Nov 302010
 

Wir brauchen eine neue Hoş-geldiniz-Kultur für zugereiste schwäbische Familienväter! Sie bringen den Sinn für Verantwortung, Fleiß und Tatkraft nach Friedrichshain-Kreuzberg!

„Wir streben nach Verantwortung.“ So sagte es ein zugereister Schwabe, den man unbedingt sofort als voll integriert bezeichnen muss. Beifall! Worte wie Pflicht, Verantwortung, Fleiß, Familie, Sparsamkeit dürfen keine Fremdworte in Friedrichshain-Kreuzberg werden.

Eine gute ökologische Poltik kommt ohne diese uralten Tugenden nicht aus.

Oikos heißt ja Haus. Ökologische Politik ist also nichts anderes als gute Hauswirtschaft im Großen.

Der gute Hausvater ist ein ökologischer Hausvater.

Der Blogger gibt hiermit seine Freude über die klaren Worte des Bundesvorsitzenden der Grünen zum Ausdruck.

Im Gespräch: Cem Özdemir: „Unsere Leitkultur ist das Grundgesetz“ – Inland – Politik – FAZ.NET

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Nov 302010
 

Nein, nein, das gefällt mir nicht: Die Bezirke werden also nicht 4,526 Mrd., sondern 4,795 Mrd. für Soziales ausgeben müssen – 268 Millionen mehr als geplant!

Das sind fast alles Pflichtausgaben! Das Grundübel des Sozialrechts, nämlich dass der Staat für fast alle irgendwie nachweisbaren Bedarfe in Haftung genommen werden kann, schlägt voll auf die Zahlen durch! Zum Beispiel klettern die „Hilfen für besondere Bedarfe“ nicht auf 963 Millionen, sondern auf 995 Millionen – das sind also fast 1 Milliarde für „Hilfe in besonderen Lebenslagen“. Unfassbar! Hier ist sicherlich die Betrugsquote besonders hoch. Ich würde schätzen: 20-70 Prozent. Man kann mit einem geschickten Anwalt nahezu jeden Bedarf durch die Sozialgerichte peitschen.

Für Kultur, für Bildung, für Radverkehrsförderung, für Schulbücher steht also weniger und weniger Geld zur Verfügung. Das sind doch alles Peanuts, worüber wir etwa in der Radverkehrsförderung reden. Was würde es kosten, allen Berliner Grundschülern eine schöne Lesefibel für die deutsche Sprache und die deutsche Literatur zu schenken? Nur etwa 12 Millionen!

Das Studium des Statusberichtes von Finanzsenator Nußbaum bringt atemberaubende Zahlen! Da dreht sich einem ja fast der Magen um! Zum Glück gibt es einen warmen Geldregen von 189 Millionen zusätzlich aus dem Länderfinanzausgleich. Der Bundesregierung und der guten Konjunktur sei hiermit im Namen des Bundeslandes Berlin gedankt!

Die Hauptursache der stark anwachsenden Sozialkosten liegt aber – in den Familien. Versagende Familien, zerbrechende Familien sind für den Berliner Landeshaushalt der Kostenfaktor Nummer 1! Versagende oder zerbrechende Familien erfordern die besonders kostspielige Familientherapie, Familienhilfe, die besonders teure und besonders problematische Unterbringung von Kindern in Heimen. Trennungen der Eltern sind ein in höchstem Maße belastendes Ereignis für die meisten Kinder – und in den meisten Fällen sind sie ein riesiger wirtschaftlicher Schaden für die Alleinerziehenden – sowie letztlich ein Kostentreiber erster Größe für den Sozialhaushalt der Kommunen.

Ich empfehle den druckfrischen neuesten Statusbericht des Finanzsenators Nußbaum allen Parteien im Bundesland Berlin zum vertieften Studium. Zusammenfassung heute in der Berliner Morgenpost auf S. 11, in der Berliner WELT-Ausgabe auf S. 29.

Meine Schlussfolgerung: Die Familie muss nach ganz oben auf die Agenda der Sozialpolitik. Die Familien müssen endlich wieder als das erkannt werden, was sie sind: die Keimzelle jeder staatlichen Gemeinschaft.

Keine deutsche Partei scheint diesen fundamentalen Zusammenhang erkannt zu haben, geschweige denn, dass er benannt würde. Es fehlt den deutschen Parteien offenkundig an Mut, solche schlichten Einsichten offen auszusprechen.

Dabei liegt dieser kausale Zusammenhang nahezu offen zutage. Er lässt sich anhand von Alltagserfahrungen, anhand von harten Zahlen und wissenschaftlichen Aussagen beliebig breit untermauern! Da braucht man kein Wiki-Leaks, um das zu benennen.

Ich selbst habe diese Forderungen erst kürzlich wieder auf dem Nominierungsparteitag meiner Partei in Friedrichshain-Kreuzberg erhoben, konnte mich aber nicht durchsetzen.

Der Staat muss ein vitales Interesse an starken, intakten Familien haben. Vor allem im Interesse der Kinder. Der Staat muss im Interesse der Kinder (und seiner eigenen Finanzen) die durch die Decke schießenden Sozialkosten zurückführen. Vor allem durch die Ertüchtigung der Familien, aber auch durch die Bekämpfung der missbräuchlich erschlichenen Leistungen.

Ausgaben für Soziales steigen rasant – Nachrichten Print – WELT KOMPAKT – Vermischtes – WELT ONLINE

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Nov 292010
 

Überall in der EU gilt dieselbe Armutsdefinition, überall in den alten EU-Staaten sieht man mehr oder minder dieselben Bilder: Mütter mit drei Kindern, Eltern mit zwei Kindern auf einem Sofa, eine gepflegte Stimme aus dem Off, die uns eindringlich beschwört: „20% aller Kinder leben in Armut – ein Skandal!“

Was sagt treffend ein Kommentator auf Youtube:

YouTube – UK Poverty – John and Donna’s story
Mislabeled. This is not poverty. They have a nice house and toys for kids, are you kidding me. Sorry, but trying to live in a nice house and dream of nice vacations and parties is not people in poverty.

800 Millionen junge Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser, haben etwa 1$ pro Tag, können keine Schule besuchen. DIE sind arm.

Es wird definitorisch in der EU bis in alle Ewigkeit Arme gebe, da immer ein gewisser Prozentsatz der Menschen weniger als 60% des Durchschnittseinkommens haben wird. Wozu das ganze Geschrei.

Die größten Gefahren für die Kinder, die ich kenne, sind Vernachlässigung durch die Eltern, mangelnde Zuwendung durch die Eltern, fehlende Liebe der Eltern.

Der für sich genommen größte objektive Risikofaktor für die Kinder aber ist in Berlin – die Trennung der Eltern. Das haben mir Psychologen und Sozialarbeiter immer wieder bestätigt.

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Nov 292010
 

Die Schweizer haben nunmehr den Sozialbetrug in einer heftigen Überreaktion zum Ausweisungsgrund für Ausländer erklärt. Ich finde: Zu dick aufgetragen!

