Archive for the ‘Positive Kommunikation’ Category

Ehrt und achtet die Arbeit!

Dienstag, Mai 1st, 2012

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Zum 1. Mai erinnere ich an den grandiosen Spruch meiner Mit-Europäerinnen und Mit-Europäer aus düsterster Stunde von den Britischen Inseln: “Keep calm and carry on.” Ruhe bewahren, weitermachen. Lasst euch nicht beirren. Tut das, was richtig ist. Ehrt und achtet die menschliche Arbeit, vor allem die viel zu wenig gewürdigte unbezahlte Haus- und Erziehungsarbeit der Mütter und doch bitte recht schön auch einiger (vieler? der meisten?) Väter, der Helferinnen und Helfer, der Ehrenamtlichen, die unterbezahlte Arbeit der Altenpflegerinnen und Altenpfleger, der Krankenpfleger und Krankenschwestern, der Erzieherinnen und Erzieher.  Es ist diese Arbeit der Menschen, die in Tun und Handeln übersetzte Selbst- und Nächstenliebe der Menschen untereinander, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Nicht das mächtige GELD. Nicht das gewaltige SCHWERT, nicht der STAAT, sondern das gute, gelingende WORT, die gute redliche TAT des Menschen für den MENSCHEN.

Kultur der Wertschätzung pflegen! Eine Abendmusik

Mittwoch, März 21st, 2012

 

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Über die letzten Jahrzehnte sind mir immer wieder Störungen
im zwischenmenschlichen Umgang aufgefallen.
Sie sind in gewissem Sinn normal und kommen in jeder Gruppe,
auch in jeder Familie vor.
Ich glaube, wir brauchen gerade deswegen eine Kultur der Wertschätzung
für die Arbeit und die Meinungen jedes anderen Menschen.

Schneidende Belehrungen über starre Regeln sind oft ebenso unangemessen
wie schmollende Anklagen über echtes oder vermeintlich erlittenes
Unrecht.

Ein lösendes, versöhnliches, humorvolles Gespräch schafft mehr Klarheit
als schroff im Raum stehende Behauptungen.
Ein bisschen Nachgeben, ein bisschen Toleranz schadet nie.

Das Wort: "Darin gebe ich dir Recht" höre ich zu selten.

Ich möchte es öfter hören.

Nur wenn wir selbst ein faires, auf Wertschätzung und Achtung

begründetes Verhalten im Umgang miteinander zeigen, können wir
glaubwürdig für faires Verhalten in der Familie, im Betrieb,
im Straßenverkehr werben.

Was wir selbst nicht vorleben, dürfen wir auch von anderen nicht erwarten.

Jede Familie, jede Gruppe, jeder Menschenverband lebt davon, dass jedes Mitglied
sich von Anfang an
als lebendigen, verantwortlichen Teilhaber des Ganzen sehen darf
und dass wir uns als Diener dieses Ideals der Fairness und der Achtung
im zwischenmenschlichen Umgang sehen.

Ermutigung der anderen Gruppenmitglieder zu eigenen, auch
unangepassten Lösungen ist das Zauberwort.

Ein neuer Bekannter fiel mir vor wenigen Wochen positiv
durch einen ersten Beitrag auf:
"Ich finde eure Diskussion hier völlig abgehoben, fachidiotisch geprägt.
Ihr denkt in dieser Frage
in die falsche Richtung!"

Solche Stimmen brauchen wir mehr und öfter!
Dieses Mitglied habe ich sofort ins Herz geschlossen
und bei uns behalten.

"Habt Mut, Wege zu erproben, auch wenn nicht alles abgesegnet ist.
Wir stützen euch!"

Der gute Ton macht die gute Musik – in Familien, in Gruppen,
im Straßenverkehr ebenso wie sonst im Leben auch.

Bild: ein Weg an der Ostseeküste zwischen Ahrenshoop und Wustrow

Bei allem Frust immer auch das Positive sehen!

Mittwoch, September 28th, 2011

… Und doch sollte man sich nicht niederschmettern lassen, sondern stets auch das Positive sehen. Ich finde es nämlich gut, dass endlich mal jemand etwas an Deutschland gut findet! Allzu häufig wird ja über Rechtlosigkeit, Benachteiligung und Ausgrenzung der Migranten geklagt.

