es ist lehrreich und außerordentlich spannend zu sehen, wie in manchen anderen Ländern nach und nach die nichtmuslimische Bevölkerung in die Minderheit geraten ist, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die wenigen verbleibenden Nichtmuslime das Land verlassen. Allerdings verlaufen diese Prozesse nicht in Jahren, sondern in Jahrzehnten. Nach 100-150 Jahren sind sie dann abgeschlossen, sofern sie nicht durch gewaltsame Vertreibungen auf einen Schlag erfolgen wie etwa bei der Gründung Pakistans oder der Türkei.

Beispiele für dieses Geschehen sind: Die Türkei ab 1918 (von 30% Nichtmuslimen auf heute unter 1%), Syrien (Exodus der Nichtmuslime in vollem Gang), Irak (Exodus der Christen in vollem Gang, Zahl hat sich halbiert), Libanon (von ehemals mehrheitlich christlichem Land zu einem mehrheitlich muslimischen Land geworden), Pakistan (Vertreibung der Nichtmuslime bei Staatsgründung weitgehend abgeschlossen), aktuell auf der Kippe stehen Länder wie Namibia, Niger und Tschad.

Was ich so spannend an diesem Friedrichshain-Kreuzberg finde, ist, dass die großen weltgeschichtlichen Prozesse sich hier in diesem Bezirk herrlich am eigenen Leib erfahren und mitgestalten lassen. Das Nebeneinanderherleben von Muslimen und Nichtmuslimen und die zunehmende räumliche Segregation – wie im Libanon oder einigen afrikanischen Staaten!

Das mühselige, nicht immer einfache Zueinanderfinden von Deutschland-Ost und Deutschland-West, gespiegelt in den beiden „zwangsverheirateten“ Ortsteilen Friedrichshain und Kreuzberg – wie in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt!

Im Interesse der hier lebenden Muslime, die – durch den Sozialstaat und die herrschende Politikerklasse angelockt, gefördert und belohnt – in einigen Jahrzehnten hier im Bezirk die Mehrheiten übernehmen werden, halte ich es für wichtig, die deutschen Muslime ab sofort aktiv für unsere Demokatie, für Meinungsfreiheit, für die Gleichberechtigung der Frau, für Bildungsehrgeiz und für eine gewisse Arbeitsamkeit zu begeistern.

Demokratie, Meinungsfreiheit, Bildung, selbstverdienter Lebensunterhalt, Fortfall des üppigen Sozialleistungskokons, Gleichberechtigung der Frau, Ehrlichkeit gegenüber dem deutschen Staat, Loyalität gegenüber dem deutschen Staat, Respekt vor den Nichtmuslimen, Verantwortung der Eltern für ihre Kinder – diese Mindestforderungen sollten wir ab sofort anfangen konsequent durchzusetzen. Sogar in Steglitz. Sogar in Kreuzberg. Sogar in Neukölln. Sonst saufen wir buchstäblich ab, wie es der frühere Kreuzberger Bürgermeister Abendroth bereits 1983 gesagt hat.

Oder wir schaffen unsere bestehende staatliche Ordnung selbst ab – beginnend mit einem völligen Zusammenbruch der deutschen Staatsfinanzen, verursacht durch Ausplünderung der Staatskassen durch „die Reichen ganz oben“ und „die Armen ganz unten“.

Jeder Berliner Bürger – ob groß ob klein – trägt und fährt heute schon die Last eines gut ausgestatteten neuen Mittelklassewagens deutscher Produktion als wachsende Staatsschuld mit sich herum. Werden wir uns irgendwann schon bald keine Autos mehr leisten können und alle verdammt sein, mit dem Fahrrad zu fahren?

Nein! Wir müssen auch weiterhin auf die Einsichtsfähigkeit und Lernfähigkeit der von uns gewählten Politiker hoffen. Ich bin da ganz guter Dinge. Die aktuelle zitty Berlin, Heft 18/2010, bietet reichlich Anlass zu dieser Hoffnung.