Jeder weiß: Sozialbetrug, Ausplünderung der Sozialversicherungen ist weitverbreitet, aber ein extrem heißes Eisen, an dem sich jeder aktive Politiker schnell die Finger verbrennen würde! Ich finde: Erst einmal sollte man das Thema Sozialbetrug bei Deutschen und Ausländern öffentlich machen, diskutieren und dann innerhalb des Landes Abhilfe suchen – etwa durch leichteren Datenabgleich, etwa dadurch, dass man bewusst die Kultur der Rechtsstaatlichkeit pflegt.

Einen jener zahllosen Tricks, mit denen Bürger die Sozialkassen ausnehmen, lehrt der aktuelle SPIEGEL auf S. 52: Deutsche Langzeitstudenten, die längst einer regulären Beschäftigung nachgehen, melden sich zum Schein an einer ostdeutschen Universität an. Damit heben sie die dortigen Studentenzahlen und sparen jeden Monate Hunderte von Euro. Jedes Unrechtsbewusstsein fehlt. „Das machen doch alle so!“

Den Schaden zahlen die dummen Steuerzahler – wie zum Beispiel dieser Kreuzberger Blogger.

Viele Kinder, für die wir Kindergeld zahlen, leben gar nicht in Deutschland, sondern bei der Oma in der Türkei. Diesen Trick lehrte kürzlich der Berliner Schulsenator Zöllner. Dennoch ist dies ein glatter Rechtsbruch zu Lasten des Steuerzahlers. Ganz abgesehen davon, dass kein Kind in der Türkei richtig Deutsch lernen wird.

An einer einzigen Meldeadresse lassen sich leicht bis zu 60 Scheinexistenzen anhäufen, für die dann Sozialleistungen kassiert werden. Auch dies ist ein geläufiger Trick, den es zu bekämpfen gilt.

Was die Schweizer gemacht haben, halte ich für eine falsche Überreaktion auf ein auch in Deutschland bekanntes Phänomen.

Sozialbetrug und Steuerhinterziehung sind eben kein Kavaliersdelikt, sondern eine Bereicherung Einzelner zu Lasten der Allgemeinheit.

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Wenn das General Obentraut sähe!

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Nov 292010
 

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Es bewegt sich was in der Obentrautstraße! Hier einige Fotos vom heutigen Vormittag. Alle Fotos sind innerhalb von 10 Minuten aufgenommen worden.

Das Sofa, das einige Mitbürger auf dem Radweg verloren hatten und das dort einige Tage lang jeden Radfahrer zum Ausweichen zwang, steht nun einladend auf dem Fußweg, sodass Autofahrer bequem Platz nehmen können, während die benachbarte Reifenwerkstatt die Autos wintertauglich umrüstet. Sehr gut!

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Etwa 100 Meter weiter hat ein fürsorglicher Mitbürger erneut eine Straßenmöblierung vorgenommen. Diesmal nicht auf dem Radweg, sondern auf dem Hundekotstreifen. Sehr passend!

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Direkt und recht unfromm vor der Moschee der Ditib parkt ein Mitbürger sein Fahrzeug. Für Radfahrer leider ein allzu gewohntes Bild!

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Vor schwierige Entscheidungen stellt die Radfahrerampel seit heute Nacht die Radler: Sie wurde um 90 Grad gedreht, sie zeigt jetzt auf Grün, während die Autos in der querenden Straße gleichzeitig Grün haben. Schlimme Unfälle sind vorprogrammiert. Richtig eingestellt ist weiterhin die Fußgängerampel! Gut für die Fußgänger!

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Kaum Neuigkeitswert hat dieses Bild: Fast immer parken Autos an der Kreuzung widerrechtlich bis an den Haltestreifen der Kreuzung und behindern so die Sichtbeziehung zwischen Radfahrern und Autofahrern.

Vermüllung durch alte Möbel, Behinderung des Radverkehrs, Vandalismus an Ampeln, widerrechtliches Parken der Kraftfahrer, Fahrraddiebstähle, Raubüberfälle, offener Drogenhandel – das alles sind leider Erscheinungen, an die wir uns in unserer Straße zunehmend gewöhnen müssen. Die Verwahrlosung unserer Straße hat in den letzten Monaten sichtbar stark zugenommen.

Die Polizei und die Politik sind machtlos, da der Bezirk und der Senat finanziell keine zusätzlichen Lasten schultern können. Der Senat ist über beide Ohren verschuldet. Allein die Reparatur der Ampel dürfte einen hohen Betrag kosten. Die mittlerweile 2 Sofas und die Sitzecke werden den Winter wohl überdauern.

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Vom Hacken-des-Holzes-Glück

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Nov 282010
 

28112010094.jpg Einen herrlichen klirrend kalten ersten Advent verbrachten wir heute im Norden! Die S-Bahn führte uns nach Frohnau, dort entbot ich in der Johannes-Kirche meinen Gruß an die Gemeinde. Wir wanderten weiter, besichtigten das buddhistische Haus. Im Meditationsraum stimmte ich dreimal das Om an. „Ihr Buddhisten kommt ja uns Christen in vielem nahe“, zollte ich einmal einem befreundeten Buddhisten meine Hochachtung. Wir sprachen über die Bedeutung des leeren Grabs des auferstandenen Jesus. Niemand hat Gott je gesehen. „Die Buddhisten suchen das Göttliche in der Erleuchtung von innen. Die Christen suchen das Göttliche im Gegenüber, sie suchen den auferstandenen Jesus im Dienst am Nächsten“, fasste ich meine kindlich schlichte Sichtweise zusammen. „Und so behaupten in beiden Religionen das gute Miteinander, der schiedliche Ausgleich eine herausragende Stellung“, pflichtete mir mein buddhistischer Freund bei.

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An einem Zelt in der Bieselheide unmittelbar hinter dem Künstlerhof Frohnau rasteten unsere Familien. Es war kalt. Die Kinder hatten Hunger und Durst.  Wir entzündeten ein kleines Feuer, um uns zu wärmen. Kälte, Hunger, Durst, körperliche Anstrengung, die Segnung des gebändigten Feuers, das Hacken des Holzes – diese Urerfahrungen können und sollen auch Kinder in Maßen mindestens einmal machen dürfen.

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Wir spielten Fangen. Es gab reichlich Gelächter und ich wurde immer wieder gefoppt und genarrt, redete mich aber auf meine schweren Schuhe hinaus.

Weiter ging’s stracks zu Fuß auf einem neu hergerichteten Stück des Berliner Mauerwegs, vorbei an dem ehemaligen Wachtturm, der jetzt der Deutschen Waldjugend als Erlebnisraum dient.

Ich sang den Kindern ein paar Wald- und Wiesenlieder in deutscher Sprache vor, lernte erneut das russische Volkslied von der Heuschrecke, deren Lebensrecht leider von einem Frosch nicht geachtet wird.

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Der prächtige neue, herrlich warme Doppeldeckerbus der BVG brachte uns nach vierstündiger Wanderung hart am Gefrierpunkt zurück an den S-Bahnhof Frohnau.

Herzlichen Dank an alle Mitwanderer, vor allem an Vladimir, der mit so großer Sorgfalt erneut eine so vortreffliche Route zusammengestellt hat!