Doch wie cool klingt das hier: “Ich finde es an Deutschland gut, dass dass man hier nicht arbeiten muss und trotzdem sein Geld bekommt“, so eine typische Kreuzberger Schülerin, zitiert bei Viviane Cismak, Schulfrust, Berlin 2011, S. 146.

Wir zitieren weiter:

Der Rest der Kasse nickte zustimmend. “Ja, in der Türkei hat man echte Probleme, wenn man arbeitslos wird. Hier kann man immer noch sehr gut leben und muss noch nicht einmal wieder arbeiten”, warf Faruk ein.

Alle lachten.

Ich esse weiterhin Gemüse und Salat!

Freitag, Mai 27th, 2011
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EHEC-Krise – Bauern werfen tonnenweise deutsches Gemüse weg – Wirtschaft – Berliner Morgenpost – Berlin

Typisch deutsche, medial geschürte Hysterie. Grotesk. “Man traut sich ja keinen Salat mehr zu essen!” Ähnlich wie bei übertriebenen Berichten über Kriminalität (“man traut sich ja nicht mehr auf die Straße!”), Islamophobie (“ich bin Moslem und trau mich wegen Sarrazin nicht mehr zum Zeitungskiosk!”), Flüchtlingswellen (“Uns überschwemmen bald Hunderttausende von Nordafrikanern!”), Klimahysterie (“bis spätestens 2010 haben wir 50 Millionen Klimaflüchtlinge weltweit”). 

Ich esse weiterhin Gemüse und Salat. Wie bisher auch schon wasche ich Gemüse und Salat vor der Zubereitung sorgfältig.

Lobet eure Feinde! Sie sind ja keine.

Sonntag, März 27th, 2011
 27032011456.jpg Auf der ADFC-Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag lobte ich mal wieder öffentlich den ADAC fast über den grünen Klee, weil er wie wir Ökofuzzis und ja sogar wie die Grünen für den Ausbau der Fahrradstraßen in Berlin  eintritt und sehr gute Radwanderführer herausgibt. Kuckstu hier: ADAC TourBooks, “Die schönsten Fahrrad-Touren”. Alle nur mit ÖPNV!

Tolle Sache! Ziel- und Anfangspunkte aller Touren sind mit Bahnen erreichbar. Der ADAC weiß längst: es geht auch ohne Auto.

ADAC Tour Books. Die schönsten Fahrrad-Touren.
Tassilo Wengel: Berlin und Umgebung. 17 Tagestouren für Genießer in Berlin und seinem Umland. Bruckmann Verlag/ADAC Verlag,  München 2010, 190 Seiten, € 14,95

Wofür wirbt dieses Plakat?

Samstag, Juni 19th, 2010

19062010.jpg Na, rätselt mal schön! Na, immer noch nicht erraten?

Dann ist es eine sehr gute Werbung! Es geht um Wodka – den absoluten Renner unter den Jugendlichen heute. Eine sanfte Einstiegsdroge!

Die Jugendlichen treffen sich oft zum “Vorglühen”, leeren eine Flasche zuhause, das ist billiger. Dann geht’s zum Chillen in eine unserer berühmten Bars. Herrlich, dieser Sommer! Herrlich, diese Blondinen! Herrlich, dieser Wodka!

Bild aufgenommen heute vor dem Finanzamt Kreuzberg.  Finanzamt? Brrr, das BRENNT wie Wodka!

Fahrrad: Service & Spaß & Familie. Ein Leben lang.

Montag, April 12th, 2010

Den emissionsfreien, familienfreundlichen, nicht durch künstliche Verlangsamung behinderten Individualverkehr, wie ihn etwa ein Thomas Heilmann im aktuellen Heft von tip Berlin auf S. 28 fordert, den finden wir in einer sehr gut gemachten Werbung auf S. 31! Der Leser errät: es geht um das Fahrrad.

Wir sehen zwei Eltern und zwei Kinder, strahlend, lächelnd. Das Campomobil-Auto haben sie endlich abgestellt. Das leidige Problem der Helmmode ist durch einen coolen stylishen Plastik-Helm im Retro-Look gelöst, der ein bisschen an die Helme der Krad-Melder aus WK II erinnert.

