„Je les respecte… Ne les sifflez pas!“

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Mai 082017
 

„Ich respektiere sie … Pfeifen Sie sie nicht aus!“ Das ist der Unterschied zwischen einem nur großartigen und einem wahrhaft großen Redner. Die Ansprache des neugewählten französischen Präsidenten ist ein weiterer Beleg für die Tugenden des persönlichen Mutes, der Wahrheitsliebe, des Anstandes, der Zuversicht. Dies zeigt sich in jedem seiner Worte, von denen einige sicherlich zu erwarten waren, es zeigt sich aber vor allem in seiner vermutlich ungeplanten, nicht vorgefertigten Verteidigung derjenigen, die gegen ihn gestimmt und gegen ihn gekämpft haben.

„Ne les sifflez pas!“, sagt er, als seine Anhänger die Gegenkandidatin und deren Wähler ausbuhen.

Er verbittet sich die Beschimpfung und Verhöhnung seiner unterlegenen Gegnerin. Das ist vorbildlich, was Emmanuel Macron hier zeigt, sich gegen die Verteufelung, Kriminalisierung, Beschimpfung der Populisten zu verwahren. So etwas bräuchten wir in Deutschland auch. Es täte uns dringend not.

Ansonsten hervorzuheben – ungewohnt für deutsche Ohren und Augen, so in Deutschland ebenfalls undenkbar:  Erstens, das Fahnenmeer der Trikolore mit den Nationalfarben. Zweitens, der stete Bezug auf die Nation, auf den Nationalstaat Frankreich; der Nationalstaat ist und bleibt weiterhin jenseits des Rheins der entscheidende Bezugsrahmen; nur wer ja sagt zu Frankreich, ja zur Republik, der kann auch ja zu Europa, ja zur Welt sagen. Der Einsatz für die eigene Nation wird eingebettet und überwölbt vom Einsatz für Europa, für die Welt.

https://www.tf1.fr/tf1/elections/videos/discours-d-emmanuel-macron-louvre.html

 

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Esel, Hund und Affe, oder: „Wie alt möchtet ihr werden?“

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Jul 082013
 

2013-04-24 19.37.39 „Alter Mann, alter Mann, du bist ein alter Opa, und wir hassen dich!“ So sprangen einem alten Mann heute in einem Kreuzberger Hinterhof drei Kinder hinterdrein und äfften ihn kläffend mit Fratzen.  Wie sie auf den Spruch kamen, weiß er nicht. Vielleicht weil er bedächtigen Schrittes das Fahrrad schob, statt jugendlichen Schwunges zwischen den Kindern hindurchzubrausen wie alle anderen Radfahrer?

Der alte Mann wandte sich den Kindern zu: „Ja, ich bin alt, sehr alt. Hasst ihr denn alte Männer?“ Er bekam keine Antwort. „Wie alt möchtet ihr denn werden?“ Schweigen im Walde bei den Kindern! Damit konnten sie nicht rechnen.

Da wandte der alte Mann sich den Kindern zu und fing an eine Geschichte zu erzählen,  die er vor einiger Zeit auf freiem Felde unter dem uralten Standbild des  Herkules in Cassel im Vorübergehn gehört hatte. So ging sie:

Als Gott die Tier und Menschen erschaffen hatte, wies er einem jeden seine Lebenszeit zu. Dem Esel gab er 30 Jahre. Da beschwerte sich der Esel: „Ach, der strenge Müller vergilt mir meine Dienste schlecht. Er lässt mich schwere Maltersäcke schleppen, und wenn die krummen Beine nicht mehr mittun, jagt er mich davon. Erlass mir einen Teil!“ Da nahm Gott dem Esel gnädig 18 Jahre weg. Und deshalb werden Esel 12 Jahre alt.

Dem Hund wies er auch 30 Jahre zu, doch der Hund beschwerte sich: „Tag und Nacht soll ich dem Menschen wachen und Räuber verjagen, aber wenn ich nicht mehr bellen kann, wirft er mit Steinen nach mir. Schenke mir einen Teil der Jahre.“ Da erließ Gott dem Hund 12 Jahre,und deswegen sterben Hunde spätestens mit 18.

Dem Affen bot Gott auch dreißig an. Da beschwerte der sich und sagte: „Die Menschen setzen mir grundlos zu. Drück dich gegen eine Gitterstange, schneide ihnen Fratzen ohne Ende, sie werden dir die Ursache der ständigen Demütigungen des Affenvolkes nicht nennen. Es gibt keinen Ausweg. Ich verlange keine Freiheit von dir. Aber ich habe eine Bitte: Erlass mir einen Teil dieser Leidensjahre!“ Da schenkte Gott dem Affen gnädig zehn Jahre.

„Und wie viele Jahre möchtest du leben?“, fragte Gott den Menschen. „Reichen dir 30 Jahre?“ „Bei weitem nicht!“ erwiderte der Mensch. „Mit 30 stehe ich voll im Saft, habe Haus und Hof, Kind und Korn in der Scheuer, dann möchte ich das Leben genießen bis an ein seliges Ende! Gib mir mehr!“

„So sei es“, erwiderte Gott. „Also sollst du nach deinen 30 ersten Jahren, die du in Saus und Braus verleben darfst,  18 weitere Jahre ackern und rackern für Haus und Hof, für Kind und Korn. Danach darfst du die 12 Hundejahre erleben, in denen du mit Zähnen und Klauen verteidigst, was andere dir wegnehmen wollen. Und zum Schluss, wenn deine Geisteskraft nachlässt, wirst du zehn Jahre des Affen erleben, in denen jüngere Menschen und Kinder sich an deinen lächerlichen Ticks, an deinen Aussetzern und Fehlleistungen ergetzen können.“

Und so, liebe Kinder, geschah es, dass dem Menschen 70 Jahre beschieden sind, wenn es hochkommt.