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Widerstand gegen die Umverteilungspolitik!

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Nov 272010
 

27112010081.jpg Proteste: Demo gegen kaltes Deutschland – Berlin – Tagesspiegel
„Auch wenn die Bundesregierung ihr Sparpaket durch den Bundestag drückt, der Widerstand gegen die Umverteilungspolitik wird weiter gehen.“

So ein Sprecher der „Antifaschistischen Linken Berlin“. Na, ich meine: ein bisschen Umverteilung sollte schon sein! Wir verteilen gegenwärtig etwa 34% der volkswirtschaftlichen Gesamtleistung  als Sozialausgaben des Staates um. Die Tendenz: steigend, außer bei sehr guter Konjunktur. In Berlin steigt diese Umverteilung zugunsten der Sozialschwachen mal eben so um 7%!

Politik ist doch immer auch Umverteilungspolitik durch den Staat von Reich zu Bedürftig! Soll denn jeder selber für sein Leben aufkommen? Wollen die Linken Antifas wirklich alle Umverteilungspolitik beenden?

Toller herzerwärmender Bericht heute auf S. 12 des Tagesspiegels! Man demonstriert gegen die Kälte! Ach was! In unserem Land muss niemand erfrieren, niemand verhungern, aber es herrscht in der Tat eine gewisse mitmenschliche Kälte, weil alle sich auf den Staat hinausreden.

Ich hätte mich so gefreut, wenn ein einziges Mal diejenigen, die gegen die soziale Kälte protestieren, zu uns Unterschichtlern in die Araberschule gekommen wären. Aber nein. Das tun sie nicht. Man verschafft sich ein wohlig-warmes, ein gutes Gewissen, indem man den Staat belagert und den Staat um „soziale Wärme“ anfleht.

Was für ein getrockneter, tiefgefrorener Unsinn. Was für eine Heuchelei! Dass Lehrer für diese Heuchelei auch noch Unterrichtsbefreiung gewähren, stimmt mich richtig hitzig!

Voilà – da habt ihr eure Wärme!

Bild: neue Straßenmöblierung heute auf der Obentrautstraße

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Liebe Ausländer, lasst uns mit den deutschen Erzkonservativen nicht allein!

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Nov 272010
 

Immer wieder beklage ich in diesem Blog  das satte Umverteilungs- und Besitzstandsdenken der Linken und der Grünen in unserem Bezirk: Sehr viel staatliches Geld wird in die Hand genommen, damit die gut gepäppelte, über Jahre angefütterte  Stammklientel im Lande bleibt, auf dass sich ja nichts ändere! Und schon gar nicht so viele Jugendhotels aufschießen! Die Friedrichshainer sind schon so richtig sauer, dass so viele Bezirksmittel nach Kreuzberg fließen, um die erzkonservativen Besitzstandswahrer ruhigzustellen. „Wir sind hier und wir bleiben hier! Nichts soll sich ändern!

Die linksgrüne Mehrheit agiert staatsfixiert – mit staatlichen Verboten und staatlichen Geschenken wird ein Lenkungseffekt angestrebt. Verboten werden Heizpilze und Hostels. Geschenkt werden Mieten, Wohnungen, öffentliche Gebäude. „Schenke und verbiete!“ tritt an die Stelle des alten „Teile und herrsche!“ Das ist neoklassische Umverteilungspolitik.

Ändert sich nichts? Doch! Weiterhin ziehen die sozial nicht staatsabhängigen Familien aus Kreuzberg weg, sobald ihre Kinder das Schulalter erreichen. Die Staatsklientel verändert sich ethnisch: Weniger Türken, mehr Araber. Nach Friedrichshain ziehen mehr und mehr junge, alternative, gutverdienende, progressive Familien. Die Balance verschiebt sich also durchaus! Auch bei allem Gegensteuern kann unsere konservativ geführte  Bezirksregierung nicht verhindern, dass Menschen wegziehen und andere neu zuziehen.

Und so bleibe ich dabei und stimme dem BVV-Fraktionschef Götz Müller vollstumfänglich zu: Wir brauchen mehr private Betriebe, mehr ambulante Zuwanderung in unseren Bezirk, mehr Bewegung, mehr Radverkehr, weniger Staat, weniger Statik, weniger Staatsabhängigkeit, mehr Quirligkeit, mehr Musik, mehr Krach, mehr Ausländer!

O my little beloved FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG! CHANGE IS NOW!

Lärmbelästigung: Friedrichshain will lieber Frieden als Touristen – Berlin – Tagesspiegel
Heftige Kritik kommt von der CDU: Die Haltung der Grünen im Falle der Hostels stehe in einem „eklatanten Widerspruch“ zu ihrem Vorgehen in Bezug auf die Admiralbrücke, wo sich ebenfalls Anwohner gestört fühlen, sagt Götz Müller, Fraktionschef der CDU in Friedrichshain-Kreuzberg. Größere Benachteiligungen durch Hostels für die Anwohner sehe er nicht. „Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, ein bisschen Wirtschaftstätigkeit dort reinzubringen“, sagt Müller. Der Bezirk sei ohnehin sehr arm. Zudem wirke der Beschluss so, als wolle man im Bezirk keine Touristen.

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Arabische Vielfalt erkennen – arabische Freiheit wertschätzen!

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Nov 272010
 

27112010084.jpg Immer wieder erkundige ich mich bei aus Libanon zugewanderten Berlinerinnen und Berlinern nach der neuesten Lage in Libanon. Gesamteindruck: Die etwa 10 wichtigen ethnischen und religiösen Gruppen leben recht und schlecht nebeneinander her, man geht sich weitgehend aus dem Weg, ebenso wie auch in Kreuzberg etwa.

Der autoritär-paternalistisch geführte Staat ist in der Hand der wenigen regierenden Dynastien, die Lage der Palästinenser und der Kurden bleibt zutiefst prekär und unwürdig, die Bedeutung der Christen nimmt ab, jedoch ist ihre soziale Stellung noch weitgehend gesichert, auch wenn viele Christen in europäische Länder oder in die USA auswandern – oder auswandern möchten.

Dass der Libanon jemals wieder wie bis in die 70er Jahre zur „Schweiz des Nahen Ostens“ werden möchte, ist ein frommer Wunsch, der wohl unerhört bleiben wird.

Mit besonderem Gewinn las ich kürzlich das Buch von Joumana Haddad: „Wie ich Scheherazade tötete. Bekenntnisse einer zornigen arabischen Frau.“ Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für Libanon und Libanon-Flüchtlinge interessieren.

Vor allem wird man lernen, dass „die Araber“ in sich eine enorme ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt bieten. Es gibt auch christliche Araber. Aus einer katholischen Familie stammt etwa Joumana Haddad. Die reichhaltig bestückte Bibliothek ihres Vaters bot ihr von früher Kindheit an Gelegenheit, ihre Selbständigkeit als eigenwilliges Mädchen zu entfalten, ihr Recht auf selbstbestimmte Sexualität durchzusetzen.