Was die Firma ebenfalls richtig macht: Sie bietet einen Service “Lückenlos & Lebenslang” an.

Das Fahrrad steht in dieser Anzeige für Familie, für lebenslange und lückenlose Sicherheit. Für Freude am Leben. Ein Fahrradleben lang. Für emissionsfreien, staufreien und staubfreien Individualverkehr, wie ihn Thomas Heilmann von der Berliner CDU fordert.

Das Fahrrad ist eine nachhaltige, menschenfreundliche Lösung der Verkehrsprobleme in Städten.

Ich empfehle die Anzeige  im aktuellen tip Berlin S. 31  allen Marketingfachleuten und Fahrradaktivisten zum genauen Studium. Ich halte diese Anzeige für sehr gelungen. Interessant: In dieser Anzeige für Fahrräder sieht man fast nichts von Fahrrädern. Wir ahnen nur: Fahrräder machen Menschen glücklicher. Ein Leben lang.

Diese Anzeige sieht man derzeit auch auf der Einstiegsseite der Firma “Hänschen klein Räder“. Schaut sie euch mit fachfraulichem Auge an!

Auch das ein genialer Kniff – statt sich “Hänschen-klein-Räder” zu nennen, übersetzt man den Begriff ins Englische. Und sofort rollt der Rubel. So ist das in der bunten Welt des Marketing.

“Let us gather the light”

Donnerstag, Januar 28th, 2010

26012010004.jpg Schneegestöber, Wortgestöber in der Stadt! Ich fräse mit dem Fahrrad meinen Weg durch kaum geräumte Seitenstraßen, ehe ich pfeilschnell auf den nunmehr nass tauenden Hauptstraßen dahinzische. Wir Allwetterradler finden stets unseren Weg!

Wusstet ihr schon? Morgen kommt James Ellroy zum Vorlesen ins Berliner Kaufhaus Dussmann. 19 Uhr.  Ich schnappe mir noch eben ein Exemplar seines neuesten Buches: “Blood’s a Rover – Blut sucht sich seinen Weg …” Und schon pflüge ich durch die Seiten. Lese mich fest an folgenden berühmten Sätzen:

“We have endured a long night of the American spirit. But as our eyes catch the dimness of the first rays of dawn, let us not curse the remaining dark. Let us gather the light.”

Schön gesagt! Was haltet ihr davon? Selbstverständlich könnte man diese Grundhaltung für beliebige Situationen anraten: Nach dem Fall eines Unrechtsregimes, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, nach Skandalen, nach Erschütterungen, nach Kriegen … Die Botschaft ist klar: “Wir müssen nach vorne schauen! Die Vergangenheit soll uns nicht bannen.”

Wenn ich jetzt enthülle, wer diese vorbildlichen, schönen Worte verkündet hat, werdet ihr guten Deutschen mich gar nicht mehr mögen. Diese schönen Worte stammen von Richard Nixon. Er sprach sie am 20. Januar 1969 bei seiner ersten Amtseinführung. “His first inaugural”, so lernen es die amerikanischen Schulkinder.

“Discuss!”, heißt es beim englischen Aufsatzschreiben immer. Also, was haltet ihr davon? Discuss – Sinnt dem nach!

Nachweise:

Zitat: James Ellroy, Blood’s a Rover. Century, London 2009, hier: Seite 271

Foto: Hofgarten München. Aufnahme des Bloggers von vorgestern

“Ich mache mit, ich bringe mich ein”

Freitag, März 27th, 2009

Der Bürger Thomas Heilmann findet in der heutigen Morgenpost genau die richtigen Worte, um sein Engagement in der Berliner Landespolitik zu begründen – und ganz nebenbei formuliert er einen  erhöhten Diskussionsbedarf über die Grundfragen: Was hält uns zusammen in unserer Gesellschaft? In was für einem Gemeinwesen wollen wir leben?