Und nun frage ich euch: Wie alt seid ihr eigentlich – und wie alt möchtet ihr werden?

„Ich bin 5 Jahre alt und möchte 150 Jahre alt werden“, sagte das erste Kind ohne zu zögern.

„Ich bin 4. Und ich möchte 1000 Jahre alt werden“, sagte das zweite nach einigem Nachdenken.

„Und du? Wie alt bist du?“, fragte der alte Mann das kleinste Kind.

„Ich bin so“ – das Kind hielt ihm zwei Finger entgegen. „Du bist also zwei?“ „Ja, er ist zwei“, bestätigte der 5-Jährige.

„Und wie alt möchtest du werden?“ „So alt!“ Wieder zeigte uns das Kind die zwei Finger. Das Kind war offenbar in diesem Augenblick glücklich!

Der alte Mann und die Kinder kamen überein, dass gerade das zweijährige Kind schon „so gut wie ein dreijähriges“ spricht, läuft und zuhört, und  lobten es dafür. Und sie verabschiedeten sich im besten Einvernehmen. Die Macht des guten gelingenden Wortes hatte sie zu einer Erzählgemeinde zusammengeführt, und man sieht, dasz „die Weisheit auf der Gasse noch nicht ganz untergegangen ist“.

Bild: Das uralte Standbild des Herkules zu Cassel-Wilhelmshöhe. Aufnahme vom 24. April 2013

Zitatnachweis für: man sieht, dasz „die Weisheit auf der Gasse noch nicht ganz untergegangen ist“: Vorrede der Brüder Grimm vom 17. September 1840. Zitiert nach: „Vorrede“, in: Brüder Grimm. Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen. Herausgegeben von Heinz Rölleke. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2009, S. 15 bis 27, hier S. 26

 

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Furor impius, oder: Sollte man die Wörter „Tugendfuror“ und „Tugendfurie“ ausmerzen?

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Mrz 102013
 

2013-03-06 07.34.02

„Furor impius intus
saeva sedens super arma et centum vinctus aenis
post tergum nodis fremet horridus ore cruento.“

„Der ruchlose Zorn welcher drinnen
sitzt über die klirrenden Waffen, wird, gebunden mit hundert
ehernen Knoten hinter dem Rücken, knirschen mit blutigem Maul.“

Vergil verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, dass im Friedensreich des neuen Kaisers (=divus Julius) endlich der Zorn, der Furor des Krieges, ein für allemal gebunden und gefesselt sein wird.

Diese  von mir frei übersetzten Worte aus Vergils Aeneis kommen einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man liest, wie tugendfuriengleich Frauen hier bei uns in Germanien über einen Mitmann wüten: „Mit seinem Wort Tugendfuror hat er uns verletzt!“

http://www.stern.de/politik/deutschland/tugendfuror-praesident-gauck-im-sexismus-fettnaepfchen-1980370.html

Der Fall verdient Erörterung! Denn der Furor, lateinisch furor, ein männliches Substantiv  für „der Zorn“, erinnert in der Tat von ferne an furia, das lateinische Substantiv für die Rachegöttinnen, griechisch die Erinnyen.

„So was typisch Deutsches, eure langweiligen Debatten, ihr habt nicht mehr alle Tassen im Schrank, euch Deutschen haben sie was ins Frühstück gemischt, und für so was habt ihr Zeit?“, bestätigen mir una voce – einstimmig – meine ausländischen Freundinnen aus Ost und Süd und West und Mediterran.

Doch auch wir wollen den Frieden an der urgermanischen Sprachfront. Möge der ruchlose Zorn des Sexismus, der furor impius der Sexismusvorwürfe eingehaust und eingesperrt werden mit hundert Knoten und hundert Verboten!

Hier ein Kompromissvorschlag zur Besänftigung der urdeutschen Tugendfurien bzw. Tugenderinnyen: Mindestens das Wort Tugendfurie bzw. Tugendfurien  sollte man vorübergehend zu den verbotenen Wörtern rechnen. Tugendfuror – da männlichen Geschlechtes – würde ich derzeit noch nicht verbieten.

Im Kreuzberger Café Südblock gibt es bereits heute eine geschlechtsneutrale Toilette für Frau und Mann und die zahllosen Transgender-Menschen gleichermaßen. Dort, im Südblock, sollten wir einmal in aller Ruhe überlegen, welche weiteren ruchlosen Wörter man/frau auf die Liste der auszumerzenden Wörter zu setzen hätte.

Hier kommen weitere Vorschläge:

a) „Schwaben“. Ein ruchloses Wort! Denn „Schwaben“ lautet auf Russisch ein umgangssprachliches Wort für Deutsche, aber ebenso auch für Schaben oder Kakerlaken, wie mir Sprecherinnen des Russischen versichern. „У нас есть швабов на кухне. Wir haben Schwaben (=Schaben)  in der Küche“, sagt der Russe. Wenn also ein Schwabe das Wort Schwabe hört, könnte er sich verletzt fühlen, da die Russen, wenn sie Deutsch sprechen, unbewusst an Kakerlaken denken und somit ein negatives Vorurteil gegenüber den Schwaben bestärkt wird.

Möglicher Ersatz für Schwäbinnen und Schwaben: Alemanninnen und Alemannen.

b) „Russen“. Denn „Russen“ lautet auf Bairisch ein umgangssprachliches Wort für Schaben bzw. Kakerlaken, wie mir Sprecher des Bairischen glaubwürdig versichern. „Mir hom lauta Russn in da Kichn.“ Wenn also ein Russe das Wort Russe hört, könnte er sich verletzt fühlen, da die Baiern, wenn sie Deutsch sprechen, unbewusst an Kakerlaken denken und somit ein negatives Vorurteil gegnüber den Russen bestärkt wird. Möglicher Ersatz für Russinnen und Russen: Rossjaninen und Rossjanen.