Damit einhergehend, fordert sie die Freiheitsrechte, die sich selbst genommen hat, auch  für alle anderen arabischen Frauen ein. Zitat:

„Ja, ich bin ein Frau, bin es in aller Selbstverständlichkeit, mit Stolz, ohne Einschränkungen und in höchstem Maße. Aber in Gottes Namen, schafft mir endlich dieses Rosa samt allen zugehörigen Klischees aus den Augen! Ich weiß noch, wie ich einmal mit einem Onkel aneinandergeriet, der es gewagt hatte, mir zum Geburtstag eine Miniaturküche, komplett mit Waschmaschine und Bügeleisen zu schenken.“

Nun, betroffen schweige ich. — Ich habe leider keine Töchter.

Meinen Söhnen habe ich (wie ich gestehen muss) niemals eine Miniaturküche oder Puppen geschenkt. Sie haben stets nach Autos, LKWs und Zügen verlangt. Wir besitzen foglich eine satte Sammlung an Spielzeug-Autos, -LKWs und -Zügen.  Und zwar auf ausdrücklichen Wunsch der beteiligten Männer. Was ist ein typischer Mann?

Heute radelte ich zum Brandenburger Tor, um dem Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel meine Aufwartung zu entbieten. Ein so sympathischer junger Mann! Vorbildlich! Aber er spielt halt nur mit Autos! Ist er unfrei, weil er nicht mit Puppenküchen spielt? Nein! Ich sah das Sebastian-Vettel-Video auf der Großbild-Leinwand und muss sagen: Er kocht auch! In echt! Er kann auch Italienisch! Der perfekte Mann – kann autofahren, kann kochen – und kann sogar Fremdsprachen! Befreite Frauen, was wollt ihr mehr vom Manne?

Eifert ihm nach!

Quelle: Joumana Haddad: Wie ich Scheherazade tötete. Bekenntnisse einer zornigen arabischen Frau. Aus dem Englischen übersetzt von Michael Hörmann. Verlag Hans Schiler, Berlin 2010, hier: S. 84

Joumana Haddad Official Web Site

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Nov 272010
 

Immer wieder wird gefragt, ob man Fremdsprachen mit einsprachigen oder zweisprachigen Materialien unterrichten soll. Ich meine: Wenn alle Lernenden dieselbe Ausgangssprache haben (etwa Deutsch), empfiehlt sich der Einsatz zweisprachiger Lehrwerke (etwa deutsch-arabisch). Wenn aber Lernende mit unterschiedlichen Ausgangssprachen zusammenkommen (etwa Türkisch, Deutsch, Englisch), dann sind sie mit einem einsprachigen Lehrwerk der Zielsprache (etwa Arabisch) besser bedient, bestenfalls ergänzt durch zweisprachige, separat erhältliche Glossare. Dann kommt es auch ganz entscheidend auf die bildliche Unterstützung des sprachlichen Inhaltes an.

Eine französische Nachrichtensendung von gestern nachmittag (France 2 actualitès)  machte sich die Mühe, genauer nachzuforschen, wie die bereits 40 saudischen Koranschulen auf ihre etwa 5000 britischen Schüler einwirken. Ergebnis: bereits junge britische Mädchen werden strengstens angehalten den Hikab (Ganzkörper- und Gesichtsverhülllung) zu tragen, die Scharia wird in Wort und Bild anschaulich gelehrt und ohne jeden kritischen Kommentar als verbindlich dargestellt.

So werden die Kinder und Jugendlichen in Wort und Bild ermahnt, man solle die Blutung stillen, wenn man einem Dieb die Hand oder – im Wiederholungsfall – den Fuß abgehackt habe. Auf Ehebruch hingegen wird den Kindern die Steinigung gelehrt, eine Stillung der Blutung erübrigt sich.

Das modern anmutende Lehrwerk ist einsprachig, also nur in Arabisch, jedoch werden die fremdsprachlichen Inhalte – etwa das Handabhacken – durch Zeichnungen anschaulich gemacht.

Ich hege keinen Zweifel, dass derzeit (oder demnächst) auch in Berlin und anderen deutschen Städten an Koranschulen mit derartigen einsprachigen arabischen Materialien unterrichtet wird.

Auch in Berlin ist die erste saudisch finanzierte Koranschule in konkreter Vorbereitung, zunächst für 400 Kinder. Die Schule wird nicht der Berliner Schulaufsicht unterstellt sein.

Man sollte nicht immer nur über „die Türken“ und ihre durch den türkischen Staat gesteuerten Islamverbände reden, sondern ebenso sehr auch über die stark anwachsenden arabischen Gemeinden, die in einigen Berliner Quartieren und Grundschulen bereits die Mehrheiten stellen und nach den Deutschen auch die Türken verdrängen.

„Sozialhilfe + Satellitenfernsehen + Scharia“ – diese Kombination entfaltet sich vor unseren Augen und mit saudischem Geld unterstützt mit bezwingender Kraft. Hier wächst eine machtvolle, arabisch geprägte Parallelgesellschaft heran. Geld ist in Hülle und Fülle da. Da gebe ich Hamed Abdel-Samad recht. Da können wir noch so viel über Ganztagsschulen reden und reden und reden.

Die Briten sind uns schon einige Jahre voraus. Uns steht es noch bevor.

Großbritannien: Handabhacken als Lehrinhalt an Koranschulen « DiePresse.com

 Posted by at 14:36
Nov 262010
 

Modern anmutende Unterrichtsmaterialien in arabischer Sprache werden mittlerweile den etwa 5000 Schülern der saudischen Koranschulen in Großbritannien angeboten. Panorama, die Reportagesendung der BBC, ließ sich erläutern, was die neuen Briten lernen und beherzigen sollen. Am 22.11.2010 wurde der Beitrag gesendet.

BBC News – Panorama finds anti-Semitic texts in schools

 Posted by at 18:12
Nov 262010
 

251120100801.jpg Gestern berichtete mir wieder einmal ein Bürger unseres Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, ihm sei kürzlich das Fahrrad gestohlen worden. Vor dem Rathaus, direkt von einem jener berühmten Kreuzberger Bügel weg. Ärgerlich! Und ebenfalls gestern beobachtete ich am Nachmittag, wie zwei Drogenhändler an dem Spielplatz in der Obentrautstraße kleine Päckchen Rauschgift an Jugendliche verkauften. Ärgerlich – zumal einige Eltern meiner Nachbarschaft sich nachdrücklich und in vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit für die Gestaltung des Spielplatzes in der Obentrautstraße eingesetzt haben. Wenn jetzt die Drogenhändler wiederkommen und sich das herumspricht, geht der Spielplatz den Kindern und Eltern als Aufenthaltsort verloren. Und gegenüber diesem Spielplatz gibt es eine Schlecker-Filiale, die geradezu regelmäßig von bewaffneten Räubern überfallen und ausgeraubt wird. Ärgerlich! Und seit drei Tagen versperrt in eben dieser Obentrautstraße ein Sofa den Fahrradweg (siehe Foto). Ärgerlich!

Und hinter meiner Wohnung hat ein Jugend-Hostel seine Diskothek eingerichtet. Wir hören oft noch spät die wummernden Bässe in unserer Küche. Und genau das – stört mich persönlich nicht! Dennoch hat gerade zu letzterem die BVV Friedrichshain-Kreuzberg  am Mittwoch einen Beschluss zu „verschärften Bedingungen für die Ansiedlung von Beherbergungsbetrieben“ gefasst. O Schreck! Die taz berichtet heute auf S. 21 darüber.

Machen wir eine Liste der Dinge, die den Bürger in meiner Straße stören oder stören könnten:

– viele Fahrraddiebstähle
– offener Drogenhandel auf dem Spielplatz
– viele Raubüberfälle auf den Drogeriemarkt
– 1 Sofa auf dem Radweg
– 1 Jugend-Hostel

Ich ordne mal nach Schwere der Störung! Am meisten stört mich die Serie an Raubüberfällen auf den Drogeriemarkt, danach kommt der offene Drogenhandel auf dem Spielplatz, dann die sehr häufigen Fahrraddiebstähle, dann das sehr seltene Sofa auf dem Radweg.

Ganz raus fallen lasse ich die Ruhestörung durch Hostels. Ich finde Hostels in Friedrichshain-Kreuzberg gut, ich freue  mich, wenn ich junge Menschen aus aller Herren Länder hier sehe. Die Lärmbelästigung finde ich nicht so schlimm, obwohl ich wie angeführt in meiner Wohnung persönlich betroffen bin. Mir sind Hostels tausendmal lieber als die berüchtigten Spielsalons, die häufig der Geldwäsche dienen.

Wozu ich das schreibe? Um nachzuweisen, dass der Bürger an verschiedenen Dingen Anstoß nimmt. Raubüberfälle und Drogenhandel auf Spielplätzen finde ich persönlich schlimmer als Fahrraddiebstähle, Fahrraddiebstähle wiederum schlimmer als Sofas auf Radwegen.

Hostels finde ich gar nicht schlimm, sondern gut.

Ich bin ja nur nur ein einfacher friedliebender Bürger dieses Bezirks. Ich fordere also die verehrten Damen und Herren Politiker zu etwas mehr Toleranz gegenüber Hostels und nächtlicher Ruhestörung, hingegen zu deutlich weniger Toleranz gegenüber offenem Drogenhandel, Raubüberfällen und Fahrraddiebstählen auf.

Es geschieht alles in dieser Straße!

Bezirk erschwert Hotelneubauten: Schlaf gut, Friedrichshain! – taz.de

 Posted by at 12:58

Stellt die New Yorker Freiheitsstatue die Jungfrau Maria dar?

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Nov 262010
 

„Die Auswanderungswilligen waren meist einfache, ungebildete Menschen, die sich sehr leicht täuschen ließen. Und die Agenten wussten genau, mit welchen Versprechen sie zu ködern waren. Den frommen polnischen Bauern etwa erzählten sie, dass die Statue, die sie in New York begrüßen würde, die Jungfrau Maria darstelle.“ Nach diesem Muster etwa verlief die Massenauswanderung aus dem alten Kronland Galizien, die Martin Pollack in seinem Buch „Kaiser von Amerika“ schildert. Harald Hartung berichtet darüber heute auf S. 34 der FAZ.

Ich glaube, man muss jeden Konflikt offen ansprechen, erst daraus kann sich irgendeine Weiterentwicklung ergeben.“ Diese zweifellos beherzigenswerte Aussage Martin Pollacks fiel mir soeben ein, als ich las, was kürzlich im Heimathafen Neukölln die beiden lustigen Streithanseln Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad vom Stapel gelassen haben. Hier geht’s zum Erlebnisbericht vom Stapellauf:

Der Untergang der Zivilisation – Berliner Zeitung

 Posted by at 12:13
Nov 252010
 

Die Sozialhilfeberechtigung  ist in Deutschland derzeit allein an den „gewöhnlichen Aufenthalt“ gekoppelt.  Wobei viele das mit dem „gewöhnlichen Aufenthalt“ recht großzügig sehen 🙂

Die Tatsache, dass jeder Ausländer, der drei Monate hier lebt, unmittelbar Anspruch auf die deutsche Sozialhilfe hat, ist sicher einer der Gründe, weshalb wir so eklatant hohe Sozialhilfequoten unter den Ausländern haben und sich diese Quoten auch weiterhin erhöhen. So leben nach amtlichen Angaben mehr als die Hälfte der Berliner Türken von Sozialleistungen, bei den Libanesen sind es über 80 Prozent – gestern geisterten 144% durch die Presse, das heißt, dass mehr in Berlin lebende Staatsbürger Libanons Sozialhilfe bezögen als hier gemeldet sind, was schwer zu glauben wäre.

Ein guter Vorschlag, den ich selber bisher nur zu denken wagte, kommt vom Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Prof. Thomas Straubhaar. Er schlägt Folgendes vor:  Kein Anspruch auf Sozialhilfe für Bürger anderer Staaten, aber erleichterte Einbürgerung, erleichterte Arbeitserlaubnisse! Das würde bedeuten, dass das entsendende Land weiterhin die Verantwortung für seine Staatsbürger behält.

Bedürftige Libanesen in Deutschland hätten dann sofort Anspruch auf die gesamte Fürsorge-Palette des Heimatstaates Libanon –  einschließlich aller Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, einschließlich aller Sozialversicherungsleistungen, die Libanon anbietet!

Dann müssten allerdings bedürftige Deutsche, die ohne Sprachkenntnisse als Arbeitslose in die Schweiz oder in die Türkei übersiedeln, ebenfalls Ansprüche auf die volle deutsche Sozialhilfe erhalten, statt der Schweizer oder der türkischen Armenfürsorge auf der Tasche zu liegen. Davon könnte man dann in Antalya den goldenen Sommertraum des Lebens in vollen Zügen genießen.

Wesentlich erschwerter Zugang ins Sozialsystem für Staatsbürger anderer Länder – erleichterter Zugang zur Arbeit und damit auch zur Staatsbürgerschaft!

Ich habe diesen Grundansatz immer gefordert.  Man müsste darüber offen diskutieren.

Zukunftsideen: Sozialhilfe für Ausländer aus Heimatland – B.Z. Berlin – Hartz IV, Deutschland, Ausländer, Integration, Regierung, Wirtschaft, Sozialhilfe
Wie das?

Wer als Schweizer, Türke oder Schwede neu nach Deutschland kommt und Staatsbürger seines Heimatlandes bleibt, soll den deutschen Staat als Sozialhilfeempfänger nichts angehen. Wer vier Jahre hier rechtmäßig lebt und arbeitet und gute deutsche Sprachkenntnisse erwirbt, müsste jedoch schneller als heute deutscher Staatsbürger werden können – mit allen Rechten und Pflichten und damit auch Ansprüchen an den deutschen Sozialstaat. Sonst bleibt er, falls er nicht selbst für sich sorgen kann, auf Unterstützung aus seiner Heimat angewiesen, was den Anreiz vergrößert, zurückzukehren.

 Posted by at 16:48
Nov 252010
 

25112010080.jpg Das exakte Gegenbild zur modischen Dauer-Prügelei auf die staatlichen Schulen liefern die zahlreichen Privatschulen, von denen die Süddeutsche Zeitung heute auf S. 13 berichtet.

Da die staatlichen Grundschulen Berlins keine klar erkennbaren Ziele mehr erreichen, da sie zunehmend als Besserungs- und Verwahranstalten für schwierige Sozialcharaktere meist ausländischer Herkunft geführt werden, weichen immer mehr bildungsbewusste Eltern auf Privatschulen aus.

Ich verstehe diese Eltern. Ich gehöre nach jahrelangem Kampf für die staatlichen Bildungseinrichtungen Berlins, also Kita und Schule, selber zu diesen Eltern, die mit dem Kind auf eine Privatschule gewechselt sind. Alle haben mir ihr Verständnis dafür ausgedrückt. Wir erziehen ja unser Kind nicht als Träger oder Opfer der Integration, sondern so, dass er immer stärker sein Leben selbstverantwortet führen und gestalten kann.

Dennoch sehe ich in diesem wachsenden Auseinanderklaffen der Schülerschaften eine große Gefahr für das weitere Auseinanderklaffen der Berliner Stadtgesellschaft insgesamt.

Einerseits die Mehrheit der Kinder in den Innenstadtbezirken, die von allen verwöhnt und gehätschelt und verachtet werden: „Ihr SEID ja so was von benachteiligt! Ihr BRAUCHT ja soviel Hilfe! Ihr braucht kein DEUTSCH zu können! Ihr WERDET ja sowieso lebenslang von Hartz IV leben.“

Andererseits die Minderheit von Kindern in den Innenstadtbezirken: „Strengt euch an! Lernt! Strampelt euch ab! Der Weltmarkt wartet! Ihr kriegt keinen Bonus, nur weil ihr aus Berlins staatlichen Grundschulen stammt!“

Die staatliche Überversorgung weiter Bevölkerungsgruppen mit Sozialhilfe und Stütze hat zur fast kompletten Spaltung  der Schülerschaft geführt.

Ich meine: Wir – die deutsche Gesellschaft – sollten klar sagen, dass wir von allen, die hier leben und Deutsche werden wollen, Fleiß, Anstrengung, Respekt, Sorge um den eigenen Lebensunterhalt erwarten. Wir wollen keine staatlich geförderten Sozialhilfekarrieren über mehrere Generationen, wie wir sie in Berlin zu Hunderttausenden erleben. Schon gar nicht von Angehörigen anderer Staaten, die keine Anstrengung unternehmen, ihren Lebensunterhalt selbst zu erarbeiten.

Bild: Schulweg heute.

Elite-Grundschule – Wettlauf der Sechsjährigen – Job & Karriere – sueddeutsche.de
Aber die BIP-Schöpfer, das Pädagogenpaar Gerlinde und Hans-Georg Mehlhorn, schreiben auch solche Sätze: „Die meisten Menschen scheitern nicht am Können, sondern am Fleiß.“ Oder: „Der erste Tag des ersten Schuljahres und auch der Schulzeit beginnt mit Unterricht und nicht mit Aufarbeitung der Kindergartenzeit.“

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Trägt der Staat die Alleinverantwortung für das Lebensglück der Kinder?

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Nov 252010
 

Sind der Staat und die Schule allein zuständig dafür, dass die Kinder zu glücklichen, klugen, selbstbewussten, verantwortlichen Jugendlichen und dann Erwachsenen erzogen werden?

Genau diese Frage drängte sich mir soeben nach dem Lesen der Süddeutschen Zeitung und der Berliner Morgenpost auf.

Liebe Blog-Leser! Lest selbst auch die Seite 18 in der heutigen Morgenpost! Die Schulen werden künftig benotet, sie stehen also unter verschärfter Beobachtung. Die Schulen müssen fleißiger werden, die Schulen müssen zeigen, was sie können. Sonst setzt es Strafen: Strafversetzungen für Minderleister unter den Direktoren, es gibt Verweise und Meldungen einer neuartigen Qualitätsbeauftragten – einer Mutter, die mit Argusaugen über die Schulen wachen wird.

Fehlverhalten und unentschuldigte Ausfallzeiten der Lehrer werden gnadenlos geahndet. Die Schulen werden einem verschärften Leistungsdruck ausgesetzt. Sie müssen sich dem Wettbewerb stellen. Eltern werden aufgefordert, ihre Ansprüche gegen die Schule offensiv durchzusetzen. Die Eltern  werden also aufgefordert, die Schulen zu beaufsichtigen und zu erziehen, damit die Schulen endlich ihrem umfassenden Erziehungsauftrag nachkommen.

Qualitätsverbesserungen – Schulen werden künftig benotet – Berlin – Berliner Morgenpost – Berlin

Ich halte das im Großen und Ganzen für – – – verkehrte Welt. Einzelnes mag gut sein, so etwa 8 Stunden verpflichtende, systematisch gestaltete Fortbildung für alle Lehrer. Insgesamt aber beobachte ich in Berlins Schulpolitik eine verheerende Tendenz, alle Leistungserwartungen auf die Institution Schule zu richten und den Schüler, oder besser gesagt: die Eltern und die Schüler von jeder Gelingenserwartung freizustellen.

Dieser Ansatz ist falsch. Man kann nicht Noten für Schüler abschaffen und wenige Jahre drauf Leistungsmessungen und Benotungen für Schulen einführen. Man kann nicht die Jungen und Mädchen von jedem individuellen, objektiven Leistungsvergleich fernhalten und zugleich die Schulen kollektiv zum Leistungsvergleich verpflichten.

Selbst die vielgeschmähte „sozialistische Einheitsschule“ der DDR und der Sowjetunion legte allergrößten Wert auf individuelle Leistung, auf Elitenförderung, auf Einhaltung von objektiv festgeschriebenen Leistungszielen. So sollten alle Kinder am Ende etwa der ersten Klasse in langsamem Tempo lesen und schreiben können. Und siehe da – fast alle konnten es. Auch die ach so migrantischen „Vietnamesenkinder“. Das haben mir Lehrer und Schüler aus der ehemaligen DDR berichtet, die sich im neuen Schulsystem „des Westens“ oft nur mit Mühe zurechtfinden.

Wer es nicht schaffte, wurde gezielt gefördert. Die Lehrer besuchten dann die Familien zuhause, gaben Ratschläge und Empfehlungen, wie die Eltern das Kind zu mehr Fleiß, zu mehr Anstand und Tüchtigkeit erziehen konnten. Durch starken Appell an die individuelle Leistungsfähigkeit, durch Appell an die Elternverantwortung gelang es in der DDR und der Sowjetunion, fast allen Kindern bis zum Ende des ersten Schuljahres Lesen und Schreiben beizubringen.

Anders heute in Berlin! Durch ständiges Einprügeln auf die staatliche Schule, durch Beaufsichtigen der Schuldirektoren und durch gegen die Lehrer verhängte Strafen gelingt es, die Schüler und die Eltern nahezu vollständig von jeder Verpflichtung zur individuellen Anstrengung freizusprechen.