Aber das reicht nicht aus. Wir sind alle gefordert!

Die schonungslose Selbstkritik, ja Selbstdemaskierung der politischen Klasse, verkörpert etwa von redlich sich Mühe gebenden Politikern wie Heinz Buschkowsky, Thilo Sarrazin, Monika Herrmann, Jürgen Zöllner und anderen, sollte uns einfache Bürger dazu ermuntern, ebenfalls etwas für das Gelingen des Zusammenlebens zu tun. Einsicht, Umdenken, Klartext!

Vor allem rate ich dazu, all jene Antirassisten, die jetzt wie besinnungslos auf einen Ex-Politiker eindreschen, der aufgrund überlegener Sachkenntnis schonungslos auspackt, nicht ihrerseits zu verprellen. Also bitte nicht all den antirassistischen Prüglern entgegenrufen: „Ihr habt doch keine Ahnung!“ Sondern im Gegenteil!

Wir müssen den antirassistischen Prüglern und Petzern entgegenkommen und sagen: „Kommt zu uns ins herrliche NDH-Land! Macht euch ein Bild. Warum lasst ihr uns so allein? Ihr seid doch tüchtige, tatkräftige Antirassisten! Beweist es!“ Wir müssen die antirassistischen Prügler und Petzer unter unseren Mitbürgern sanft und höflich einladen, ihre Kinder, Enkel und Patenkinder auf unsere Kreuzberger oder Neuköllner oder Steglitzer staatlichen Grundschulen mit mindestens 50% muslimischen NDH-Kindern zu schicken und am besten gleich ganz in den Soldiner Kiez oder nach SO 36 zu ziehen.

Wir müssen die antirassistischen Prügler und Petzer einladen, kostenlos und ehrenamtlich Hausaufgabenhilfe für unsere benachteiligten Kinder aus sozialschwachen Familien zu leisten und anschließend nach den Grillfesten den Görlitzer Park in einer Platzputzaktion zu reinigen.

Nach 18-24 Monaten werden sie neue, erregende Einsichten gewinnen. Das Leben inmitten einer muslimischen nichtdeutschen Schüler- und Elternmehrheit wird eine besänftigende, eine wahrhaft befreiende Wirkung auf unsere antirassistischen Prügler entfalten. Das ist Anti-Gewalt-Training für unsere antirassistischen Prügler und Petzer!

Packen wir’s an!

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Aug 272010
 

Sarrazin treibt die Kaste der Berufspolitiker, der er selbst angehört, gehörig vor sich her.  Wenn jetzt bereits öffentlich erste vorsichtige Zustimmung von türkischen und arabischen Migranten aus unserem Bezirk zuteil wird, wird vollends offenbar, was Sarrazin bezweckt: eine schonungslose Selbstanklage, eine unerbittliche Analyse der kollektiven Fehlsteuerungen, für die nicht nur er und seine Partei, sondern alle Parteien Mitverantwortung tragen.

Noch einmal: Wenn Politiker Sarrazin jetzt in Grund und Boden rammen (ich muss es so nennen), begehen sie eine Art Sündenbockritual. Ein politischer Fehler ersten Ranges!

Furat Mohammad und Günay Imre aus Friedrichshain-Kreuzberg schreiben:

Strafanzeigen gegen Sarrazin? Nicht in unserem Namen! Denn wir sind nur so „dumm“, wie Ihr uns werden lasst. @ FREIE WÄHLER Berlin – FW Berlin
Alle bisherigen Parteien hofierten und hofieren bestimmte Zuwanderer-Gruppen, weil sie sich neue Wählerschichten davon versprachen und noch versprechen. Wir haben genug von diesen Versuchen der Vereinnahmung von Zuwanderern zu dem alleinigen Zweck des Machterhalts der Parteien. Denn mit der ach so fürsorglichen Vereinnahmung der Interessen z.B. der Russlanddeutschen durch die CDU und insbesondere der Türken durch Rot-Grün ist noch in jedem Falle die Verharmlosung der Integrationsprobleme der jeweils patronisierten Gruppen einhergegangen. Die Auseinandersetzung mit den Integrationsdefiziten der jeweils unter die Fittiche genommenen Minderheiten wurde in den jeweiligen Parteien nachgerade verboten. Die Strafanzeige gegen Sarrazin liegt genau in dieser machtpolitischen Parteien-Tradition.