Befund: Auszusondern sind nach jetzigem Stand folgende Wörter: „Furor“; „Furie“ samt allen Zusammensetzungen wie etwa „Tugendfurie“; „Schwabe“; „Russe“; noch nicht „Tugendfuror“

Zitat:
P. Vergilii Maronis opera, ed. Mynors, Oxonii, 1969, Aeneidos I, vv. 293-296
Bild: Ein Bild der Zerstörung! Die Furien einer deutschen Linde scheinen über dieses Automobil hergefallen zu sein! Aufnahme vom vergangenen Donnerstag. Berlin-Kreuzberg, Ecke Obentrautstraße/Großbeerenstraße
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Gewalt fängt in der Sprache an, oder: Na, heute schon gegendert?

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Nov 062012
 

Der Rapper Sido hat seine große Chance ergriffen und im österreichischen Fernsehen hinter bzw. nach laufenden Kameras dem Reporter Dominic Heinzl bescheinigt, seine Mutter sei eine Prostituierte, und das Argument schlagkräftig untermauert.

Eine beispiellose Karriere, die das Wort Hurensohn gerade im gesamten deutschen Sprachraum durchmisst!

Zu den verblüffendsten Gewalterfahrungen, die wir Eltern hier in Berliner Bezirken gemacht haben, gehört, dass  ältere Mädchen sich in Gruppen an einzelne kleinere Jungen unter 10 heranmachen, diese bespucken, schlagen und beschimpfen. Das gab es vor 10 Jahren aber noch nicht.

Ein jüdischer nichtdeutscher Vater, mit dem ich bekannt bin, beschwerte sich daraufhin bei der Mutter. Er wurde von der Mutter sofort als Rassist beschimpft.

Das Schimpfwort Rassist liegt auf 2. Position der beliebtesten Schimpfwörter.

„Hurensohn!“ ist derzeit mit Abstand das häufigste Wort, das dann fällt. Hurensohn ist weit häufiger als Rassist. Ich selbst habe es ebenfalls gehört, wurde selbst auch von Unbekannten ohne jeden Anlass im Vorbeifahren als Hurensohn bezeichnet.

Frauenemanzipation funktioniert!

Wo bleibt hier die angebliche Unterwerfung der Frau in Herkunftskulturen unter den Mann? Ich erlebe die Mädchen hier als sehr selbstbewusst! Die älteren Mädels schimpfen wie ein Mann, mindestens gegenüber kleinen Jungs vor der Pubertät.

Kürzlich rief ein zehnjähriger Junge im Laufe einer Prügelei mit den weit älteren und größeren Mädchen zurück: „Ihr seid selber Hurensohn!“

Grotesk, ein falscher Satz! Überlegt fein, liebe Kinderlein! Was ist die richtige Antwort auf diese Beschimpfung?

Ich weiß es nicht … Gibt es von Hurensohn ein Femininum? Oder muss mann „Schlampe“ zurückrufen?

Eines ist sicher: Es ist in weiten Kreisen von Berlins Jugendlichen eine erschreckende Verrohung eingetreten. Der Fall Jonny K. ist ein Beleg dafür. Ich würde Ausdrücken wie Hurensohn sofort entgegentreten. Migrantenbonus hin, Migrantenbonus her. Ich würde es nicht zulassen, dass ältere Mädchen einen einzelnen kleineren „unbeschnittenen“ oder „beschnittenen“ Jungen bespucken, schlagen und sich mit ihm prügeln. Da darf es auch keinen Migrantinnenbonus geben.

Dennoch wollen wir die Kirche im Dorf lassen: Die allermeisten Morde werden weiterhin von Männern begangen. Weltweit werden 90% aller Morde von Männern begangen. Die Gene sind ja bei allen Männern mehr oder minder gleich. Die sozialen und ethnischen Täterkreise bei schwerer Gewaltkriminalität bleiben im wesentlichen dieselben. Auch bei unseren Kreuzberger Morden der letzten Jahre waren es ausschließlich Männer, die andere Männer bzw. die eigene Ehefrau, die eigene Cousine, die eigene Schwester ermordet haben. Und zwar wegen verletzter Ehre. Auch hier sollte es keinen Migrantenbonus geben. Der eine Mörder kam nach zweieinhalb Jahren Jugendstrafe wieder frei – und mordete erneut. Hier in Kreuzberg. 200 Meter entfernt.

Es ist für mich als Betrachter unfassbar, wie ahnungslos der deutsche Staat massivste Frauenunterdrückung, Polygamie und Gewalt in migrantischen Kreisen deckt und finanziert. Wer spricht eigentlich noch davon? Solange die Presse da war, hielten sie alle im Kreuzberger Innenhof ihre Gesichter in die Kameras. „Frauen, holt euch Hilfe!“ Wer hat diese Schilder noch im Kopf?

An der „beispiellosen“, „rassistischen“ „Gewaltserie“, wo eine „rechtsterroristische Untergrundbande“ über „Jahrzehnte“ hinweg „zahllose“ „Massenmorde“ verüben konnte, haben sie alle einen Narren gefressen. Damit beweisen sie, dass Deutschland eine rassistische Gesellschaft ist, dass das deutsche Recht rassistisch ist.

„Das Problem heißt Rassismus!“ Mit dem Vorwurf, Deutschland sei ein „durch und durch rassistisches Land“, ein Land, in dem Migranten, Ausländer, Asylanten, Flüchtlinge „keinerlei Rechte“ hätten, bringen einige interessierte Kreise die Bundesrepublik Deutschland höchst gezielt in Misskredit. Sie stellen Deutschland in eine Linie mit Polizeistaaten wie etwa Iran, China, Saudi-Arabien oder Nordkorea. Sie bringen die Migranten gegen unser „rassistisches“ System, gegen unsere „rassistische“ Gesellschaft gezielt in Stellung.

