Archive for the ‘Prinzenbad’ Category

Herrscht an Berliner Schulen wirklich Salami-Verbot?

Samstag, Juli 23rd, 2011

Dies behaupten die jungs  von K.I.Z. im titelsong ihres neuesten albums, den ihr hier hören könnt:

K.I.Z. | HAUS-ANGST

gestörte kids, für die wir mucke machen die mütter verbuddeln frühchen im blumenkasten

an berliner schulen salamiverbot

usw. usw.

Ich denk die kids von K.I.Z. übertreibens hier. Richtig ist: An einer normalen kreuzberger grundschule wirst du regelmäßig blöd angemacht, wenn du ein wurstbrot in der pause isst bei dem der verdacht besteht: es könnte schweinefleisch enthalten. die neue mehrheit an den staatlichen grundschulen will kein schweinefleisch auf berliner schulhöfen sehen. ihh schweinefleisch! von einem salamiverbot kann aber keine rede sein. am besten ist: man gibt seinem kind keine salami mit. ganz schlecht kommen auch blonde haare bei einem jungen an, die ein bisschen länger als der heute übliche bürstenschnitt sind. also eltern aufgepasst: keine wurstbrote in die kreuzberger grundschule mitgeben! jungs: haare kurz schneiden!

insgesamt: sehr sehr cooles album, das K.I.Z. vorgelegt hat!  “lass uns aufs klo gehen, heiraten!” klingt voll krass. kommt aber schon  hin. das ist die sprache, wie sie an normalen berliner grundschulen heute gesprochen wird. woher ich das weiß? aus erster hand.

voll cool ist auch der bericht im aktuellen tip nr. 16/2011, S. 64-65 : “Die kinder von kreuzberg”. tolle stories übers prinzenbad!

Lest das mal! Kauft das neue album von K.I.Z.!

Friede, Freunde, Prinzenbad!

Sonntag, Juni 26th, 2011

 240620117741.jpg

Herrliches Badewetter herrscht seit einigen Tagen: Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad, sodass man nicht abschlafft! Ab und zu für 20 Minuten Sonnenschein zum leichten Vorbräunen! Alle drei Becken sind voll benutzbar, eines ist weitgehend menschenleer: das Nichtschwimmerbecken. So können wir Bahn um Bahn ungestört uns tummeln.  Ich verbringe 1-2 Stunden im Prinzenbad, wann immer es geht. Bitte, Leserinnen und Leser: Verbreitet die Kunde nicht weiter, dass es im Prinzenbad riesige Erholungs- und Spielflächen satt gibt!

Gestern beobachtete ich über ca. 30 Minuten aus nächster Nähe die beiden Habichte, die sich mittlerweile im dauerhaft  menschenleeren hinteren Teil ihr Jagdrevier gesichert haben. Die unverwechselbaren, gellenden Rufe der prachtvollen Tiere schallen weithin! Dass Greifvögel in einem innerstädtischen Bad horsten und brüten, ist eine aufregende Erfahrung – die allerdings nur möglich ist, weil das Bad über die allermeiste Zeit des Jahres verwaist ist und sich die herrlichen Raubtiere unbehelligt fühlen.

Der gemeine Kreuzberger ist ja an sich verwöhnt, steckt bei unter 25 Grad oder Gefahr von Bewölkung oder Regentröpfchen nicht einmal den Zeh ins Wasser.

Ab und zu schaue ich bei den SCUBES vorbei, die recht verschwiegen in einem sonst ungenutzten Geländeteil aufgestellt sind. Kleine Kinder können dort  Geburtstage feiern. Besser als in den In-door-Spielplätzen, die Kinder in eine Plastikwelt einsperren!

Die Bezirkspolitik von Friedrichshain-Kreuzberg macht – über die Financial Times – deutschlandweit durch ihre kämpferischen Kapriolen von sich reden. Dabei waren die Grünen doch früher soo pazifistisch. Na, der Jugoslawien-Krieg scheint da einiges geändert zu haben:

Out of Office: Berliner bekriegen Designer-Hütten, Seite 2 | FTD.de

Werden unsere gewählten Bezirkspolitiker es schaffen,  den feindlichen Angriff privatwirtschaftlichen Denkens in den hochsubventionierten VEB “Nationalpark Prinzenbad” zurückzuschlagen? Wir bleiben als selbsternannte “Kriegsberichterstatter”  dran an dem putzigen Casus belli! Von “Bürgerprotesten” kann jedenfalls keine REDE sein.

Ich bin doch auch nur ein einfacher Kreuzberger Bürger und Blogger! Und ich protestiere hiermit in aller gebotenen Höflichkeit gegen die Falschmeldungen, wonach es Bürgerproteste gegen die SCUBES gebe. Hier sind durch Park- und Badschützer jede Menge unsinnige Behauptungen in Umlauf gesetzt worden, die keinerlei Nachprüfung standhalten.

Bild: Kampfspuren: das ist die Spur der räuberischen Habichte im Sommerbad Kreuzberg! Ausgerupfte Federn von Beutevögeln.

Also – kommt in Scharen  ins Prinzenbad! Es ist Platz für alle da!

“Es gab mehr Disziplin”

Samstag, Juni 25th, 2011

24062011774.jpg“Die Lehrer waren streng. Es gab mehr Disziplin”, lese ich auf einem Hängeblatt auf der Langen Tafel in der Bergmannstraße. Diese Straße setzt mich stets von neuem in Erstaunen!

Prinzenbad-Blog – Lange Tafel in der Bergmannstrasse – tazblogs

Bild: Federn im Prinzenbad am Fuße des Habichthorstes.

Im Prinzenbad beobachtet: Habichte auf Jagd

Freitag, Juni 17th, 2011

 17062011740.jpg

Heute besuchte ich erneut das Prinzenbad und beobachtete dabei mehrfach Raubvögel, vermutlich Habichte. In dem Horst, der durch einen – nunmehr weniger umfänglichen – Bauzaun umhegt ist, konnte ich wie schon an den Vortagen keine Bewegung erkennen. Etwa von 08.30 Uhr bis 09.30 Uhr hörte ich jedoch in mehreren Abschnitten lang anhaltendes, sehr lautes Amselrufen in den Wipfeln entlang dem Zaun am Uferweg des Landwehrkanals. Die Bäume sind dort etwa 15-20 m hoch. Das Geschrei der Amseln und anderer Singvögel ertönte stets von oben.

Zwischendurch erscholl der hohe, charakteristische Ruf des Raubvogels, also des vermuteten Habichts. Mithilfe des zufällig mitgeführten Handys ist es mir gelungen, die Rufe der Amseln und des Habichts bzw. der Habichte aufzunehmen.

Gesehen habe ich heute am Vormittag aus nur 10 bis 20 m Entfernung im Kreuzberger Prinzenbad zwei Raubvögel: drei Mal einen großen, gedrungen wirkenden Raubvogel, offenbar das Habichtweibchen. Alle drei Male flog es von einem Ast ab, einmal versuchte es zwei Kaninchen, die am Boden hoppelten, zu schlagen, was aber misslang, da die Kaninchen rechtzeitig im Gebüsch verschwinden konnten.

Zwei Mal konnte ich für etwa 90 Sekunden  einen wesentlich kleineren Raubvogel beobachten; auch hier war ich durch die Angst- und Warnrufe der Singvögel direkt zum Ansitz des Habichts geführt worden. Der kleinere Habicht wirkte nur etwa halb so groß wie der zuerst gesehene größere Vogel. Von seinem Ansitz aus flog der kleine Habicht von Baum zu Baum.

Nach dem Verlassen des Bades beobachtete ich beim Entlangfahren am Landwehrkanal noch einen weiteren Flug des Raubvogels. Der große Habicht schwang sich von hoch oben auf einem Baum, der auf dem Gelände der Gaststätte Zum Brachvogel steht, und flog Richtung Urbanhafen, ehe er sich auf einem anderen Baum niederließ.

Zwei Mal gelang es mir, die Raubvögel auf einem Foto-Handy schlecht und recht aufzunehmen:

http://www.youtube.com/watch?v=653KdVTrzO8

http://www.youtube.com/watch?v=gD5EVNtMrZM

Ob der kleinere Habicht ein Jungvogel oder das Männchen war, konnte ich nicht entscheiden. Allerdings fehlte die charakteristische Bänderung des adulten Habichts, so dass ich insgesamt der Meinung zuneige, es handele sich um einen Jungvogel, zumal das Tier recht klein wirkte – nur etwa 25 cm Körpergröße in meiner Schätzung.

