Sep 282017
 

Kaum beachtet, meist verwechselt, schwer zu benennen, schwer zu erkennen: die Echte Mehlbeere. Wer achtet ihrer? Wer kann sie von einer Holz-Birne oder einer Echten Mispel sicher unterscheiden? Du, der Du dies liest? Ihr dort draußen? Ich nicht!

Wie dem auch sei – es gibt bei uns in der Schöneberger Heimat nicht nur die Robinie, die Weide, die Esche, die Kastanie, die Buche, sondern eben auch sie: die Echte Mehlbeere. Wie tüchtig ist sie doch! Wie klug schützt sie sich vor dem Klimawandel! Denn ihr Haarfilz auf den Blättern setzt die Verdunstung herab und ermöglicht es dem Baum, auch in sandiger Ödnis zu wachsen. Das ist wichtig, ja vorbildlich in Zeiten der Erderwärmung!

Mein gutes, kenntnisreiches Biologen-Ehepaar schreibt: „Die mehlig-weichen, fad schmeckenden Früchte, sind zwar essbar, eignen sich aber nur als Notnahrung. Getrocknet und vermahlen mischte man sie früher unter das Mehl, um Brot zu backen. Auch für die Gewinnung von Essig lassen sie sich verwenden.“

Mir kam ein Wandersang in den Sinn:

O ihr essigsauren Früchte, ich schätze euch sehr! Mir sollt ihr in Zeiten der Not willkommen sein! Wieviele hungrigen Mägen sättigtet ihr schon? Wie oft stilltet ihr das Geschrei der unmündigen Kindlein? Dein unten silberweiß behaartes Blatt, Aria, nötigt mir Ehrfurcht und Scheu ab wie das spärliche aschene Haar meiner Urgroßmutter Shulamith.  Sei mir gepriesen, Sorbus aria, sei mir gelobt und sei mir gesegnet, du echte, trutzige, nährende Beere! Andere starben, du lebst und wirst leben!

 

Bild: Echte Mehlbeere, Sorbus aria im Schöneberger Natur-Park Südgelände. 28.09.2017
Zitat:
Echte Mehlbeere. Sorbus aria (Rosengewächse), in: Margot und Roland Spohn: Welcher Baum ist das? Kosmos Naturführer, Stuttgart 2014, S. 111

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Sep 222017
 

Wieder und wieder führt mich der Weg in mein gelobtes Arkadien, den Südpark am Lokschuppen. Gerade in diesen Tagen bietet die Natur unendlich viel: die Guteschafe sind in ein neues Geviert eingewiesen worden, während der zottige Hütehund alles im scharfen Auge behielt.

Zu voller Höhe sind die Gemeinen Nachtkerzen aufgeschossen.  Sie können gut und gern 200 cm erreichen und prangen als unangefochtene Herrscher über ein kleines Stück Wiese. Wenn du willst, sprich mit ihnen! Warum sollte man diese leuchtend gelb blühenden Blumen nicht anreden? Ich versuchte es so:

 

 

 

 

 

Erst in der Abenddämmerung werdet ihr euch entfalten,
Vierfach geblätterte Blüten, die ihr sitzt in den Achseln der
Blätter. Leise knistert und raschelt das zarte Gekeime.
Welches Ohr wird euch hören? Wer wird euch sehen?
Drei Minuten nur dauert es, dann seid ihr völlig entfaltet,
Stotzig und steif steht der ragende Stengel nach oben,
Weiter empor dann strebt noch während des Blühens der Ständer,
Eine Nacht nur leuchtet und glänzt ihr im sanften Mondschein,
Jäh und plötzlich verwelkt ihr im Licht  des folgenden Tages.
Aus und vorbei ist’s für manche der prachtvoll erglänzenden Blüten, doch
Siehe, Geliebte! Gleich morgen, die schwellenden Kapseln drängen sich vorwärts,
lange dauert es nicht, dann blühen die nächsten uns wieder.

Fotos: heute aufgenommen im Naturpark Schöneberger Südgelände

Hinweise und Auskünfte zum besseren Verständnis der hier angesprochenen  Gewöhnlichen Nachtkerze lieferte uns:

Margot und Roland Spohn: Welche Blume — ist das? Über 450 Blumen Europas. Kosmos Naturführer, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2017, hierin: „Gewöhnliche Nachtkerze. Oenothera biennis (Nachtkerzengewächse)“, S. 211

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Mrz 212014
 

2014-03-21 16.06.21kopie

 

 

 

 

Doch an Blumen fehlt’s im Revier
Sie nimmt geputzte Menschen dafür …

… diese Verse murmelte ich vor mich hin, als ich heute mit meiner Mutter den „Flaschenhals“ erkundete, also den neuen Teil des Parks am Gleisdreieck, der heute seiner Bestimmung übergeben ward. Hart, lärmend, tosend strömt der Verkehr auf der Yorckstraße dahin. Wir querten die Straße abseits der Ampeln, über hohe Bordsteine schob und hob ich den Rollstuhl.

Der Wind wehte heftig und blies den Hut meiner Mutter immer wieder weg. Die Leute lachten, ich hetzte dem Hut hinterher, der neugierig zwischen Grauwacke, zwischen verkrauteten, im Unbegehbaren endenden Gleisen und sorgsam plan verlegten neuen Bahnen kullerte.

Wir waren begeistert von den frisch hingegossenen Pfaden ins Uralt-Verschollene, jäh aufschießende Birken brachen die verschorfte Altasche der Erinnerung auf.  Ein Tässchen Kaffee mit Sandkuchen, genommen am Kiosk bei der Hornstraße, beendete den ausführlichen Rundgang; vor uns spielten und lachten kleine Kinder, ein Mädchen schrie aus Leibeskräften, als es von einem Fußball getroffen wurde.

 

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Kulturelle Besonderheiten im Görlitzer Park achten, Unwillkommenskultur verstärken!

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Jul 202013
 

Irre, was jetzt wieder in Berlin abgeht! Wieder einmal werden kulturelle Herkünfte verschleiert, offenbar geht man immer noch davon aus, dass alle Menschen irgendwie zu einer Ursuppe verschwimmen, sobald sie die EU-Außengrenzen überschreiten und ins gelobte Land, die Bundesrepublik einreisen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/drogenumschlagplatz-in-berlin-kreuzberg-die-dealer-im-goerlitzer-park-werden-immer-dreister/8525058.html

Die Drogenhändler am Görli werden im Volksmund bei uns in Kreuzberg „afrikanisches Begrüßungskomitee“ genannt. Es sind nach meinen eigenen wiederholten Erfahrungen, Erkundigungen und Gesprächen über die Jahre hin fast ausnahmslos junge, ledige Männer aus schwarzafrikanischen Ländern. Ihre Zahl wächst beständig. Sie verlassen ihre Herkunftsländer und tauchen in die kriminelle Szene hier in Deutschland ein, statt sich dort eine ehrliche Existenz aufzubauen. Die meisten  dürften sich als Asylbewerber hier aufhalten, ganz genau kann ich es nicht wissen. Ich würde ihren Aufenthaltsstatus überprüfen, man müsste den Drogenhandel und den Drogenbesitz als Abschiebegrund bei Asylbewerbern definieren.

Diese Drogenhändler sind keine Armutsflüchtlinge, denn nur die reicheren jungen Männer schaffen über den erstrebten Asylbewerbeantrag den Weg aus den schwarzafrikanischen Ländern nach Europa. Diese Drogenhändler  sind Kriminelle, die wir hier nicht wollen und die man schnellstens abschieben sollte.

Diese schwarzafrikanischen Drogenhändler fügen dem öffentlichen Bild der ehrlich und redlich hier arbeitenden Schwarzafrikaner, der echten Asylbewerber aus triftigem Grund, von denen ich mit etlichen bekannt und befreundet bin,  unermesslichen Schaden zu. Sie liefern – unterstützt von einer verzagten, mutlosen Politik – dem schlimmsten Rassismus Vorwände. Und das wollen wir nicht, wir wollen weder Rassismus noch Fremdenfeindlichkeit. Auf keinen Fall darf die Politik den bisher gefahrenen Kuschelkurs im Görlitzer Park beibehalten. Alles viel zu lasch, viel zu blauäugig, wie die Politiker in Bezirk und auf Landesebene seit Jahren hier agieren. Hier, gegenüber den Drogenhändlern und Gewaltkriminellen ist die harte Hand der Repression und der Abschiebung gefragt. Hier brauchen wir eine echte Unwillkommenskultur.

 

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„Dürfen wir mitspielen?“ JA! „Leihst du uns mal dein Skateboard?“ JA!

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Apr 282013
 

2013-04-28 16.22.03

Wunderbare, herzerwärmende Begegnungen zuhauf im neuen Park am Gleisdreieck! Heute zogen wir mit einer befreundeten Familien und deren Kindern und Opa los. Wir fanden eine schmalen, streifenbreiten Platz neben den Halfpipes, um einen Kick mit dem Fußball auszutragen. Da fragten zwei Kinder aus einer anderen Familie: „Dürfen wir mitspielen?“ Aber ja doch! Es entspann sich eine ganze Reihe von kleinen Partien in wechselnder Besetzung! Jedes Spiel war im Ausgang offen, überhaupt schlossen sich uns immer wieder Kinder an – und andere sprangen ab. Ich steuere den eigenen Einsatz  meist so, dass die Mannschaften mit Erwachsenenbeteiligung  etwa 40-50% aller Spiele gegen Kinder gewinnen. Es klappt. Eine herrliche Erfahrung!

Einmal bekam einer unserer Jungen Lust auf die Halfpipe. Ich suchte einen erwachsenen Skateboard-Fahrer aus, den ich so einschätzte, dass er uns wohl sein Board leihen würde. Und in der Tat. „Ja! Nehmt es einfach! Aber passt auf!“ Nicht nur reichte er uns sein Gerät sofort her, sondern er erklärte auch die Basics dieses Sports, und wir zwei Erwachsenen leisteten dem Jungen gemeinsam Hilfestellung, als er sich die ersten Male in den Abgrund stürzte.

Diesem Kreuzberger und nunmehr auch Schöneberger Park verdanke ich wirklich schon zahlreiche Begegnungen mit völlig unbekannten Menschen aus vielen Ländern. Er ist das Muster einer gesprächsfördernden, menschenfreundlichhen Umgebung. Wie die Planer und Finanzierer aus der Politik und der Wirtschaft das genau geschafft haben, weiß ich nicht.

Es ist der Garten des JA!

Wir loben das alles und sagen schon mal DANKE! Ich habt uns etwas Großartiges geschenkt.

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Sicher und angstfrei im Görlitzer Park!

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Feb 092011
 

Die Lage im Görlitzer Park muss besser werden. Keine Frage. War auch Thema gestern auf der ADFC-Stadtteilgruppensitzung. Sicher und angstfrei radelte ich von der Sitzung, die in Friedrichshain stattfand, nachhause, allerdings nicht durch den finsteren Görlitzer Park, sondern an ihm vorbei durch die für Radfahrer nicht minder anspruchsvolle Skalitzer Straße.

Artikel dazu heute im Tagesspiegel!

Kreuzberg: Im Görlitzer Park soll es sicherer werden – Berlin – Tagesspiegel

 Posted by at 13:42