Die kurdischen und die sonstigen Asylbewerber, die das Residenzgebot missachten, werden hier in Berlin gezielt eingesetzt, um den Binnenkonflikt der Türkei und die Konflikte anderer Länder nach Deutschland zu verpflanzen.

Die meisten deutschen Politiker der Linkspartei und der Bündnisgrünen merken gar nicht, vor welchen – meist türkischen – Karren sie hier gespannt werden. Sie merken nicht, dass der türkische Staat alles tut, damit wir Deutschen die Kurden, die Tscherkessen usw. endlich zu guten Türken umerziehen. Den deutschen Politiker Cem Özdemir nehme ich allerdings von diesen Vorwürfen ausdrücklich aus.

Zurück zur Ausgangsfrage:

Ein Femininum für Hurensohn brauchen wir nicht. Ich bin für Erziehung zur Gewaltfreiheit. Gewalt fängt in der Sprache an. Ich habe deshalb meinem Sohn Beschimpfungen wie Hurensöhnin oder Rassistin verboten.

Erziehung zur Gewaltfreiheit muss in der Familie und in der Kita, in der Schule und auf Spielplätzen einsetzen.

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Würde ER es mit seinem Lob der Mutter in eine Talkshow schaffen? Jamais!

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Okt 302012
 

Die gestrige Betrachtung führte uns zu drei Dichtern – Friedrich Hölderlin, Friedrich Schiller, Heinrich Hoffmann von Fallersleben – die es sicherlich heute nicht mehr in eine Talkshow schaffen würden. Sie wären in höchstem Maße politically incorrect. Mindestens müsste man große Teile ihres Schaffens aussondern und wegsperren. Und das geschieht ja auch mit furiosem Eifer und unerbittlichem Ingrimm. Denn alles, was mit Lob und Hochschätzung von Dingen wie „Mutter“, „Nichtablehnung der früher herrschenden Gender-Zuschreibung“, „Muttersprache“ und „Heimatland“ zu tun hat oder zu tun haben könnte, unterfällt bei uns in Deutschland seit etwa 1980 offenkundig einem Generalverdacht!

Doch muss und soll die Aussonderung von politisch unerwünschtem Gedankengut nicht an den Landesgrenzen haltmachen! In anderen Sprachen, in unseren Nachbarländern hat sich über 2 Jahrtausende hinweg ebenfalls viel Minderwertiges angesammelt, was dem heutigen Zeitgeist ins Gesicht schlägt! Ein vielgelesener Autor war z.B. in Frankreich Évariste Boulay-Paty. Auch er würde sicherlich sofort weggesperrt, wenn sich jemand unterstünde, das nachfolgende Gedicht über die Mutter der Familie öffentlich zu Gehör zu bringen, geschweige denn es in einer Talkshow zu verteidigen. Lest seinen Lobpreis auf die Mutter. Ich kann was damit anfangen, wenn ich auch den Seitenhieb auf die koketten Frauen, die „Rabenmütter“, die lieber anderweitige Eroberungen suchen, statt sich um die Kinder zu kümmern, etwas übertrieben finde. Ich distanziere mich hiermit  – höchst vorsorglich – von dieser Wortwahl des französischen Dichters.

Dennoch meine ich, dass das französische Gedicht nicht verboten werden sollte. Ich gebe zu bedenken, dass nicht alles, woran die Europäer einhellig bis etwa 1980 glaubten, grundfalsch gewesen sein muss. Und ein solcher Wert, an den alle europäischen Völker einschließlich der europäischen Juden und der muslimischen europäischen Völker (etwa der Bosniaken) glaubten, aber heute nicht mehr glauben, das war der unverzichtbare, der überragende Rang der Mutter und der Mutterliebe. Fragt sie selbst.

La mère de famille.

Elle serre en ses bras les fils qu’elle a nourris ;
Son être maternel se fond dans sa tendresse ;
Son regard est un soin, son geste une caresse ;
Son âme en ses baisers vient sur leurs fronts chéris.

Son chagrin, c’est leurs pleurs, son bonheur leurs souris ;
Elle ne songe point au monde, à son ivresse ;
Hors du cercle adoré qui l’entoure et la presse,
Dans son vaste horizon l’univers est sans prix.

Oh ! qu’elle est au-dessus de ces femmes coquettes,
Oubliant leurs enfants pour chercher des conquêtes !
Je la trouve admirable en sa noble beauté !

Dans l’ombre de la nuit le pur diamant brille ;
Chaste rubis d’amour, ô mère de famille,
C’est ainsi que tu luis dans ton obscurité.

Évariste Boulay-Paty.

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Okt 272012
 

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„Entschuldigen Sie, ich war eben achtlos …“, mit diesen freundlichen Worten sprach mich gestern um 8 Uhr der Fahrer eines schneeweißen BMWs an, als er mir mit seinem Auto den Radweg in der Obentrautstraße im heimischen Kreuzberg versperrte. „Was geht hier ab?“, dachte ich verwundert, zumal ich nicht wirklich behindert war. Dann fiel mir ein: Dies muss einer jener gut erzogenen, achtsamen „Kavaliere der Straße“ sein, von denen ich in Kinderjahren so oft in der Süddeutschen Zeitung las. Es gibt sie also auch heute, auch im wirklichen Leben! Eine schöne Erfahrung. „Aber das macht doch wahrhaftig nichts …“, sagte ich und winkte dem Autofahrer freundlich zu – etwas Besseres fiel mir nicht ein. Danke, dass Sie so vorbildlich sind. Allezeit gute Fahrt! Von heute an werde ich allen schneeweißen BMWs mit Sympathie begegnen.

