Jan 302019
 

„In der Ökologie werde kein Deutscher über seinen Willen hinaus zu irgend etwas verpflichtet!“ Die Berliner oder auch die Deutschen sind nicht bereit, freiwillig die verhängten Parkverbote einzuhalten und damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Die Hauptstraße in Schöneberg, die ich gelegentlich entlangradele, weist über einige Kilometer eine Busspur aus. Es geht darum, die verordnete 30-km/h-Höchstgeschwindigkeit in ihrer Wirkung auf die Luftqualität zu überprüfen und zugleich den Busverkehr als weniger luftbelastende Verkehrsform zu beschleunigen. Denkste, Pustekuchen, trotz ständiger Überwachung ist die Busspur ständig zugeparkt! Dieses Foto zeigt drei Fahrspuren der Schöneberger Hauptstraße: ganz rechts die wie üblich dauernd zugeparkte Busspur, in der Mitte die vorübergehend zugeparkte erste Fahrspur, ganz links die zweite Fahrspur, auf der sich wie so oft ein Stau gebildet hat.

Ich meine, es hat überhaupt keinen Sinn, irgendetwas zum Thema Klimaschutz oder Luftreinhaltung von uns deutschen Bürgern zu erwarten. Beweis: Die Starts und Landungen an deutschen Flughäfen nehmen seit 5 Jahren mit wachsenden Wachstumsraten zu.

https://www.tagesschau.de/inland/luftverkehr-107.html

Dabei ist nachgewiesen, dass der Flugverkehr unter allen vermeidbaren CO2-Quellen die größte Last an klimabeeinflussenden Abgasen emittiert! Ein einziger Mittelstreckenflug emittiert pro Passagier so viel CO2 wie ein kleiner PKW, der das ganze Jahr über genutzt wird.

Die Deutschen wollen mehrheitlich einfach keinen Klimaschutz, jedenfalls sind sie nicht bereit einen eigenen Beitrag zu leisten.

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Mrz 082011
 
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Nächstes Thema in der Reihe „Politik selber machen!“: Donnerstag, 10. März (2): „Sub-Metropole Kreuzberg. Pfade zu einem ökologischen Tourismus in Kreuzberg“. Wie kann man den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor in Kreuzberg stärken und zugleich die Interessen der Anwohner berücksichtigen? Donnerstag, 10.03., 18 Uhr, Wirtshaus Stresemann, Stresemannstraße 48

Ein wichtiger Pfad zu einem ökologischen Tourismus wäre – ein System an Wegen und Pfaden! Wurde bei der IBA angedacht und ist dann versandet. Leider! Wir brauchen ein Pfade- und Wegsystem für den sanften Tourismus in Kreuzberg! Kreuzberg kann man zu Fuß erwandern und mit dem Rad erfahren!
In Augsburg gibt es so etwas bereits! Ein System an Fuß- und Radwegen für Touristen aus aller Herren Länder! Und diese Stadt ist etwa so groß wie Friedrichshain-Kreuzberg!

Bild: Typischer Radweg in Kreuzberg am Mehringdamm vor der beeindruckenden Kulisse eines schlossartigen Gebäudes, des Finanzamtes

Kreuzberg und die Touristen: „Das ist nicht mehr unser Wrangelkiez“ – Berlin – Tagesspiegel

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„Wir werden erreichen, woran wir glauben!“

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Okt 132010
 

Älteste germanische Dichtung – noch unbefleckt vom Christentum – preist hymnisch den Wald als Urstätte des Glaubens. Holz lautet ein alter Name für Wald.

Phol ende Uodan fuoran zi holza …

Das ist:

Phol und Wotan fuhren in den Wald…

Da brach sich das Pferd ein Bein! Was tun?  Ein Zauberspruch ist schnell zur Hand:

Ben zi Bena, gelid ze gelida – so entsteht der neu Fug der Natur, Wotans Ross wird durch die magische Beschwörung der Kräfte des Waldes geheilt.

Dieser starke Glaube an die Kraft der Natur, das Kämpfen gegen Baumfrevel und Verletzung der heilgen geweihten Erde, das Hinwallen zu  Walstätten, das grimme Anrennen gegen den Feind und die Übermacht, das trutzige Aufbäumen gegen den Staat – das alles lässt sich trefflich aus den Bildern herauslesen, die der Tagesspiegel veröffentlicht.