Als gewiss kann ich nur folgendes festhalten:

Ich beobachtete heute am frühen Vormittag zum ersten Mal in all den vergangenen Tagen im Kreuzberger Prinzenbad sowie in dessen unmittelbarer Nähe zwei oder mehr unterschiedliche Raubvögel, von denen einer mittelgroß wirkte, etwa 60 cm groß, der andere oder die anderen deutlich kleiner, nur etwa 25 cm. Die Vögel schienen dort ihr festes Revier zu haben. Sie waren sehr leicht zu beobachten oder ausfindig zu machen, da die Warnrufe (oder auch die Todesrufe) der Beutevögel den Beobachter zum jeweiligen Aufenthaltsort des Raubvogels führten.

Der Schutz des Horstes im Liegewiesenbereich ist verringert oder aufgegeben.

Nachhaltigen Tourismus fördern statt verbieten!

Dienstag, Juni 14th, 2011

 14062011728.jpg

Kürzlich erfuhren wir den Wuhletal-Wanderweg in Marzahn-Hellersdorf, bestiegen eine Kuppe, erkletterten einen Boulder-Felsen und bewunderten die kühnen Alpinisten am Wuhletal-Wächter, dem schroff aufragenden Kletterturm. Ein schönes Urlaubserlebnis, das uns keinen Pfennig kostete, da die BVG-Umweltkarte uns hinbrachte!

Marzahn-Hellersdorf ist vorbildlich! Es ist dabei, sich neu zu erfinden. Es lockt Wanderer, Kletterer und Radfahrer an, zeigt sich gastlich, aufstiegsorientiert und umweltbewusst.

Gastlich, aufstiegsorientiert, umweltbewusst! In Friedrichshain-Kreuzberg sollte so etwas doch auch möglich sein. Heute ließ ich mir von Marius Jast die SCUBEPARKS im Kreuzberger Prinzenbad erklären und zeigen. Leute: Wir haben die Chance, mit einem neuen Konzept für nachhaltiges Reisen auf unseren Bezirk aufmerksam zu machen.

SCUBES sind würfelförmige Zimmer, gefertigt aus langsam wachsender nordischer Fichte. Ich trete ein – der belebende Duft unbehandelten Holzes umgibt mich. Holz – ein nachhaltiger Rohstoff, aus dem beispielsweise auch Geigen hergestellt werden.

Radfahrer können von hier aus losradeln und entlang der Strecke Berlin-Usedom deutsch-polnische Erkundungen betreiben und werden auf der Reise zur Ostsee jede Nacht in einer dieser Schlafstätten verbringen können.

Die Scubes nehmen den Liegewiesen überhaupt keinen Platz weg, der FKK-Bereich ist völlig unberührt, das Argument des Bezirksamtes und der BVV, der Betrieb der kleinen mobilen Hütten verstoße gegen Genehmigungspflichten, ist an den Haaren herbeigezogen.

Ich bin hellauf begeistert. Die SCUBES verkörpern genau jene sparsam-schonende Haltung gegenüber Mensch und Umwelt, die wir hier brauchen. Elektrofahrräder statt Dieseltaxis, Dachbegrünung statt Massen-Bierschwemme, Solarstrom für Laptops und Handys, eine Freilichtgalerie -  und und und. Das Konzept der SCUBE Parks ist stimmig und passt in unsere Zeit.

Darüber hinaus liefern die SCUBES Impulse für wirtschaftliches Handeln. Sie öffnen den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der sich allzu oft in einer störrischen Dagegen-Haltung einmauert und vernagelt, nach außen. Ein bisschen Wandel, ab und zu ein Lichtstrahl Neues muss doch auch hier möglich sein!

Ich will den Wandel. Ich will die SCUBES.
Warum nicht mal für etwas kämpfen?

Unser Park « SCUBE Parks

Kuckt hier ein Video über das Prinzenbad am heutigen 14. Juni, einem ganz normalen Sommertag.

Es waren Habichte nicht in der Luft zu sehen …

Montag, Juni 13th, 2011

 13062011720.jpg… und auch nicht im Horst, als wir uns lautlos im Prinzenbad heranpirschten. Unsere Erkundungsgänge brachten heute keine Sichtung der herrlichen Tiere. Die Nestlinge waren heute wohlverborgen – sie scheinen aber auch noch keine Ästlinge zu sein. Die Habichteltern jagten offenbar in Feld und Flur die übliche Habichtsbeute: Kleinsäuger, Vögel, wohl auch den einen oder anderen Lurch.

Wo hat das Kreuzberger Habichtspaar den Horst gebaut?  Schaut hin: In der Zwiesel der Pappel seht ihr den Horst der Habichte. Nebenbei: Zwieseln – vor allem v-förmige Zwieseln – gelten dem Förster stets als bedenklich, da sie wegen der einwachsenden Rinde eine Bruchgefahr bedingen!

Was aber sind Ästlinge? Ein Blick in die neuesten deutschen Wörterbücher von Duden und Wahrig ergibt, dass “Ästling” nicht geführt wird. So sei’s euch erklärt: Ästlinge sind junge Raubvögel, die bereits vorsichtig das Nest verlassen, um von den Ästen aus die Umwelt zu erkunden und erste Flügelbewegungen zu unternehmen – stets versorgt und weiterhin gefüttert von den Eltern.

Die Aufzucht der Jungvögel dauert etwa 2 Monate. In genau dieser Zeit genießen die Raubvögel, obwohl die Art im Bestand nicht gefährdet ist, besonders strengen Schutz. Die Pappel wird deshalb weiträumig durch einen Bauzaun abgesperrt.

Vorbildlich badegastfreundlich ist auch das neue Hinweisschild des Prinzenbades, das alle nötigen Angaben auflistet und noch einmal um Verständnis bittet – welches ich hiermit erneut zusichere. Danke Prinzenbad! Wir werden weiter berichten.

13062011718.jpg

Absurder Sturm im Plantschbecken – Ästlinge hüpfen bald!

Samstag, Juni 4th, 2011

140520115841.jpg Das Prinzenbad entschuldigt sich dafür, dass das Badewasser nicht dieselbe gleichbleibend hohe Temperatur wie im letzten Jahr aufweist. Aha! Ich hatte das schon vor Tagen durch vorsichtiges Eintauchen des großen Zehs bemerkt und mich gefreut! Denn es dient der gewünschten Abhärtung von uns doch recht verzärtelten Kreuzberger Bürgern. Und wenn’s obendrein dem Klimaschutz nützt, ist es doppelt gut. Hier der offizielle Hinweis:

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass eine Beheizung des Badewassers derzeit nur über eine Absorberanlage erfolgt und deshalb die Temperatur witterungsabhängig schwanken kann. Eine Ausnahme bildet das Mehrzweckbecken.

 

Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Aber bitte doch sehr! Mein Verständnis haben Sie, ja sogar meine Unterstützung!

BVV-Beschlüsse entfalten im Gegensatz zu Beschlüssen echter Parlamente keine rechtliche Bindewirkung. Deshalb geht auch die Debatte um die 5 oder bis 40 temporären Wohnschachteln im Prinzenbad weiter. Ein absurder Sturm im Plantschbecken. Na, so vergeht wenigstens die Zeit in Ermangelung konstruktiver kommunalpolitischer Ansätze.

Dennoch: Seht auch das Positive! Im Prinzenbad brüten Habichte, sie haben jetzt ein eingezäuntes temporäres Gehege, frische Pappeln sprießen aus dem Boden, wir warten darauf, dass die putzigen Ästlinge ihre ersten hüpfenden Flugversuche außerhalb des Nestes unternehmen. Spannend!

UND: Das Design der 5 Hütten wurde verändert. Nichts mehr von “DER DEUTSCHEN KUNST”. Den Friedrichshainer Antideutschen von der Revaler Straße (“Deutschland verrecke”) wird’s gefallen. Alles auf Linie.

Hostel im Prinzenbad: Bäderchef auf Tauchstation – taz.de

Bauordnung muss sein! Auch im Prinzenbad!

Mittwoch, Juni 1st, 2011

14052011584.jpg“Ordnung muss sein!” Das ist eines der geflügelten deutschen Worte, das beispielsweise in Russland und Polen immer noch sehr viele Menschen, die sonst mit Deutschland wenig am Hut haben, kennen. Die Ordnungs- und Genehmigungswut der Deutschen ist sprichwörtlich, wird vielfach belächelt – und wurde in finsteren Zeit auch gefürchtet.

Große weitläufige Wiesen erstrecken sich rings um die drei Becken des Kreuzberger Prinzenbades. Sobald die Sonne kräftig vom Himmel lacht und sobald die Temperaturen nachmittags dauerhaft über 28 Grad liegen, strömen die Menschen herzu. An mindestens zwanzig Tagen im Jahr herrscht Hochbetrieb im Prinzenbad! Aber selbst dann findet man stets noch genug Platz um sich zu lagern. Traumhaft schön!