Die gegenteilige Erfahrung machte ich am selben Tag gestern in der Nacht beim Nachhauseradeln in der Skalitzer Straße kurz vor der Kreuzung am Kottbusser Tor. Vor einem Club standen rauchend einige junge Männer zusammen. Ganz normale Kreuzberger junge Männer. Ich radelte nichtsahnend vorbei, selbstverständlich vorschriftsmäßig beleuchtet. Plötzlich trat einer der Männer aus der Gruppe hervor zur Straße und brüllte laut in meine Richtung: „Hurensohn!“ Fast wäre ich erschrocken, aber nur fast! Der Mann war sicher 2 oder 3 Jahrzehnte jünger als ich. Was mochte ihn an einem einzelnen Radfahrer so gereizt haben?

Was steckte dahinter? „Hurensohn“ für Männer und „Schlampe“ für Frauen höre ich häufig auf der Straße. Es scheint fast die neue Form der Kontaktaufnahme vieler Kreuzberger Jungmänner zu sein.

Was will ich damit sagen? Fußgänger sind nicht automatisch bessere Menschen als Autofahrer. Kreuzberger Autofahrer sind manchmal besser erzogen als rauchend herumstehende Kreuzberger Männer. Achtsamkeit, Höflichkeit und Respekt sind Eigenschaften, die immer gut ankommen!

Bild: Ein Herbstmoment im Kreuzberger Park am Gleisdreieck

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„Da speieten sie aus in sein Angesicht…“

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Okt 172012
 

Das bekannteste Bild von Andres Serrano ziert heute groß und farbenprächtig die Seite 13 der Süddeutschen Zeitung. Andreas Zielcke denkt über den Straftatbestand der Gotteslästerung nach.

„Da speieten sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten.“  So erzählt es der Erzähler in einem Werk, das noch vor wenigen Jahrzehnten in Europa gut bekannt war.

„Jetzt aber hoch schimpfieret“, heißt es in einem begleitenden Choral. Der bespieene, gedemütigte, der verspottete Mensch steht in der Mitte der Erzählung von Leiden und Sterben. Im Augenblick seiner tiefsten Erniedrigung – man könnte auch sagen: Entwürdigung – gewinnt er seine Würde zurück. Die Menschenlästerung leitet hinüber zur Tötung des Menschen. Und von dort zur Auferstehung.

Die Demütigung und Entwürdigung des Menschen schlechthin, die Schmähung des Propheten schlechthin steht im Zentrum der Bildlichkeit dieser einst Europa prägenden Religion, des Christentums. Diese Schmähung, diese Schande wurde in der Kunst tausendfach abgebildet: als Geißelung, als Schmähung, als Verhöhnung, als Kreuzigung.

Die Lästerung des Propheten ist in den Kern der christlichen Botschaft eingeschrieben und wird im Kirchenjahr an jedem Karfreitag rituell wiederholt und ins Gedächtnis gerufen. Das ist der große, der meines Erachtens unüberbückbare Gegensatz zu den in der Gläubigengemeinde, in der Umma anerkannten Regeln der Darstellung Mohammeds.

In wesentlichen, wenn auch nicht in allen Teilen der islamischen Traditionen wird jede bildliche Darstellung Mohammeds verboten. Der im Verlag C.H. Beck erschienene „Koran für Kinder und Erwachsene“ bringt  Bilder aus dem 15. und 16. Jahrhundert, in denen das Angesicht des auf seinem Burak reitenden Mohammed von strenggläubigen Muslimen nachträglich ausgetilgt wurde.

Die Darstellung des Propheten der Muslime in entwürdigender Schmähung erregt in den Gläubigen Empörung und Widerwillen, die sich in Ausnahmefällen bis zu Gewalttaten steigern kann, wie man eben heute auf Seite 3 desselben Blattes (Süddeutsche Zeitung) lesen kann.

Die Darstellung Jesu Christi in den Augenblicken höchster Entwürdigung und Schmähung ist hingegen Kernbestand der christlichen Bilderwelt, erregt im Gläubigen Verehrung und Annäherung.

Das heute in der Süddeutschen Zeitung abgebildete Werk von Serrano reiht sich in die Kette der Schmähungen und der Lästerungen ein, die das Christentum und seine Bilderwelt von Anbeginn begleiten. Der Christ erblickt im gedemütigten, im entwürdigten und verspotteteten Menschen das Angesicht Gottes.

Schön gezieret reimt sich im oben zitierten Choral O Haupt voll Blut und Wunden auf hoch schimpfieret.

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Sep 162012
 

Ein in vielen islamisch beherrschten Ländern bestehendes, nicht zutreffendes Vorurteil über Deutschland besagt, es sei immer noch ein christliches Land. Über die Christen wiederum kursieren in islamisch beherrschten Ländern denkwürdige Vorurteile, etwa, dass sie besonders grausam seien. Die bluttriefenden Gemetzel der christlichen Kreuzzüge sind im Bewusstsein aller orientalischen Muslime stets präsent und werden gern als Beleg für die besondere Blutrünstigkeit der westlichen Kultur angeführt. Diese unvorstellbare Grausamkeit der Christen sehe man aber auch daran, dass die Christen bei den heiligsten Handlungen Menschenfleisch äßen.

Der herrliche Film „Almanya – willkommen in Deutschland“ führt diese Vorurteile recht drollig vor. „Die Deutschen essen sogar Menschenfleisch!“ Ja ja, die Deutschen sind ein Volk von Menschenfressern, Hundeliebhabern und Straßenverkehrsmoralisten.

Kein Protestruf hat sich erhoben gegen die Darstellung der Deutschen als Volk von christlichen Menschenfressern. Im Gegenteil, das Lächerlichmachen und groteske Verzerren des Christentums gehört in Deutschland in den gehobenen Kreisen der Kulturschickeria durchaus zum guten Ton, und so bekam auch dieser deutschtürkische Film überall – auch in diesem Blog – beste Bewertungen.

Gern stellt man im aufgeklärten Deutschland die christlichen Kirchen als Ansammlungen prügelnder, knabenverführender Wüstlinge dar. Missbrauchsskandale werden breit ausgewalzt, über das karitative Wirken der Christinnen und Christen wird kein Wort verloren.