Die Kraft germanischen (besser: suebischen) Volkstums gegen  tobt ingrimmig gegen die Macht des Staates! Man glaubt sich in die Zeiten von Cäsars De bello gallico zurückversetzt: Die Germanen (die gefürchteten Sueben) schlugen mit Äxten und Knüppeln die technologisch weit überlegenen Römer in die Flucht.

Der pagane Kult der Natur, die tobende Kraft des Volkes wird gegen die weltliche Macht des Staates in Anschlag gebracht.

Das ist das gleiche Grundmuster, mit dem in den dreißiger Jahren die Wahlen in Italien und Deutschland gewonnen wurden: Das morsche, frevlerische System der Demokratie wurde durch kraftvolle Hiebe des Volkes, das sich einte zu grimmer Wehr, zu Fall gebracht.

Auch die Faschisten trieben einen innigen Kult des Volkes, des Bodens, des Waldes, an dem sich die feigen Demokraten des Weimarer Systems mit ihren gedungenen Richtern vergangen hätten.

Die Faschisten und die Nationalsozialisten begingen bereits in der parlamentarischen Demokratie einen Rechtsbruch nach dem anderen, wobei sie sich stets auf die Kraft der Natur und die Würde des Volkes beriefen – und fast niemand hinderte sie daran. Aber die Faschisten und die Nationalsozialisten waren doch Verbrecher.

Hier ein paar der religiös wabernden Schlachtrufe und Glaubensbekenntnisse von den Transparenten der Bahnhofsgegner:

„Wir werden erreichen, woran wir glauben!“

„Nazi-Methoden!“

„Mörderbande!“

„Erst sägt ihr unsere Bäume ab, dann sägen wir euch ab!“

„Wo Unrecht Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“

Das sind einige der Urlaute, die sich auf den Transparenten der Bahnhofsgegner Bahn brechen.

Gefährlicher, paganer Un-Fug ist das!

Fotostrecke: Proteste gegen Stuttgart 21 – Fotostrecken – Mediacenter – Tagesspiegel

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Aug 192010
 

18082010006.jpg18082010005.jpg Ein erster Spielplatzbesuch am Viktoriapark in Kreuzberg zeigte gestern frische, vor der Abreise unbekannte Graffiti: alle Hinweistafeln, in denen der Schutz der Grünflächen gefordert wird, waren durch weiße Farbe, durch Übersprühen und Bekleben unkenntlich gemacht.

18082010001.jpg Was Graffiti und Beschmierungen angeht, plädiere ich für eine Null-Toleranz-Politik.  Jedes Graffito sollte sofort entfernt werden, am besten durch die Verursacher selbst, ersatzweise durch Bürger – z.B. Schulkinder oder Arbeitslose – in Arbeitseinsätzen außerhalb der Unterrichtszeit, ansonsten notfalls eben auf Kosten der Steuerzahler.

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Dann fehlt halt das Geld – etwa für Bildung und Erziehung –  an anderen Stellen. Wenn Graffiti stehen bleiben, folgt bald die erste eingeschmissene Scheibe, dann bleiben die beeindruckenden Müllberge nach den beliebten Grillfesten unserer beliebten Mitbürger liegen.

Das Grillverbot im Viktoriapark halte ich für goldrichtig.

Hinweisschilder sind wichtig, um den Grünflächenschutz unserer Grünanlagen durchsetzen zu können. Schilder und Gebote sind wichtig für den Umfeldschutz. Wo kein Umfeldschutz möglich ist, kann man den Umweltschutz gleich vergessen, ganz zu schweigen vom Klimaschutz.

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Nachhaltigkeit von der Person her wachsen lassen!

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Jul 082010
 

Als erklärtem Umweltschützer liegt mir stets an einem guten Verhältnis zur Partei Die Grünen. Denn in der Tat war es die Partei Die Grünen, die dem Natur- und Umweltschutz  größeres Gewicht in der Hierarchie politischer Ziele verschafft hat.

