Jan 202015
 

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Ich atme Weite, Seeluft, Meer, Ahnung von neuen Ufern! Begeisternd. Die Stadt Barcelona ist ein gebautes Rästel.

La mar bella! Nur Dichter und Fischer verwenden die See, das Meer mit diesem weiblichen Artikel, sie ist das Wandelbare, das Immer-Rauschende, das Ewig-Hinanziehende, sie ist LA MAR. Für andere, für uns Normalbeschuhte, für Segellose ist es nur el mar, das Meer.

Siehst du hier den Agbar-Turm? Er scheint beschuppt, wie ein Fisch, fließend wie das Wasser erhebt er sich aus der Ödnis der ihn umgebenden Gewerbebrache. O Agbar! Du bist wie Leviathan! In dir spiegelt sich die glitzernde Gesellschaft der Jetztzeit. Du erhebst dein Haupt weit über uns. Leviathan, Herrscher der Meere, Herrscher über uns! Zu deinen  Füßen schäumt die Gischt auf, dich rührt es nicht einmal zu einem Lächeln. Endlos beschuppter, strahlend gleißender Bau!

Und wie klein wirkt daneben die Sagrada Família, die heilige Familie, die unvollendet ist, über der sich die Kräne drehen im endlosen Reigen. Sagrada Família, Du wirkst wie ein Streiholzschächtelchen neben den Türmen dieser Welt. Immer unfertig, immer im Werden, gleichst du eher einem inwendigen Bild als einem im Außen wirksamen Bau.

Salzwasser leckte mir Füße und Schuhe heute, La Mar bella! Die Jogger liefen und rannten, das Meer schwappte und rollte, die Dünung wogte.

 Posted by at 20:00

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