Heilmann verspricht echte Konkurrenz für den Senat – Berlin – Berliner Morgenpost
Morgenpost Online: Sie sind ein international agierender Wirtschaftsmanager. Was treibt einen da in die Niederungen der Berliner Landespolitik?
Heilmann: Berlin ist internationaler, als ich es wahrscheinlich je werden kann. Ich denke, dass wir momentan in einer Zeit leben, in der man über die Frage, was soll privat sein, was muss der Staat machen, eine ganz neue Grundsatzdebatte führen muss. Ich glaube, dass diese Diskussion überall stattfinden sollte. Und die Verbindung der Begriffe von Politik und Niederungen kann man schnell als Hochmut verstehen. Politik ist der Ort, an dem unser Gemeinwesen gestaltet wird. Das ist nicht niedrig oder hoch.

Bravo, Herr Heilmann! Ich setze sogar noch einen drauf: Nicht nur die weiten Parkanlagen der Landespolitik, sondern eher noch, stärker sogar die Schrebergärten der Bezirkspolitik sind spannend – hier können wir mitmischen, hier sind wir alle gefragt!

Immerhin: Ein Bezirk wie Friedrichshain-Kreuzberg zählt heute etwa genauso viele Einwohner wie der größte Stadtstaat der griechischen Antike, nämlich Athen. Genau die richtige Größe also, um sich zu beteiligen. Demokratie findet überall da statt, wo einfache Bürger – wie etwa Thomas Heilmann – sich zu Wort melden. Bürger, erwartet jedoch bitte das ganze Heil nicht von Heilmann, sondern macht es ebenso: Mischt euch ein! Ihr seid alle Bürger im vollen Sinne.

Öffnet die Tore zu neuen Chancen!

Mittwoch, November 5th, 2008

Gestern hatten wir besonders abschreckende Beispiele von Berliner Lokalpolitikern für eine negative Grundeinstellung untersucht: Es sind die altbekannten Politiker, die die Rhetorik der Spaltung betrieben, die die Welt in “Wir – die Guten” und “Ihr – die Bösen” aufteilen, die Häme und Spott über die Fehlschläge der parteipolitischen Gegner ausschütten. Leider finden wir in der Berliner Landespolitik immer noch Vertreter dieser Negativpropaganda vor. Sie haben nichts eigenes zu verkünden, keine eigenen politischen Botschaften anzubieten, also müssen sie die anderen zur Schnecke machen.

In der Weltpolitik lieferten die USA erneut ein Vorbild für uns: Faire Auseinandersetzung zwischen zwei Bewerbern, ein klarer Sieg für den Vertreter eines neuen, positiven Politikverständnisses, und erneut eine mitreißende Rede des Gewinners Barack Obama.

Warum schaffen wir in der Berliner Landespolitik so etwas nicht auch? Warum immer so viel Verzagtheit, so wenig Vertrauen, so wenig Schwung? Sagt doch mal bitte: “Ja, wir schaffen das!” Es geht!

Übrigens: Der Mann hat auch ein Programm, mit präzisen Ansagen, klaren Maßnahmen zu Bildung, Arbeit, Integration, Wirtschaft, Afghanistan. Leider haben die deutschen Medien fast gar nicht darüber berichtet, aber wenn man die amerikanischen Medien verfolgt, ergibt sich ein klares Bild. Warum verschwiegen die deutschen Medien die konkreten Planungen Obamas weitgehend? Ich meine: Die deutsche Politik ist so ausgehungert, das Publikum gerade in Berlin dürstet nach Menschen, die etwas Neues verkörpern. Das ist die Botschaft, auf die Deutschland und die Stadt Berlin wartet – das alltägliche mühselige Geschäft der Politik, das natürlich auch in den USA auf den neuen Präsidenten wartet, wird später kommen.

Lest hier noch einen Ausschnitt aus der Siegesrede Barack Obamas. Ich wünsche mir mehr von diesem Geist in meiner Heimat, dieser großartigen Stadt Berlin!

This is our time, to put our people back to work and open doors of opportunity for our kids; to restore prosperity and promote the cause of peace; to reclaim the American dream and reaffirm that fundamental truth, that, out of many, we are one; that while we breathe, we hope.

Obamas Rede im Wortlaut engl.: “Das ist euer aller Sieg” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik