Archive for the ‘Politische Kommunikation’ Category

Lebenslange Sperre wegen des Mussolini-Hitler-Metaxas-Grußes für Athener Fußballer

Montag, März 18th, 2013

Die Süddeutsche Zeitung berichtet:

“Giorgos Katidis vom griechischen Erstligisten AEK Athen ist vom nationalen Fußball-Verband EPO wegen eines Hitlergrußes lebenslang für die Auswahlmannschaften des Landes gesperrt worden.”

via Lebenslange Sperre für Athener Fußballer – Hitlergruß-Aufreger bei Ewald Lienens Klub – Sport – Süddeutsche.de.

Dass in Fußballstadien in südeuropäischen Ländern immer wieder der Mussolini-, Hitler-, oder Metaxas-Gruß gezeigt wird, dass immer wieder rassistische Ausfälle zu beklagen sind, ist eine leidige Tatsache.

Auffallend ist jedoch, dass der sowohl im faschistischen Italien eines Benito Mussolini als auch im diktatorisch regierten Griechenland eines Ioannis Metaxas gebräuchliche sogenannte “römische Gruß”, der “saluto romano”,  heute außerhalb Italiens und außerhalb Griechenlands fast ausschließlich als “Hitler-Gruß” bezeichnet wird.

Und doch ist es so: Die nach oben gestreckte rechte Arm galt in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts als “saluto romano”, also als ein typisch italienisches Gewächs wie heute etwa Pizza margherita, Spaghetti all’arrabbiata und vino rosso toscano. Die deutsch-österreichischen Nationalsozialisten der NSDAP übernahmen den saluto romano mit gewissen Abwandlungen von den Italienern, und ebenso übernahm ihn die griechische Diktatur des Ioannis Metaxas von den Italienern. Mit genau diesem italienisch-deutsch-österreichisch-griechischen Gruß, diesem  Mussolini-Hitler-Metaxas-Gruß, wie man ihn korrekterweise nennen müsste, wird heute üble Volksverhetzung in Stadien betrieben.

Allerdings wird weiterhin das beliebte Feindbild gepflegt, wonach alles Böse – darunter auch der saluto romano – aus Deutschland und  nur aus Deutschland  kommt. Historisch ist dies falsch. Zuviel der Unehre für Deutschland! Europa will partout bis zum heutigen Tage einfach nicht wahrhaben, dass Russland, Italien, Griechenland, Rumänien auf ihrem Boden eigenständige, verbrecherische Regimes hervorgebracht haben – und zwar ohne Geburtshilfe Deutschlands.  Es gab lange vor dem brutalen Überfall des faschistischen Italien Mussolinis auf das diktatorisch regierte Griechenland die Sitte, sich mit dem saluto romano zu grüßen. Die griechische Metaxas-Diktatur  bediente sich des römischen Grußes genauso wie die Mussolini-Diktatur. Auch in Rumänien wurde damals der saluto romano verwendet.

Erst im Nachhinein, erst nach dem 2. Weltkrieg setzte sich in Italien, Griechenland und Rumänien rasch die stillschweigende Übereinkunft fest, dass alles Böse letztlich aus Deutschland und nur aus Deutschland stammt, während die anderen europäischen Diktaturen – namentlich die Sowjetunion Stalins, das Italien Mussolinis, das Griechenland des Ioannis Metaxas, das Rumänien des Ion Antonescu – als unschuldige Opfer zu werten sind. Dass man heute überall nur vom Hitler-Gruß statt vom saluto romano oder vom Mussolini-Hitler-Metaxas-Gruß spricht, ist ein weiterer augenfälliger Beleg für diese eigentümliche Horizontverschiebung des historischen Bewusstseins.

Alles Böse kam letztlich aus Deutschland. Diese vulgäre Out-of-Germany-Theorie des Bösen wurde schon wenige Jahre nach dem Ende der europäischen Diktaturen durchgesetzt und kann heute mittlerweile als die eigentliche Siegerin des 2. Weltkriegs gelten.

“In deinen Tälern wachte mein Herz mir auf” – gewinn die Wahl mit Hölderlin

Dienstag, Oktober 23rd, 2012

“Und Hölderlins Vers „In deinen Tälern wachte mein Herz mir auf“ würde auch in Stuttgart wieder lebendige grüne Gegenwart.”

Zwei Dinge erschüttern der Deutschen Herz in diesen Tagen, bei zwei Rätseln tappen die Nebeldeuter im Dunkeln, stochern staunend herum:

Dass die Schweden in 30 Minuten ein 0:4 noch aufholen konnten – und dass der grüne Fritz Kuhn, aus dessen Internet-Auftritt wir oben zitierten, die Daimler-und-Porsche-Autostadt Stuttgart erobern konnte. Wie reimt sich das zusammen?

Die CDU leckt sich die Wunden – “haben wir nicht alles versucht, um eine moderne Großstadtpartei zu werden”? “Sind die Grünen moderner, weltoffener, cooler, zeitgemäßer, … jünger?”

CDU – veraltet und konservativ? Die Grünen – jung und progressiv? Vorsicht, so einfach ist das nicht! Der CDU-Kandidat war jünger als der Grünen-Kandidat!

Ich rate zu einem Spaziergang auf Fritz Kuhns Internetauftritt zur OB-Wahl.  Und was lesen wir da?   “Aus Freiheit erwächst Verantwortung für die Zukunft unsere Kinder.” Wer spricht da – Joachim Gauck, der Papst, oder — ??Richtig! Es ist ein Spitzensatz, vielleicht DER Spitzensatz (wie die Theologen sagen) des Kandidaten Fritz Kuhn, von ihm selbst formuliert.

Es sind die uralten Werte – Freiheit, Gerechtigkeit, Verantwortung – welche Fritz Kuhn persönlich umzumünzen oder vorzubuchstabieren versucht.

Er besitzt darüber hinaus den Mut, alte, uralte, von den Deutschen vergessene Dichter- und Denkerworte in den Wahlkampf einzuspeisen. Wie sagte Hölderlin?

Daß gepfleget werde
der veste Buchstab

Die Selbstbeschreibung der schwäbischen Grünen – “wir sind wertkonservativ, wir haben das Ohr am Lebensgefühl der Großstädte, wir dringen ins Herz der bürgerlichen Mitte vor” – halte ich für zutreffend. Cem Özdemirs Analyse trifft den Nagel auf den Kopf.

Falsch liegen jene, die meinen, es gebe in Stuttgart seit jeher eine linke Mehrheit, und deswegen habe der Kandidat der Linken gewonnen. Die Grünen in Baden-Württemberg bezeichnen sich ja ausdrücklich als nicht-linke Partei, als Partei der Mitte – als einziger Landesverband der Bündnisgrünen.

Ebenso wie Joachim Gauck oder Winfried Kretschmann hat es Fritz Kuhn vermocht, alte, längst verschollen geglaubte Sprachregister wieder in den politischen Strom einmünden zu lassen.

Im Grunde speist sich fast alles – wie bei Hölderlin auch – aus der griechischen und der jüdisch-christlichen Antike her, Gottesbezug hin oder her, Kirchenaustritt hin oder her. Athen und Jerusalem!

Bei beiden Politikern – Kretschmann und Kuhn – ist die Prägung durch ihre katholische Erziehung, die sie beide in ihrer Kindheit in vollem Maße genossen haben, bis zum heutigen Tag hörbar und sichtbar, prägt sich in Sprache und Wortwahl, in Körperhaltung und politischem Stil aus.

Im wesentlichen sehe ich den Kampf zwischen den Grünen und der CDU als eine Auseinandersetzung um die politische Mitte und um das rechte Maß im Leben des Menschen.

Diese Auseinandersetzung kreist um das Auswägen von Gerechtigkeit und Freiheit, von Traditionsbezug und Arbeit an der Zukunft.

Den Kampf um die Herzen der Wähler gewinnt diejenige Persönlichkeit, gewinnt diejenige Partei, welche Freiheit, Gerechtigkeit und Verantwortung als die drei Leitwerte am glaubwürdigsten erzählen und vorleben kann.

Alt oder neu, progressiv oder konservativ spielen dabei nicht die Schlüsselrolle. Was gut beim schwäbischen Volk ankommt, sind Bescheidenheit, Redlichkeit, Geradlinigkeit, Sanftmut, Demut. Die Tugenden des hörenden Herzens! Johann Peter Hebels Kalendergeschichten sind im Grunde die Blaupause für diese Grundhaltung.

Die Schlüsselrolle spielt die Persönlichkeit des Kandidaten und die unterstellte oder vermutete “Persönlichkeit”, also das charakteristische Gepräge der Partei.

Wir fassen zsuammen:

Das mühsam errungene Unentschieden der Schweden verdankt sich im wesentlichen der Entschlusskraft, dem persönlichen Mut, dem Stolz und der Mannhaftigkeit des Zlatan Ibrahimovic.

Der Sieg in der Stuttgarter OB-Wahl verdankt sich zu großen Teilen dem Mut, der bürgerlich-konservativen Grundhaltung, dem persönlichen Einstehen für uralte Werte, welches der Kandidat der Grünen zeigte. Die Persönlichkeit zählt. Die Person macht den Unterschied.

Volk  und Knecht und Überwinder
Sie gestehn zu jeder Zeit:
Höchstes Glück der Erdenkinder
Sei nur die Persönlichkeit.

http://fritz-kuhn-ins-rathaus.de/wertorientierung-und-lebendige-demokratie/

“Werden wir im Jahr 1990 noch leben?”

Mittwoch, April 6th, 2011

Im Jahr 1972 las ich erstmals als 12-jähriger Gymnasiast den Bericht des Club of Rome. Die Botschaft war eindeutig: Wenn wir so weitermachen, zerstören wir die Erde! Ein dumpfes Gefühl der Angst beschlich mich. War es noch zu verantworten, Kinder in die Welt zu setzen? War es nicht unverantwortlich von unseren Eltern, uns Kinder in eine derart von Umweltzerstörung, Kriegen und Atomunglücken geprägte Welt hineinzugebären? Würden wir im Jahr 1990 noch leben? So fragten wir nicht nur stillscheigend, sondern ganz offen!

Die tiefe Verunsicherung, welche die damals entstehende Ökologie- und Anti-Atom-Bewegung in die Kinderseelen einpflanzte, hat eine ganze Generation geprägt. Diese Generation der etwa 50-Jährigen stellt heute das Führungspersonal in großen Teilen der Parteien. Diese Bangnis überlagerte in mir nach und nach wie Mehltau das tiefe Urvertrauen, das ich in meiner frühen Kindheit erlebt hatte. Bis zum heutigen Tag entdecke ich in vielen Deutschen eine völlig überflüssige, eine lähmende Zukunftsangst und Kleinmütigkeit. Sie stürzen sich mit Wollust auf Unglücksnachrichten, quälen sich mit düsteren Ahnungen und vergessen dabei, das Leben wie es kommt und ist anzupacken. Ganz zu schweigen davon, dass niemandem, der in Not ist, geholfen wird, wenn er wieder und wieder hört: “Die Welt ist bedroht. Du bist Opfer. Böse Mächte haben uns alle im Griff.” In meinem Bekanntenkreis hatten wir vor wenigen Jahren einen schrecklichen Selbstmord zu beklagen. Der Jugendliche hatte ausdrücklich  die unaufhaltsame Umweltzerstörung und die weltweit tobenden Kriege als Auslöser seines Freitodes genannt!

Heute wissen wir: Die Voraussagen des Club of Rome waren viel zu düster. Sie sind nicht eingetreten. Ihre Voraussetzungen waren teilweise wissenschaftlich falsch, teilweise wurde durch das Handeln der Menschen Abhilfe geschaffen. Das Ausmaß der Umweltschädigung in den sozialistischen Staaten war größer als bekannt. Die Abhilfe gegen die unleugbare Umweltzerstörung war in den freien Marktwirtschaften besser, effizienter, als man damals annahm. Insbesondere die natürlichen Ressourcen haben sich als viel größer herausgestellt als damals angenommen. Der Hunger, die Kindersterblichkeit, die Zahl der Kriege sind seit 1970 zurückgegangen, obwohl die Erdbevölkerung zugenommen hat.