In manchen Zielen, in manchen  Methoden weiß ich mich völlig im Einklang mit den Grünen: Förderung des Fuß- und des Radverkehrs, Schutz seltener Pflanzen- und Tierarten, Förderung der regenerativen Energien.

Aber bei den Diskussionen mit den Grünen zeigt sich immer wieder auch der Unterschied zwischen den Grünen und einem stärker von der Person her denkenden Politikverständnis, wie ich es bevorzuge. Mein Politikverständnis geht von der Person aus. Was bedeutet das? Klimaschutz ist wichtig. Jeder kann etwas beisteuern. Ein Bürgermeister, der auf den Dienstwagen verzichtet und stattdessen Rad fährt, ist vorbildlich.  Aber die Grünen pflegen darüber hinaus ein staatsverquicktes, vom lenkenden Staat ausgehendes Politikideal. Der Staat schreibt also etwa ein übergeordnetes Klimaschutzziel vor: 50% CO2-Einsparung bis 2020, gemessan an 1990. Dieses Einsparungsziel wird dann von „oben nach unten“ durchgereicht. Was der einzelne tut, ist zweitrangig, solange nur das übergeordnete Ziel erreicht wird. Ein solcher lenkender Umweltschutz-Staat muss stark sein, er braucht die Machtmittel, um seine moralisch gebotenen Ziele und Vorschriften durchzusetzen. So kann er etwa anordnen, dass alle Altbauten einem Programm zur energetischen Sanierung zu unterziehen sind, dass also alle älteren Gebäude den „Pullover“ an Wärmedämmung übergestreift bekommen. Dann braucht der Staat aber auch die Machtmittel, also die finanziellen Mittel, um diese Anordnung durchzusetzen – etwa durch Steuervergünstigungen oder Zuschüsse.

Woher nimmt er dieses Geld? Von den Bürgern. Er muss unter Umständen die Steuern erhöhen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Das Einhalten der von oben herab auferlegten Klimaschutzziele wird zu einer Machtsteigerung des Staates führen, da er über mehr Geld, mehr Mittel und mehr Einfluss verfügen muss, um zusätzliche Ziele zu erreichen.

Ich meine hingegen: Was der einzelne, der einzelne Mensch, das einzelne Unternehmen tut, ist von erstrangiger Bedeutung. Der Klimaschutz soll von unten her wachsen, im wesentlichen auf dem Wege der Einsicht in das wirtschaftlich Vorteilhafte und der freiwilligen Selbstverpflichtung. Wenn immer mehr Menschen sich den berühmten wärmenden Pullover anziehen, wird man die Temperatur in beheizten Räumen auf 19 Grad absenken können. Wenn immer mehr Menschen mit dem Rad statt mit dem Auto fahren, werden die verkehrsbedingten Emissionen, die etwa 30% der Treibhausgase verursachen, zurückgehen. Der Mensch wird freier, die Luft wird besser, das gesamte städtische Umfeld wird aufgewertet. Die Stadt der kurzen Wege kann entstehen. Doch sie kann nur von unten her wachsen, weil und wenn die Menschen sie wollen.

Die Menschen übernehmen Verantwortung.  Sie treffen pragmatische und moralische Entscheidungen nicht aufgrund staatlicher Anordnung, sondern aufgrund eigener Einsicht in die wohlverstandenen eigenen Interessen und die Interessen des Ganzen. Gegenüber dem Staat behaupten sie eine Sphäre der Entscheidungsfreiheit, in die der Staat nur ausnahmsweise eingreifen soll.

Die Grundsätze der Nachhaltigkeit sollen von unten her, von der jeweils untersten Ebene, von der Graswurzelebene her aufwachsen.

 Posted by at 15:19
Jun 242010
 

Frage nicht, was DIE POLITIK für den Klimaschutz tun kann, sondern frage, was DU für den Klimaschutz tun kannst.

Heute ist der Johannistag, der 24. Juni. Johannes, der Mann des Umdenkens. „Denket um!“ Das war seine ganze Botschaft. Das gefällt mir. So meine ich auch: Man muss den Klimaschutz vom Himmel runterholen auf die Beine der Menschen.

„Den Himmel überlassen wir
den Pfaffen und den Spatzen!“

So der unverbesserliche Heinrich Heine.

Klimaschutz, der das Denken und den Lebenswandel der Menschen nicht verändert, Klimaschutz, der die Menschen nicht freier, glücklicher, freundlicher macht, wird sich nicht vermitteln lassen.

Die Jungs in Friedrichshain-Kreuzberg werden weiter von tiefergelegten BMWs und VW Touaregs träumen. Die Mädels werden weiter ihren Wodka Absolut in sich reinschlürfen, erst zuhause beim Vorglühen, dann beim Chillen auf der Admiralbrücke bis 2 Uhr nachts.

Die Großen, also die Politik haben es nicht geschafft. Die Kopenhagener Klimakonferenz im Dezember 2009 scheiterte. Die Wende zur Nachhaltigkeit ist noch nicht geschafft. Sie muss von unten kommen.

Gerade der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hätte alle Chancen, um endlich die Wende zur Nachhaltigkeit einzuleiten. Warum ist es nicht geschehen?

Die Nachhaltigkeitswende im Bereich Familie, Finanzen, Bildung, Verkehr, Klimaschutz. Diese 5 Felder sind es, an denen sich nachhaltige Politik erweisen wird.

Wir haben die schönsten, die besten, die zukunftsfähigsten Schätze, die nachhaltige Politik haben kann: Wir sind der jüngste Bezirk Berlins. Wir haben den höchsten Bildungsstand Berlins. Wir hängen nicht am eigenen, sauer verdienten Geld, sondern leben fast ausschließlich vom Geld, das der Staat uns überweist.

Und dennoch betreibt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg seit vielen, seit viel zu vielen Jahren eine Politik, die das genaue Gegenteil von nachhaltig ist.

Seit vielen Jahren ziehen die Menschen mit Schulkindern weg.  Warum? Andere bringen die Kinder mit dem Auto in andere Bezirke zur Grundschule. Warum?

Der Görlitzer Park ist übersät mit Müll und Abfall.  „Grausam!“ So Bürgermeister Dr. Schulz. Und die staatliche Müllräumung kommt drei Mal statt zwei Mal wöchentlich. Der Staat muss ran. Die Bürger verschmutzen das Umfeld, der Staat putzt und wischt hinterher wie zu Zeiten, als es noch Büttel und Dienstboten gab.

Wozu über Klimaschutz reden, wenn die Menschen nicht einmal die nächste Umgebung, das eigene Umfeld achten und pflegen?

Immer dann, wenn man das Gefühl hat: „So kann es aber nicht weitergehen!“, liegt eindeutig eine nicht-nachhaltige Politik vor.

Die Konferenz der Berliner Bezirksbürgermeister am 16. Juni 2010 hat den dramatisch-mathematischen Beweis erbracht, dass es so nicht weitergehen kann. Die ganze Politik ist nicht auf Nachhaltigkeit angelegt. Die Verwaltung vergreist, wird ausgedünnt in dem Maße, wie der Tropf der Senatsgelder versiegt. Es wachsen keine Fachkräfte nach. Und wenn sie nachwüchsen, könnte man sie nicht einstellen.

Das Gegenteil von nachhaltiger Politik!

Ist Klimaschutz ein Luxusproblem? Hat es Sinn über Klimaschutz zu reden, wenn jede Woche unsere Grundschule oder das SPD-Bezirksbüro in der Großbeerenstraße mit klimaschädlichen Graffiti besprüht werden? Wenn der Verbrauch an Erdölprodukten zunimmt, weil auf den Radwegen zerbrochene Wodkaflaschen herumliegen?

Hat es Sinn über Umweltschutz zu reden, wenn Umfeldschutz nicht gelingt?

Guter Move von Renate Künast in der Berliner Morgenpost heute auf S. 4! Sie sagt:

Renate Künast – „Es geht im besten Sinne John F. Kennedys darum: Frag nicht, was dein Land für dich tut, sondern was du für dein Land tun kannst.“  – Politik – Printarchiv – Berliner Morgenpost

Das ist genau jenes Umdenken, hin zu Pflicht, Verantwortung, Leistung und Gemeinsinn, zu echter Nachhaltigkeit, das dem Bundesland Berlin, dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gut täte!

Der Staat schafft es nicht. Die Bürger müssen es leisten. Wir.

 Posted by at 12:04
Jun 212010
 

13062010.jpg Lachend winkt Karl-Theodor zu Guttenberg  ab: „Eine rein sportliche Betätigung.“ Es geht ihm nicht so sehr um Klimaschutz oder Umweltschutz, sondern nur um sportliche Betätigung und frische Luft.

So berichtet es der aktuelle gedruckte Spiegel auf S. 169.

Tja. Der Beitrag, den der einzelne zum Klimaschutz leisten kann, ist in der Tat bescheiden. Aber man sollte deswegen nicht gleich die Flinte der Klimarettung ins Korn der geringen Zahlen werfen. Mit jedem getretenen Kilometer, den der PKW zuhause steht, leistet  jeder seinen winzigen Dienst an der Pflege und Erhaltung des Weltklimas. Wenn einer Rad statt Auto fährt, fällt es nicht ins Gewicht. Wenn Tausend andere seinem guten Beispiel folgen, bewegt sich die Waagschale einer Stadt schon um eine halbe Haaresbreite nach oben. Wenn eine halbe Stadt aufs Rad umsteigt – wird eine halbe Stadt gesünder sein, wird eine halbe Stadt 50% aller zusätzlichen Diabetes-Erkrankungen vermeiden.

Denn eine Stunde Bewegung an frischer Luft pro Tag – rettet nicht das Weltklima. Geschenkt, Herr Minister. Aber eine Stunde Bewegung an frischer Luft pro Tag – etwa durch das Fahrradfahren – schützt wirksam vor den wichtigsten Herz-Kreislauferkrankungen, beugt Übergewicht vor und schenkt Freude. Und – das Fahrradfahren schenkt und sichert lange politische Karrieren im Bundestag und anderswo, wie wir in Kreuzberg wissen.

Welcome to the club, Minister! When will you join the ADFC?

SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Mein SPIEGEL

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2008: Vorrang für Fußgänger, Radfahrer, Busse und Bahnen

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Jan 022008
 

fahrradgarage.jpg Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 02.01.2008 macht sich Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, für eine Umsteuerung in der Verkehrspolitik stark. Eine Mahnung zur Vernunft, der man sich nicht verschließen kann! Anlass für das Gespräch ist die Einführung der Umweltzone in 18 deutschen Städten, darunter Berlin. Allerdings stellt Troge auch heraus, dass erst das Ineinandergreifen mehrerer Instrumente auf längere Sicht den gewünschten Erfolg bringen wird. Ich vertrete seit längerem die Ansicht, dass wir den Autoverkehr in den Städten vermindern sollen. Ich setze (mich) aufs Fahrrad!

Eine Erfolgsmeldung bringe ich aus Dießen am Ammersee mit: Dort habe ich am Bahnhof eine vorbildliche Fahrrad-Abstellmöglichkeit gesehen: eine Fahrrad-Garage, also einen überdachten Abstellplatz, zum Schutz vor Dieben Tag und Nacht beleuchtet, mit massiven Bügeln ausgestattet, an die die Fahrräder angeschlossen werden können. Bild hier oben! Gibt es so etwas auch am neuen Berliner Hauptbahnhof? Wenn nicht, wäre dies ein schweres Versäumnis. Ausschnitt aus dem Interview, Hervorhebung durch dieses Blog:

„SZ: Nicht nur Rußteilchen, auch Stickstoff und Lärm setzen der Bevölkerung zu. Können die Umweltzonen Teil eines Konzepts sein, den Autoverkehr in den Städten generell zurückzudrängen?

Troge: Wir brauchen weniger Autoverkehr, dafür mehr Fußgänger, mehr Radfahrer und mehr Öffentlichen Personennahverkehr. Davor können wir uns langfristig nicht drücken. Aber wenn sie auf die City-Maut anspielen – dieses Instrument ist dort weniger geeignet, wo wir in den Städten mehrere Zentren haben wie zumeist in Deutschland. Außerdem ist die Maut nicht selektiv, sie unterscheidet nicht zwischen Fahrzeugen mit unterschiedlicher Schadstoffbelastung.“

 Posted by at 21:49