Alte Tugenden wie Fleiß, Geduld, Wettbewerb der Kräfte und Respekt vor Lehrern haben ausgedient. Sie landen auf dem Müllhaufen. Dabei herrschte von Sokrates‘ Zeiten (4. Jh. vor Chr.) etwa bis 1968 n. Chr. in weiten Teilen Europas – auch im „Westen“ – die Meinung vor, dass Erfolg und Gelingen ohne eigenes Zutun des jungen Menschen nicht möglich seien.

Das Ergebnis ist bekannt:  Trotz besonders hoher Pro-Kopf-Bildungsausgaben liegt das Bundesland Berlin im Ländervergleich konstant auf einem der letzten Plätze. Bei uns in Kreuzberg können sehr viele Jugendliche am Ende des achten Schuljahres weder richtig lesen noch richtig schreiben. Sie werden dann weitergereicht an die jahrelange oder jahrzehntelange Nachbeschulung durch Firmen, Sozialhilfeträger, Gefängnisse, Integrationsmaßnahmen, Krankenhäuser, „Fortbildungs“-Einrichtungen und Suchtkliniken. Selbstverständlich alles durch uns wackere Steuerzahler finanziert.

Der Staat und die Schule werden im öffentlichen Bewusstsein der Stadt Berlin grenzenlos in Haftung genommen. Generationen von Sozialhilfeempfängern werden auf diese Weise aufgepäppelt.

Der Staat überhaupt und die Schule im Besonderen sind im Bundesland Berlin zur Geisel einer schrankenlosen Anspruchsmentalität geworden.

Dagegen hilft nur eine neue Kultur des Lernens, eine neue Kultur der individuell zu übenden Tugenden. Dagegen hilft nur, die Eltern aktiv als die entscheidenden Erzieher ihrer Kinder in die Schulgemeinschaft einzubeziehen.

Ich bin überzeugt: Die Eltern und die Schüler tragen die Hauptverantwortung für das Gelingen des eigenen Lebensentwurfes. Sie müssen es selber lernen. Schule kann beim Lernen helfen, muss beim Lernen helfen. Schule muss Mittel und Gelegenheiten des Lernens bereiten. Und das tut sie bereits!

Dieses Zeugnis bin ich bereit vor allen Qualitätsbeauftragten und Schul-Prüglern auszustellen.

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Nov 242010
 

Recht lehrreicher Artikel über Mehr-Generationen-Sozialhilfe-Familien, den sogenannten „Sozialadel“ heute im Tagesspiegel auf S. 7.

Ehemalige Flüchtlinge: Auf Hartz IV abonniert – Berlin – Tagesspiegel

7114 libanesische Staatsbürger leben in Berlin, davon erhalten 10300 Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch – also etwa 144 Prozent. Das ist unlogisch. Die statistische Erfassung unserer migrantischen Mitbürger ist fast unmöglich, das werden alle Sozialämter bestätigen. Es gibt offenkundig enorm viel Betrug und Schwindelei.

Logischer sind die Zahlen bei den in Berlin lebenden türkischen Staatsbürgern. Von den 105 000 in Berlin lebenden türkischen Staatsbürgern beziehen 56 000 Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch. Somit beziehen also etwas mehr als die Hälfte der Berliner türkischen Staatsbürger ihren Lebensunterhalt aus der deutschen Sozialhilfe. Eine alarmierende Zahl.

Noch einmal sei es laut und deutlich verkündet: Jeder, der seinen Aufenthalt auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland hat, hat damit auch Anspruch auf Sozialleistungen – Ausländer allerdings erst nach Ablauf von drei Monaten (siehe SGB II, § 7). Deutsche Staatsbürger im Ausland haben hingegen grundsätzlich keinen Anspruch auf Sozialleistungen – weder auf die Deutschlands noch auf die des Gastlandes.

Wir sind als Land schon verdammt attraktiv!

Georg Classen vom Flüchtlingsrat wird wie folgt zitiert: „Schließlich sind sie ja auch alle traumatisiert durch den Krieg im Libanon„. I wo. Woher bezieht er diese Kunde? Die allermeisten „Libanesen“ sind doch mittlerweile unter 25 Jahre alt – wie sollten die durch ein Ereignis traumatisiert sein, das 30 Jahre zurückliegt?

Das ist doch die fromme Mär, die uns immer wieder aufgetischt wird, um das exorbitant hohe Gewaltniveau zu beschönigen. Ein grotesker Irrtum.

Die Berliner „Libanesen“ sind für mich ganz normale Menschen. Viele haben die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, da sie ihre Pässe und Identitätsnachweise gezielt vernichtet haben. Die etwa 200.000 Libanonflüchtlinge, die um 1990 einwanderten, machen mittlerweile eine stark angewachsene Gemeinde in ganz Deutschland aus, wo jeder jeden kennt und auch bewacht. Statistisch sind sie überhaupt nicht mehr zu erfassen, aber in immer mehr West-Berliner Grundschulen bilden sie eine starke Minderheit, an einigen schon die absolute Mehrheit der Kinder.

Wenn diese Kinder nicht zu ganz normalen deutschen Staatsbürgern ohne Sonderbewusstsein erzogen werden, droht uns spätestens in 10-15 Jahren eine Zeitbombe an sozialen Problemen. Dann werden unsere Sozialetats noch einmal ansteigen und vielleicht 40 oder 50 Prozent der volkswirtschaftlichen Gesamtleistung betragen.

Die „Libanesen“ sollten spätestens jetzt die Arbeitserlaubnis bekommen haben. Die meisten sind übrigens Kurden ursprünglich türkischer Herkunft, die meisten sprechen einen arabischen Dialekt als Muttersprache, waren im Libanon keine Staatsbürger mit vollen Rechten.

Ich habe viele Gespräche mit ihnen geführt, kenne ihre Lage persönlich.

Mein Eindruck: Sie haben es sich über die Jahrzehnte hin recht behaglich eingerichtet, lassen von ihren selbsternannten professionellen Vormündern immer wieder die Legende von den „schwer traumatisierten Bürgerkriegsflüchtlingen“ auftischen. Unsinn!  Sie haben sich in ein nahezu undurchdringliches Gespinst aus Sozialhilfeexistenz, Legendenbildung und Anspruchsmentalität eingebürgert, an dem die Journalisten fleißig mitweben. In und von diesem wattigen Gespinst leben mittlerweile auch viele Sozialarbeiter, Familienhelfer, Bewährungshelfer, Flüchtlingsinitiativen usw.

Dieser Kokon aus Märchen und Mythen sollte endlich zerrissen werden, indem man die „Libanesen“ zum Arbeiten anhält, sie zu normalen „neuen Deutschen“ erklärt, die üppigen Sozialleistungen streicht und ansonsten die Menschen etwas weniger verzärtelt und verwöhnt und sie weniger allein lässt.

Sonst fahren sie mit uns weiterhin nach Belieben Schlitten.