Aber diese düstere Grundstimmung wird weiterhin in die Kinderseelen eingepflanzt. Soeben sah ich mit meinem Sohn logo, die Kindernachrichten des öffentlichen Fernsehens KiKa. Aufmacher der ganzen Sendung: “Verseuchtes Wasser quillt unaufhörlich aus dem AKW Fukushima in das Meer, Radioaktivität wird von Fischen aufgenommen, gelangt in die Nahrungskette.” Unterschwellige Botschaft an die Kinder: “WIR SIND ALLE BEDROHT.  Die japanischen AKWS fügen uns unermesslichen Schaden zu!”

Diese Angst der Deutschen vor Verunreinigung, vor Verseuchung, vor Zerstörung durch fremde Mächte hat schon sehr viel Unheil bewirkt. Ist es eine typisch deutsche Angst? Ja! Genau diese Angst hat zu den größten Demonstrationen in der Geschichte der Bundesrepublik geführt!

Ich halte diese Panikmache bei den Kindern, wie sie etwa KiKa einflößt, für unverantwortlich. Mit teilweise unhaltbaren, teilweise falschen Aussagen wird den Kindern, die den KiKa kucken, eine tiefe Weltangst eingepflanzt. Die Aufmerksamkeit der Kinder wird auf einen einzelnen fernen Punkt in Japan fokussiert. Fukushima – das ist das Böse. Das tiefe Leid der Menschen, die durch den Tsunami (nicht durch den Unfall im AKW) ihre Habe und ihr Obdach verloren haben, wird überhaupt nicht erwähnt. Das ist obendrein zynisch.

Toll dagegen, wie Schalke gestern Abend Inter Mailand zerlegt hat!  Rangnick hat die Mannschaft gedreht, obwohl Magath große Verdienste um den Spielaufbau erworben hat. Magath kommt in der Darstellung meist zu schlecht weg, finde ich. Die Grundeinstellung stimmte einfach! Sie haben sich durch das frühe Tor nicht entmutigen lassen. Eine Zuversicht, ein Glück des Gelingens war in den allermeisten Spielzügen zu erkennen. Keine Spur von Zukunftsangst! Sehr gut!

KI.KA – Fernsehen – logo

Wo lauern in Deutschland die größten gesundheitlichen Gefahren?

Sonntag, April 3rd, 2011

“Dumme Frage! Kuck Dich doch um! Die Demos vom letzten Wochenende sprechen eine deutliche Sprache!”

Aha. Der Atomtod. Er rafft uns bald dahin. In Japan wurden jetzt in Fukushima die ersten zwei toten AKW-Arbeiter gefunden. Hingerafft durch den Tsunami.  “Aber fast wären es die ersten beiden Strahlentoten geworden.”

Wo ist die Bürgerbewegung für besseren Tsunamischutz in Deutschland? Tsunamis können jeden treffen!

Todesursache – Wikipedia

Etwa 200.000 Menschen sterben pro Jahr vorzeitig und überflüssigerweise in Deutschland an Herz-Kreislauferkrankungen, ausgelöst durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Bewegungsmangel und Übergewicht sind die beiden größten gesundheitlichen Gefahren in Deutschland. Alles andere kommt weit, sehr weit danach! Wo ist die Ausstiegsbewegung aus Bewegungsmangel und Übergewicht?

Etwa 4500 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland im PKW-Straßenverkehr, ausgelöst durch Unachtsamkeit, überhöhte Geschwindigkeit, Trunkenheit, StVO-Missachtung usw. Wo ist die Ausstiegsbewegung aus dem PKW-Straßenverkehr?

Die Angst vor dem Strahlentod wird künstlich geschürt, hat jedes Maß verloren. Irrational. German Angst. Die Franzosen ticken anders, die Israelis ticken anders, die Iraner ticken anders. Nur die Deutschen haben diese Heidenangst.

Wie konnten es die Grünen verantworten, die AKWs auch nur einen Tag am Netz zu lassen, als sie an der Regierung waren?

SPIEGEL online – die Prediger der Angst

Sonntag, April 3rd, 2011

Medienwissenschaftler aufgepasst! Die Japan-Berichterstattung von Spiegel online ist ein gefundenes Fressen für euch. Durch das Erdbeben, vor allem aber durch den Tsunami haben mindestens 20.000 Menschen das Leben verloren. Viele mehr sind obdachlos geworden! Ihnen gilt mein Mitgefühl!

Wie berichtet Spiegel online? Tag und Tag, ja Stunde um Stunde berichtet er Angsteinflößendes aus dem AKW. Neueste Meldung: “Die ersten 2 Toten im AKW gefunden”. Unterschwellig wird suggeriert: Die ersten 2 Toten von vielen anderen durch das AKW. Martyrer des Atomwahns also. So stellt es der SPIEGEL Tag um Tag neu dar. Was ist dran? Wahrscheinlich nichts! Die toten Arbeiter sind höchstwahrscheinlich wie Tausende andere Menschen auch durch den Tsunami gestorben.

Der Tsunami hat unmittelbar die verheerendsten Schäden verursacht, der Tsunami ist vor allem schuld an unermesslichem Leid. Nicht so sehr das Erdbeben – und auch nicht das AKW.

Aber was macht’s. So lange durch den SPIEGEL unsere gute alte German Angst vor den AKWs geschürt wird, steigt die Auflage, steigen die Klicks.

SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

I don’t share gossip

Montag, März 28th, 2011

Wie steht es mit Klatsch und Tratsch? Ich liebe ihn! Ich verfolge Klatsch und Tratsch, Verleumdungen und Beleidigungen aufmerksam. Mit Genugtuung und Befriedigung verfolgte ich auch, wie ich selbst in der jüngeren Vergangenheit Gegenstand von Klatsch und Tratsch wurde. Ich nehme es wahr. Ich lasse es alles abprallen. Ich mache mein Angesicht zu einem Kieselstein.

Allerdings: IDONTSHAREGOSSIP. Ich mache nicht mit. Ich rede Gutes über meine Gegner und fordere meine Freunde auf, Gutes zu reden.

Politische Plakate als offene Frage – geht das?

Samstag, März 19th, 2011

 17032011432.jpg Prima – endlich mal ein politisches Plakat in Form einer offenen Frage! Sehr gut! Das habe ich mir schon einmal gewünscht – ein Wahlplakat in Form einer Frage! Jetzt ist es endlich da. Gute Sache! Bahnbrechend, das hat, glaube ich, in Berlin noch niemand gewagt. Bitte mehr davon, Frank Henkel!

Gut auch – der offene Dialog mit der Bevölkerung über das Internet:

Was muss sich ändern?

Alexa hieß übrigens die tolle fragende Frau, die ich am 13.10.2008 nach einem Besuch des Fitness-Studios anhimmelte:

Johannes Hampels Blog » Blog Archive » Neue Nachwuchspolitikerin für Bundestag gefunden!
Erstens: Sie stellt auf einem Werbeplakat eine Frage – das wünsch ich mir schon lange. Hey Parteien, schafft ihr das auch irgendwann einmal? Keine Aufforderung. Keine Parole.

Deutsche Medien sind schlechte Medien

Freitag, Dezember 17th, 2010

Audiatur et alter pars! Eine vortreffliche Quelle für innertürkische Befindlichkeiten ist turkishpress.de! Hier kann man auch ohne Türkischkenntnisse etwas darüber erfahren, was über uns Deutsche gesagt und gedacht wird.

Eindeutig erkennbar ist, dass von der türkischen Politik eine wachsende türkische Quasi-Staatlichkeit in Deutschland gefördert wird. Der türkische Staat fördert und stützt mehr und mehr die Bindung der Auslandstürken an das ewige Mutterland, da der deutsche Staat nicht genug für die Förderung des Türkentums tut. Der türkische Staat baut sich offenbar gezielt eine Art türkische Enklave in Deutschland auf.

Grundmuster: Die Türken fühlen sich von all den rassistischen, rechtskonservativen Deutschen ausgegrenzt, benachteiligt und beleidigt. Also wenden sie sich in Gedanken an die Schutzmacht Türkei. So wie dies die Türken auf Zypern machten.

Besonders bemerkenswert ist folgende Meinung:

Deutsche Medien sind schlechte Medien | TURKISHPRESS.de | Deutsch – Türkisches Medienportal
ich finde der Bericht gibt die heutigen gegebenheiten sehr gut wieder und ich teile ihre meinung dies bez.! Dieses Türkei/Türken bashing also gezieltes schlechtmachen von minderheiten in medien ect. ist ein von der politik geleitetes vorhaben um trends in der konservativ-rechten bevölkerung zu bestätigen oder auch zu verstärken! Von pressefreiheit in der BRD kann daher schon gar keine rede sein.. Da degradiert man mal bsp.-weise die kurdischen terroristen von der pkk als freiheitsfalken, rebellen blabla und aus erpressern,dealern und mördern aus kurdisch, arabischen famielien-clans werden schnell mal türkische staatsbürger erster klasse um die auflagen stärke der propaganda blätter zu maximieren! Selbst in der türkei hatt sich schon bereits rumgesprochen das man als “pkk anhänger” mit wenig oder kaum bürokratischen hindernissen bei der einreise zu rechnen hatt und die BRD sogar für den unterhalt aufkommt damit´s diesem dreckspack auch ja gut geht.. Nur die rechnung wird dann anschließend von uns türken getragen! Nach dem Motto; Guter Türke=Kurde, Schlechter Kurde= Türke.. Ich denke mittlerweile das die griechen uns damals mit zypern weit weniger anlass zur invasion gaben als die deutschen! Ein Türkisches Rammstein täte deutschland sehr gut^^

Prinzip “Wikileaks” oder Prinzip “Einspruch, Leute!”?

Mittwoch, Dezember 8th, 2010

Das uralte Märchen von des Kaisers neuen Kleidern zeigt den Mut eines Kindes, das die Wahrheit ausspricht, die vor aller Augen liegt. “Der Kaiser ist nackt!”- damit hat das Kind keine Vertraulichkeit gebrochen, sondern die Mauer des stillschweigenden Einverständnisses gesprengt, welche ganze Gemeinschaften lähmen kann. Andersens Kind hat nichts “verraten”, was nicht ohnehin öffentlich war. Es hat der Gemeinschaft einen großen Dienst erwiesen.

Ich sehe Wikileaks wegen der Vertraulichkeitsverletzung äußerst kritisch. Wer Post- und Fernmeldegeheimnisse bricht, muss sich unbequemen Fragen stellen.

Es wundert mich, dass die Datenschützer sich über den logorrheischen Vorfall nicht ereifern.

Ich bin stattdessen für das Prinzip “Einspruch, Leute!” Besser als Wikileaks ist, sich frei und kühn hinzustellen und zu sagen: “Das halte ich für richtig!” “Das halte ich für falsch!”

Dazu braucht es MUMM und MUT. Davon lebt die Demokratie.

Davon lebt auch dieses Blog.

Wandernd und zugfahrend dem Volk aufs Maul schauen!

Sonntag, Oktober 17th, 2010

Im Gegensatz zu gepflegten Umfragen, Soziologieseminaren, dicken Büchern  beziehe ich Unterschichtler einen großen Teil meiner Überlegungen und Einsichten aus direkten Gesprächen mit den Menschen, sehr gerne bei Zufallsbegegnungen im Regionalexpress oder an der Kasse beim LIDL oder beim ALDI, beim Warten im LABO (Ausländerbehörde) oder an der roten Ampel (wenn die anderen Radfahrer durchrauschen).

Ergebnis: Die riesigen Umfragen hinken meistens hinterdrein, geben aber ungefähr das wider, was man ohnehin durch direktes Fragen auch herausbekommt.  Das Umfragendesign kann in Maßen stets so gestaltet werden, dass der Auftraggeber zufrieden ist. Ein vortreffliches Beispiel für dieses gedungene Umfragenwesen ist die neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Rechtsextremismus. Nach dieser Studie ist die deutsche Bevölkerung bis weit in die Mitte hinein durchzogen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus.

Gewünschtes Ergebnis: Mehr Geld für Initiativen gegen rechts, heldisches Kämpfen gegen Adolf Hitler und seine Mordbuben, Poststempel gegen “Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt” werden weiterhin auf Berlins amtliche Post gedruckt, Klüngel und Grüppchen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus werden überall herangezogen.  Heldisches Kämpfen gegen rassistische Mörderbanden, gegen “Nazi-Methoden” wird belohnt und gefördert und durch Preise, Fördermittel, Pöstchen und Posten belohnt.

Ich meine: Neben “Nazi-Methoden” sollte man auch “Stasi-Methoden” entschlossen bekämpfen, wo immer man sie vorfindet oder vorzufinden glaubt.

Die Reaktionen auf das Sarrazin-Buch etwa ahnte ich schon 2 Tage nach Erscheinen des Buches. 3 Tage nach Erscheinen hatte ich das Buch fertig gelesen und habe sofort meine Meinung in dieses Blog reingehämmert, des Sinnes: “Dem guten Herrn Sarrazin wird aus der Bevölkerung quer durch alle Parteien eine riesige Woge der Zustimmung entgegenschlagen. Abgesehen von seinen merkwürdigen biologischen Aussagen trifft er vielfach den Nagel auf den Kopf.”

Ich riet damals öffentlich in diesem Blog zu einer vorurteilsfreien Auseinandersetzung mit dem Buch, da ich ebenfalls voraussah, dass die Meinungsführer zahlreicher wichtiger Parteien und Verbände sofort wie eine hexenhungrige Meute über den armen Herrn Sarrazin herfallen und ihn zerfetzen würden – selbstverständlich ohne das Buch gelesen zu haben.

Es ist alles so gekommen, wie es mir schwante.

Mitunter geht es dem hier bloggenden wackeren S-Bahn-und-RE-Reisenden beim Lesen von Umfragen wie dem Mephisto in der Klassischen Walpurgisnacht:

Da ist für mich nichts Neues zu erfahren
Das kenn ich schon seit hunderttausend Jahren

Was tun? Warum hauen die bestallten Politiker und Funktionäre so oft neben den Nagel und schreien dann laut auf? Ich meine: Wie weiland der Kalif von Bagdad sollten Politiker, bestallte Verbandsfunktionäre, Fraktionsvorsitzende einfach mal einen Monat das Auto stehen lassen und nur RE, Fahrrad, S-Bahn und U-Bahn fahren, selber in die Kaufhalle, zum LIDL oder zum ULRICH gehen und in der Schlange ein Gespräch anfangen.

Das verliehe einfach eine größere Sicherheit in der Einschätzung von Stimmungen. Überhaupt: Mehr zu Fuß gehen, mehr wandern, weniger im Auto rumhocken!

Ein vortreffliches Hilfsmittel zur wandernden Entdeckung unserer schönen Heimat nutzten wir gestern:  Nachdem wir den RE nach Ludwigsfelde verlassen hatten, verließen wir uns auf die

“Schöne Heimat
GROSSE RADWANDER- UND WANDERKARTE
Teltow, Ludwigsfelde und Umgebung
Ausflüge zwischen Potsdam, Luckenwalde, Trebbin und Zossen, an Nuthe, Nieplitz und NottekanalMaßstab 1: 35.000
GPS-fähig
2. Auflage

Dr. Barthel Verlag”

Südliches Berlin, Teltow, Ludwigsfelde und Umgebung