“Lasset die Kleinen zu mir kommen!” Finnland, Lettland, Litauen, Estland, Polen, Tschechien, Slowakei – das sind die “Neuen” im Klub, der noch keine echte Gemeinschaft des Wortes ist, das sind die “jungen” EU-Völker, das sind die kleineren Volkswirtschaften, denen ich die Lösung dieser heillos verworrenen Euro-Krise am ehesten zutraue, die wohlgemerkt keine Europa-Krise, sondern eine Krise des Wortes ist.
Die Großen (insbesondere die sechs EG-Gründerstaaten von 1957) kriegen es ja offenkundig nicht gebacken. Sie schaffen es nicht, den Sinn und das Fundament der EU nachvollziehbar in der so dringend benötigten Gemeinschaft des Wortes auszusprechen. Wir hören Drohungen und Klagen und Widerklagen.
Ein beispielloser, ein jämmerlicher Niedergang, Euro-Krise genannt, ein Niedergang und Verfall des europäischen Geistes, der sich vor aller Augen abrollt.
Ihnen, uns, den alten Mitgliedsstaaten der damaligen Europäischen Gemeinschaften, den starken und großen Volkswirtschaften, ihnen, uns fehlt der Mut der Freiheit, ihnen fehlt das klare, lösende, befreiende Wort, das Erkki Tuomijoa, der finnische Außenminister nun endlich gesprochen hat.
This entry was posted on Freitag, August 17th, 2012 at 12:39 and is filed under Europ. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.