Dass ausgerechnet Jesus und das gesamte Neue Testament sich besonders eindeutig und vielfach wiederholt gegen jede Form der Gewalt ausgesprochen haben, wird regelmäßig unterschlagen.

Ein bekanntes Cover des Satiremagazins Titanic war ganz stolz darauf, dass es einen Vertreter der katholischen Kirche gesteigerter Lächerlichkeit preisgeben durfte.  Der karikierende Film „Das Leben des Brian“ wird überall gezeigt, seine Kenntnis gilt als unverzichtbar, wenn man sich als umfassend gebildet ausgeben möchte.

Zur Meinungsfreiheit in Demokratien gehört in meinen Augen zweifellos, dass man auch über Religionen herabwürdigende, beleidigende und unwahre Behauptungen verbreiten darf. The God Delusion, ebenfalls ein sehr erfolgreiches Buch des Autors Dawkins, ist im Grunde ebenfalls ein Ansammlung teils wahrer und teils frei erfundener, verzerrender Darstellungen über Judentum und Christentum.

In der deutschen und europäischen Presse, aber auch in Werken der Literatur wie etwa in Goethes Faust erscheinen sehr oft einseitige, verzerrende und herabsetzende Darstellungen des Christentums – wie ja auch vom Mittelalter an bis etwa 1945 sehr oft einseitige, verzerrende und herabsetzende Darstellungen des Judentums erschienen sind.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang die Sonderrolle, die dem Islam zuteil wird. Deutschenbashing und  Christentumsbashing auf allen Kanälen ist OK. Sobald aber ein verleumderisches oder beleidigendes Werk über den Islam erscheint, schrillen die Alarmglocken! Die Vertreter der staatlichen Obrigkeit werden in Deutschland nicht müde, sich in vorauseilendem Gehorsam vor aufgehetzten Mördern und Plünderern von allen Machwerken zu distanzieren, die den Islam oder die Muslime tatsächlich beleidigen oder beleidigen könnten. Nur nichts zulassen, was die Muslime beleidigen könnte!

Von Anfang an wurden nicht die Mörder etwa des amerikanischen Botschafters in Libyen als das bezeichnet was sie sind, nämlich gefährliche Verbrecher, und mit einem Einreiseverbot belegt, sondern die Schuld für die Ausschreitungen wurde oftmals ursächlich den Autoren eines völlig unerheblichen, am besten zu vergessenden  Films zugeschrieben, den zu sehen sich mutmaßlich nicht lohne. „Diese Menschen, die den bösen Film gemacht haben, gießen Öl ins Feuer!“ In den Ministerien denkt man nach öffentlichen Verlautbarungen über Aufführungs-Verbote missliebiger Filme und Einreiseverbote für einen missliebigen Pastor nach.

Statt offen, öffentlich und unmissverständlich für das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit jedes Menschen einzutreten, für das Recht der freien Rede in Bild und Ton zu kämpfen, gehen Vertreter des deutschen Staates vor den Plünderern und Mördern vorsorglich in die Knie. Niederschmetternd.

 Posted by at 19:57
Jun 062012
 

Der Mord an Semanur ist ein überaus grausames Verbrechen, das uns alle bestürzt und traurig zurücklässt. Unser Mitgefühl gilt der getöteten Frau, den Überlebenden, aber auch den dort lebenden Menschen. Was geschieht mit den Kindern in dem Haus? Wir – meine Familie und ich – kennen einige von ihnen, haben uns in der Vergangenheit ihrer angenommen, so gut es die Familien zuließen.

Ich kenne die sozialen Verhältnisse dieses Kiezes einigermaßen, da ich zu diesem Schuleinzugsbereich gehöre und unseren Sohn 18 Monate lang in die zugehörige Grundschule (Fanny-Hensel-Schule) geschickt habe. In dieser Zeit war ich auch stellvertretender Sprecher der Gesamtelternvertretung der Schule und lernte somit zahlreiche Familien kennen, übrigens auch solche aus dem Haus, in dem nun dieser Mord geschah.

So unfasslich und niederschmetternd dieser Mord auch ist, die sozialen Umstände, die eine solche Tat ursächlich begünstigen könnten, scheinen mir keinesfalls isoliert dazustehen. Diese Umstände sind immer wieder anzutreffen, sie treffen offenbar auch auf Orhan S. zu, der mir allerdings persönlich nicht bekannt ist, der aber – sofern Presseberichte zutreffen – geradezu ein Lehrbuchbeispiel für einen typischen Berliner Migrationsverlauf darstellt, und sie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

 

1)    Gezielte Ketteneinwanderung von zusammenhängenden Verwandtschaften von Türken und Kurden, teils türkischer, teils kurdischer, teils arabischer Sprache aus wirtschaftlich schwachen Gebieten der Türkei und des Libanon nach Berlin, insbesondere um die Jahre 1990/91.

 

2)    Später Nachzug von Bräuten ohne deutsche Sprachkenntnisse aus den türkischen und libanesischen Herkunftsgebieten, zu denen weiterhin Kontakt besteht. Nicht wenige Frauen werden von den Männern in den Wohnungen eingesperrt und dürfen zum Beispiel die Schule der Kinder nur mit Erlaubnis und unter Aufsicht des Ehemanns betreten. Deutsch sollen diese von ihren Männern unterdrückten Frauen nicht lernen. Sobald sie aufbegehren, gibt es Ärger.

 

3)    Der türkische Staat förderte und fördert offenkundig die Auswanderung dieser seiner Problemgruppen nach Libanon und Deutschland, entledigt er sich doch so vieler Tausender Menschen, die als nicht oder nur schwer integrierbar gelten. Über gezielte Abschöpfung der Sozialleistungen, häufig auch in Täuschungsabsicht, erfolgt andererseits ein gewisser erwünschter Rückfluss von Geld in die Türkei. Eine Absicht, sich über Arbeit und Leistung in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, konnte ich bei vielen Menschen nicht erkennen.

 

4)    Gezielte Unterbringung der weitverzweigt zusammenhängenden Gruppen in einigen Straßenzügen und Quartieren von Neukölln und Kreuzberg-West (darunter bei uns in Kreuzberg-West vor allem die IBA-Projekte am Westhafen, im Fanny-Hensel-Kiez).

 

5)    Die Familien leben seit vielen Jahren überwiegend oder ausschließlich von staatlichem Geld und informellen und illegalen Tätigkeiten. Das gut ausgestattete deutsche Sozialsystem begünstigt im Verein mit den Kindergeldzahlungen an die oft sehr kinderreichen Familien die Entstehung solcher geschlossener, wirtschaftlich durch den Staat gut abgesicherter Milieus, die sich nach außen abschotten. Ich konnte in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit meist keinerlei Bereitschaft erkennen, sich nach außen zu öffnen. Ich hatte meist das peinigende Gefühl, als deutscher Vater das isolierte migrantische Ghetto der Eltern zu stören, während die Kinder durchaus aufgeschlossen waren.

 

6)    Nicht wenige arabische, kurdische und türkische Männer pflegen Mehrfach-Ehen mit mehreren Frauen teils in Deutschland, teils auch länderübergreifend, und nutzen die so errungene ökonomische Macht. Die Frauen leben mit ihren Kindern von Sozialhilfe, die Väter gehen ihrer Wege und überlassen den Frauen die Kindererziehung. Das haben mir Frauen berichtet. Schläge und Drohungen gegen nicht wenige Frauen („Dich bring ich noch mal um“) gehören zum Alltag. Meistens sind sie nicht ernst gemeint, sondern gehören zur uralten Fluch-, Droh- und Schimpfkultur, die mitunter entlastende Ventil-Wirkung hat. Dies erklärt auch, weshalb die Nachbarn Semanurs trotz der Drohungen nicht eingeschritten sind. Da ohnehin viel gedroht und geflucht wird, weiß man nicht genau, wann es ernst wird.

 

7)    Etwas Ordentliches gelernt haben die meisten Männer aus diesen Bevölkerungsgruppen nicht. Sie hangeln sich von „Job“ zu „Job“, leben auf Staatskosten. Die Kriminalität ist hoch – besonders unter den Männern und den männlichen Jugendlichen. Viele Männer manövrieren sich in eine unhaltbare Situation: Schulden, Sucht, Sozialhilfe, Kriminalität, Doppelleben, psychische Störungen. Wenn dann irgendwann alles „sich zu verschwören scheint“, auch die eigene Ehefrau, dann brennen die Sicherungen durch. Dies könnte – ich sage: könnte – zu dem Mord geführt haben.

8 )    Der Mörder soll gerufen haben: „Allahu akbar!“ Deutung: Eine missbräuchlich-aggressive, antiwestliche Variante des Islams ist in Kreuzberg auf dem Vormarsch, die auch bereits an die Kinder weitergegeben wird. „Ih — Schweinefleisch“, ein Ruf, den ich selbst oft gehört habe, ist noch eine der milderen Ausprägungen, gezielte Gewalt gegen die wenigen nichtmuslimischen Schüler, ausgeübt von Jungen, aber auch von Mädchen, wurde mir ebenfalls glaubhaft aus unterschiedlichen Quellen berichtet. „Ich werde nur verprügelt, weil ich Christ bin“, war im Gang der Schule zu hören.

 

Was ist zu tun?

 

1)    Klare Analyse der sozialen Verhältnisse! Man muss die Dinge benennen, wie sie sind, muss erkennen, dass das Bundesland Berlin jahrzehntelang über das verschwenderische Sozialsystem und Misswirtschaft in der eigenen Verwaltung ein sehr robustes, nach außen fast hermetisch abgeschottetes, ökonomisch sehr üppig ausgestattetes  Sondermilieu hat heranwachsen lassen, das sich aus sich selbst heraus kaum auflösen, sondern die Staatsausbeutung fortsetzen wird.

 

2)    Gutwillige Kräfte der Zivilgesellschaft einbinden und stärken – etwa die Neuköllner Männer-Initiative Kazim Erdogans, den Verein Morus 14, die Stadtmission in der Bernburger Straße mit ihrem Projekt Velofit.

 

3)    Finanztransaktionen offenlegen, den weit verbreiteten Sozialbetrug konsequent aufdecken und bekämpfen.

 

4)    Identifikation mit Deutschland fordern und fördern – etwa im Sinne der Neuen Deutschen eines Badr Mohammed. Deutsche Sprache als Mittel der Integration nutzen.

 

5)    Jeder Mensch, ob Verbrecher oder nicht, Ausländer oder nicht, religiöser oder nicht, soll sich angenommen und ernstgenommen fühlen. Deshalb das Gebot der jüdisch-christlich-muslimischen Nächstenliebe unermüdlich vorleben und predigen.

 

6)    Persönliche Vorbilder setzen und herausstellen! „Ich möchte ein Vorbild sein!“ (Sozialsenatorin Dilek Kolat, Klasse!).- Die Begegnung mit persönlichen Vorbildern – sowohl Männern wie auch Frauen – ist unersetzlich.

 

7)    Schulpolitik: PFLICHTEN viel mehr in den Herzen und Köpfen verankern. Die Kinder müssen erfahren:  „Ich habe Pflichten hier in Deutschland, die ich erfüllen muss. Pflichten gegen mich selbst, gegen meine Nächsten, Pflichten gegenüber der Gesellschaft und dem Staat. Nicht lügen. Nicht betrügen.“

    

     Die ganze Berliner Schuldebatte kreist endlos um Rechte und ANSPRÜCHE der Bürger an den Staat, die das Bundesland Berlin nie und nimmer wird erfüllen können, was wiederum die Bürger ermuntert zu sagen: „31 Schüler in einer Klasse – UNERHÖRT! Ja, wenn der Staat uns so wenig Geld gibt, kann ich auch nichts machen“  – ein verheerender Teufelskreis!