Hier noch zwei kleine Tipps zur Vertiefung:

Zum Thema der angeblichen „Traumatisierung“: K. Heisig, Das Ende der Geduld,  Freiburg 2010, S. 85

Zum Thema „Unmöglichkeit einer statistischen Erfassung“: T. Sarrazin (Achtung, verfemter Autor, nur heimlich lesen!), Deutschland schafft sich ab,  München 2010, 1. Auflage, S. 302

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Nov 242010
 

24112010077.jpg Die WELT bringt heute in der Berliner Ausgabe auf S. 23 unter dem Titel „Senator Zöllner schickt alle Lehrer zur Fortbildung“ einen Bericht über verpflichtende Fortbildungsmaßnahmen für Lehrer – „zur Verbesserung der Schulqualität“.

Ich sag’s mal flapsig: Jetzt wird wieder mal auf den Lehrern herumgehackt. Das ist eindeutig die Tendenz: „Schickt sie in die Fortbildung, stattet sie mit interkultureller Kompetenz aus, die Lehrer sollen sich endlich an die Schüler anpassen.“

Einspruch, Einspruch, Einspruch!  Die ganze Fortbildungsmaschinerie, dieses beständige Testen und Kontrollieren wird kaum etwas bringen, solange einseitig den Lehrern der Schwarze Peter zugeschoben wird.

Die unleugbar niederschmetternden Bildungserfolge vieler Berliner Kinder haben meist mit mangelndem Fleiß der Schüler, mangelnder Lernbereitschaft der Schüler, mit ungenügender Erziehung der Schüler durch die Eltern zu tun.

Ich sage: An uns Eltern müsst ihr ran! Völlig zurecht setzt ein erfahrener Kreuzberger Politiker wie Cem Özdemir bei den Eltern an: „Die Eltern haben die Aufgabe, Deutsch zu lernen.“ Recht hat er. Das ist das eine. Endlich mal ein Kreuzberger Politiker, der von den Eltern etwas verlangt, statt immer nur auf die staatliche Bürgerversorgungswirtschaft (die Schule, den rot-roten Senat, das Sozialsystem) einzuprügeln.

Die Bilanz der frühkindlichen Bildung in Berlin ist desolat, darin ist der Bildungsstadträtin in Friedrichshain-Kreuzberg zuzustimmen.  Der Staat tut und ackert, was er kann. Kaum ein anderes Bundesland stellt so viel Geld für frühkindliche Bildung bereit wie das ach so reiche Berlin. Und die Eltern? Die ELTERN sind sehr rasch im Einfordern von noch mehr Geld, noch mehr Förderung, noch mehr Betreuung. Ein Irrweg!

Ich würde noch ein Schrittchen weitergehen und sagen: Die Eltern haben die Aufgabe, ihre Kinder so zu erziehen, dass sie vom ersten Schultag an dem Unterricht folgen können. Aber selbst zu den Elternabenden der Schule erschienen immer nur ganz wenige meiner Kreuzberger Miteltern.

Fast alle Berliner Kinder werden hier Berlin geboren, wachsen hier in Berlin auf. Die allermeisten Eltern hätten genug Zeit, um sich mit ihren Kindern mehrere Stunden am Tag zu beschäftigen. Die Eltern stehen in der Pflicht, ihre Kinder schulfähig zu machen.

Die Lehrer tun doch, was sie können! Ich bin selbst kein Lehrer, sondern bloß Vater. Ich fordere alle meine Mit-Eltern auf, sich so um ihre Kinder zu kümmern, dass unsere Kinder den Lehrern nicht so viel Kummer bereiten. Die Lehrer wollen doch, dass unsere Kinder etwas Gescheites lernen. Daran hege ich überhaupt keinen Zweifel.

Ich fordere eine verpflichtende Fortbildung für alle Eltern von Kleinkindern, mit Anwesenheitspflicht, und mit Sanktionen bei Nichterscheinen der Eltern bewehrt.

Inhalt: Was braucht ein Kind, um schulfähig zu sein? Wir Eltern haben es alle in der Hand.

Die Schuld am Bildungs-Misserfolg so vieler Berliner Schüler sehe ich ganz überwiegend bei den Familien – bei der ungeheuerlichen Anspruchsmentalität der Bürger und beim Sozialsystem, das zur Faulheit ermuntert.

Alle fläzen sich auf die Sofas, die der Staat überall bereitstellen soll. Der Bürger überlässt alle Lasten dem Staat.

Bild: Sitzecke in Kreuzbergs Obentrautstraße, aufgenommen heute.

mobil.morgenpost.de

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„Europäische Ideen“, „deutsche Werte“?

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Nov 232010
 

Immer wieder hört man von „europäischen Ideen“ wie etwa Freiheit, „deutschen Tugenden“ wie etwa Gründlichkeit, schwäbischen Tugenden wie etwa „Sparsamkeit“ reden.

Der postkoloniale Diskurs beispielsweise behauptet, die Kolonialmächte hätten „europäische Ideen“  in die unterjochten Völker getragen. Nach der Befreiung vom Kolonialismus müssten die unterdrückten Kulturen zu sich selbst zurückkehren und sich neu definieren. Sie müssten sich von den „“europäischen Werten“ reinigen. Hier ein beliebig gewähltes Beispiel für diese Sichtweise:

Post-colonialisme – Wikipédia
Le colonialisme a instauré dans le pays colonisé un système de valeurs fondé sur des idées européennes. Dans ce système de pensée était représentée la supposée supériorité du monde occidental. Après l’indépendance, les populations des pays libérés ont dû abandonner ce système de valeurs par lequel ils s’étaient toujours définis comme étant inférieurs. C’est pourquoi, afin de réaffirmer leurs origines et devant l’immense tâche de se reforger une identité ils ont souvent eu recours à des idées nationalistes. Cette étape est visible dans la littérature de ces pays.

Ich halte das Reden von „europäischen Ideen“ für missverständlich. Begriffe wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde, Demokratie sind zweifellos in Europa besonders stark und prägend ausgeformt worden. Dennoch sind sie nicht in Europa entsprungen. Sie entstanden in Auseinandersetzung mit anderen Kulturräumen. Europa bekannte sich nicht immer zu ihnen. Es gab in Europa nicht weniger Unfreiheit als in anderen Erdteilen auch.

Freiheit und Menschenwürde sind nur als universale Werte, nicht als „europäische Werte“ zu verstehen. Freiheit etwa ergibt nur dann einen Sinn, wenn sie gleichermaßen den Europäern wie den Nichteuropäern zugeschrieben werden kann.

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Nov 232010
 

Grünen-Parteitag: Urgrüne Themen und ein BMW-Schlüssel | Politik | ZEIT ONLINE
„Radikal reden kann jeder, wir streben Verantwortung an“

Ver-Ant-Wortung.

Ein großes Wort. Was bedeutet es?

Wer trägt Verantwortung? Wer trägt die letzte Verantwortung? Der Staat? Der einzelne? Die Familie?  Das Volk? Die Natur?

Verantwortung heißt, eine Ant-Wort geben zu können auf die Frage: „Was hast du gemacht? Was machst du? Was wirst du machen?“

Verantwortung wurzelt also in einem Wort-Geschehen.  Wer das gute Wort erwidern kann, wer sagen kann: „Das mache ich so. Das habe ich gemacht. Und dazu stehe ich“, der handelt verantwortlich.

Verantwortung braucht das Gegenüber. Sie braucht das Du. Wo kein Du, da keine Antwort.

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