Dass die harten, manchmal polemischen, aber offensichtlich immer ehrlichen Aussagen von Sarrazin zum Bildungsstand im Übrigen so viele Schlagzeilen wert sind, wirft eher ein beklemmendes Licht auf den Stand der weitgehend unterdrückten Debatte in Deutschland.

Leute wie Sarrazin durch Strafanzeigen mundtot machen zu wollen, schafft eine Atmosphäre der Angst vor der freien Meinungsäußerung, die durch Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes garantiert und von den Parteien und den Medien politisch sogar gefordert ist. Tatsächlich aber wird der Überbringer der schlechten Nachricht in den Medien und in der parteipolitischen Auseinandersetzung tendenziös dargestellt. Bei der übrigen Bevölkerung stellt sich dann der Eindruck ein, dass man eher den lästigen Mahner ausschalten möchte, statt die Lösung der Probleme anzugehen.

Mit Realitätsverweigerung und -ausblendung ist nichts erreicht.

 Posted by at 15:33

Beklagter: der Staat

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Aug 272010
 

Lustige Überschrift der heutigen taz auf S.  21: Hartz IV macht reich. Der Staat wird in der heutigen Sozialgesetzgebung als Gewährträgerhaftungsleistender für alle Ansprüche der Anspruchsberechtigten, also seiner Bürger gesehen.

Wir haben heute etwa 14.000 Rechtsanwälte in Berlin, 1990 gab es etwa 3000. Das geltende Sozialrecht ist eine unerschöpfliche Arbeitsbeschaffungsversicherungsanstalt für Sozialrechtsanwälte, Sozialrichter, Sozialgerichtssekretärinnen, Rechtsberatungsstellen, Integrationshelfer, Sozialberater, Umschulungs- und Weiterbildungszentren sowie deren SachbearbeiterInnen und SekretärInnen geworden.

Wer kann ein Interesse daran haben, diesen Zustand zu ändern? Niemand – außer den Bürgerinnen und Bürgern, die nichts daran verdienen, sondern dafür Steuern zahlen.

Nebenbei: Wer macht Gesetze? Die Juristen! Können Juristen ein Interesse daran haben, die Gesetze einfacher, verständlicher, effizienter zu gestalten? Nein! Denn sie schafften damit Arbeitsbeschaffunsgmöglichkeiten für Berufskolleginnen und Berufskollegen ab. Das würde sich die Zunft nicht bieten lassen. Sie würde sofort mit guten Erfolgsaussichten im Namen der Einzelfallgerechtigkeit Normenkontrollklage gegen ein auch nur minimal vereinfachtes Gesetz erheben.

Lest und lacht über den folgenden Artikel, wonach das Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg extern einen Großauftrag über 350.000-560.000 Euro zu vergeben hat. Ist es zum Lachen oder zum Weinen? Entscheidet selbst – fällt ein nicht anfechtbares, subjektives URTEIL:

Klagen überfluten Jobcenter: Hartz IV macht reich – taz.de

Zur schwierigen Lage der Rechtsanwälte in Berlin vgl.: Kirsten Heisig: Das Ende der Geduld. Herder Verlag, Freiburg 2010,  S. 60:

„Vielleicht hat die Unerbittlichkeit, mit der heute gestritten wird, auch ein wenig damit zu tun, dass mehr als 14.000 Rechtsanwälte in Berlin zugelassen sind. Es ist schwierig geworden sich zu etablieren. Als ich 1990 in den Justizdienst eintrat, gab es 3000 Anwälte, diejenigen aus dem ehemaligen Ostteil der Stadt nicht mitgezählt.“

 Posted by at 15:12