 

8 )    Polizei und Justiz in der Repression der Kriminalität unterstützen.

 

9)    Über den Bund: Sozialsystem so fit machen, dass es auch noch in 10 Jahren finanzierbar bleibt. Mehr Betrugssperren einbauen.

 

10) Die Knaben und die jungen Männer müssen beizeiten erzogen und notfalls auch gezwungen werden, etwas Ordentliches zu erlernen, damit sie später  ihre Familien selbst ernähren können. Jede Aussicht auf Sozialhilfe muss ihnen genommen werden.

 

Möge der abscheuliche Mord ein Anlass für uns alle in Kreuzberg und in Berlin sein, näher zusammenzurücken, einander beizustehen, Mitgefühl und Mit-Trauern walten zu lassen und in Tat und Wort dafür zu arbeiten, dass so etwas Schreckliches nicht wieder geschieht.

 Posted by at 22:17

Worauf wurzelt die Europäische Union?

 Anspucken, Europäische Union, Sündenböcke, Volksverdummung, Was ist europäisch?  Kommentare deaktiviert für Worauf wurzelt die Europäische Union?
Mai 212012
 

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Betrachte dieses Bild! Du siehst einen jungen Baum, der zum Schutz vor Ungeziefer mit einer Kalklösung bestrichen ist und durch drei Pflöcke in seinem Wachstum gestützt wird. Ich sah ihn heute vor dem Frühstück, als ich mit meiner Familie durch den Kreuzberger Park am Gleisdreieck joggte. Der Baum wurzelt in der Erde, sie ist sein Wurzelgrund und Fundament. Zum besseren Wachstum ist er gehegt, geschützt und gestützt durch die drei Pflöcke. Die Pflöcke sind sozusagen stützende Säulen, aber nicht tragende Säulen. Der Baum könnte wahrscheinlich auch ohne die stützenden Säulen überleben. Ohne ausreichenden Wurzelgrund aber könnte er nicht überleben.

Worauf wurzelt Europa? Was sind die tragenden Fundamente der Europäischen Union? Herr Steinbrück gab gestern bei Günter Jauch in einer Euro- oder Euro(pa)-Talkshow eine gute Antwort: „Unabhängige Gerichte, Sozialstaat, Trennung von Staat und Kirche, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Aufklärung – das ist Europa, …“, und ich ergänze, Herr Steinbrück: soziale Marktwirtschaft statt staatlicher Zwangsbewirtschaftung  …  Richtig so, Herr Steinbrück, so steht es ja auch in den Lissabonverträgen – und genau DAS könnte man auch ohne den Euro haben. Und das hattten wir auch schon ohne den Euro. Völlig verkehrt ist es also, den Euro zum „Fundament der weiteren  europäischen Integration“ zu erklären, wie das die Staats- und Regierungschefs der EU am 09.12.2011 hochoffiziell taten.

Ich meine: Der Euro ist „eine Säule“, eine wichtige, zu bewahrende Säule, ein stützender Pflock, aber eben keine „tragende“ Säule der europäischen Integration. Denn das würde ja bedeuten, dass die EU-Länder, die den Euro noch nicht haben oder haben wollen, schlechtere Europäer wären. Es ist falsch, den Euro (das GELD) zur entscheidenden Klammer Europas zu erklären. So war es 1955 auch irrig zu glauben, die Europäische Verteidigungsgemeinschaft EVG (das SCHWERT) müsse das entscheidende Fundament der Europäischen Integration werden. Ein Irrtum, den selbst Konrad Adenauer, der ihm auch erlag, im Nachhinein zugeben musste.

Ansonsten war’s gestern beim Jauch eine gute Debatte zwischen den beiden innigen Parteifreunden, in der der leibhaftig anwesende Unnennbare nur selten und nur ganz wenig beleidigt wurde (Steinbrück: „Bullshit, was Sie da sagen“ usw.) Das ist ja schon mal etwas.

Merke: Eine minimale Dosis Sarrazin-Bashing ist fürs politische Überleben heutigentags unabdingbar. Anders gewendet: Sarrazin-Bashing ist eine tragende Säule des Überlebenskampfes in der öffentlichen Arena. Selbst Joachim Gauck hat dieser neuen, allerdings unverzichtbaren Disziplin pflichtgemäß seinen Tribut gezollt. Erst danach konnte er zum Bundespräsidenten gewählt werden. Wir müssen Herrn Sarrazin dankbar sein, denn der Widerspruch gegen ihn stiftet Einigkeit aller mannhaften Demokraten.

Und sonst? Wohin führt das Gleichnis?

Der Euro, der 80.000 (oder mehr?) Seiten starke acquis communautaire, die GAP, der EFRE, die Strukturfonds und wie sie alle heißen, sie sind gärtnerische oder stützend-pflegende Maßnahmen, die nötig oder sinnvoll, wichtig oder tauglich sind. Aber sie sind stets offen zu halten für veränderte Bedingungen. Sie sind nie in Stein gemeißelt.

Unbedingte Achtung der Menschenwürde, Anerkennung der Menschen- und Bürgerrechte, Pressefreiheit, Gewaltentrennung, Sozialstaat, freie Marktwirtschaft, Ablehnung der staatlichen Zwangsbewirtschaftung, parlamentarische Demokratie, das Prinzip der Subsidiarität und der Solidarität – all das gehört zum unverzichtbaren Wurzelgrund der Europäischen Union. Die vorher genannten stützend-gärtnerischen Maßnahmen hingegen müssen dem Baum das Gedeihen und das Wachstum ermöglichen. Sie haben dienende, stützende, nicht fundierende Aufgaben.

 Posted by at 10:11