14052011582.jpg

An allen anderen Tagen kann man das riesige Bad nahezu unbehelligt genießen.

IntegrationspolitikerInnen sollten an heißen Sommertagen unbedingt einmal einen ganzen Nachmittag im Prinzenbad verbringen, denn die Besucherinnen und Besucher spiegeln die bunte multikulturelle Zusammensetzung der Kreuzberger Bevölkerung wider. Das lässt sich in Verhalten und Kleiderordnung für Männer und Frauen, in den gesprochenen Sprachen und in der Gestik deutlich ablesen.

Ich kenne kein anderes innerstädtisches Freibad in Deutschland, das so großzügig  angelegt wäre wie unser heimatliches Prinzenbad. Sport-, Bewegungs- und Ruheflächen sind üppigst vorhanden. Das Ungererbad in München-Schwabing etwa ist sicher nur ein Drittel so groß, und es war an den vielen Tagen, die ich es besuchte, meist gut gefüllt.

Selbst an sonnigen, aber nicht heißen Tagen ist es leer, wie etwa dieses Video über Glück im Prinzenbad beweist.

Danke Bayern, danke Banden-Württemberg, murmele ich immer wieder mal. Denn jede gelöste Eintrittskarte wird laut Auskunft der Berliner Bäderbetriebe mit durchschnittlich 8 Euro bezuschusst. Ein Zeichen der unerschütterlichen Solidarität der Geberländer, die das Armutsland Berlin so großzügig bezuschussen und etwa die Hälfte des laufenden Haushaltes unseres hochverschuldeten Bundeslandes beisteuern. Dank an die edlen Spenderbundesländer! Ihr bezahlt unsere Mieten, unsere U-Bahn, unsere Sommerbäder mit!

Ich bin und bleibe ein leidenschaftlicher Nutzer des Prinzenbades, kann mit einem Blick auf den Himmel voraussagen, ob das Bad leer, fast leer, wenig gefüllt,  oder auch mal voll ist.

14052011583.jpg

An nicht oder wenig genutzten Flächen entdeckte ich vor kurzem einen Kunsttempel. Kunsttempel? I wo! Es war eine jener Scube-Boxen, die zahlende Gäste nächteweise anmieten können. Eine kleine pfiffige Idee für Touristen, die den Ruhm unseres Bades hätten mehren können – und gleichzeitig Geld eingespielt hätten. Hätten anmieten können. 2008 wurde dieser coole Kunstgriff bereits vom Stapel gelassen. Aber mitterweile ist alles schon wieder vorbei.

Die Bezirksverordnetenversammlung (wieder so ein Wort!) hat sich deutlichst gegen diese kistenartigen Übernachtungsquartiere ausgesprochen. Begründung: Es fehle an Genehmigungen! Es fehlte an Unter- und Einordnung in den übergeordneten Zweck des Grundstückes, das eine Badeanstalt sei und bleibe. Es fehlte an Platz. Ich widerspreche entschieden: Die Boxen sind derzeit an einem Ort angebracht, den die Badegäste nie betreten und nicht nutzen. Ich kenne doch das Areal wie meine Ortlieb-Satteltasche.

Die Berliner Woche – Ausgabe Kreuzberg – berichtet dies aktuell auf S. 4.

Ordnung muss sein. Verhinderungsmanie und Obrigkeitsdenken herrschen weiterhin vor. Typisch deutsch. Das ist die Dagegenhaltung, die so vieles verhindert in Berlin. Schade.

Trotzdem: Das Prinzenbad verdient mehr Besucher! Politikerinnen und Politiker! Bezirksverordnete! Besucht das heimatliche Prinzenbad! Auch an kühlen Tagen! Stellt euch nicht so an!

Privileg Prinzenbad

Samstag, Juli 17th, 2010

prinzenbad-2.jpg Erneut fechte ich einen entschlossenen Kampf für UNSER GUTES PRINZENBAD. Klickt gleich auf das Werbevideo:

YouTube – Glück Prinzenbad Kreuzberg 16062010.mp4

Manche Presseberichte liefern heute wieder ein einseitiges Bild.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/schwimmbad-nach-schlaegerei-vorzeitig-geschlossen/1885678.htmlEs scheint erneut zu einer Schlägerei unter den arabischen und/oder türkischen Jungs gekommen zu sein. (Ich nenne sie ja lieber “neue Deutsche”). Aber das ist nicht repräsentativ für das Gesamterlebnis Prinzenbad! Gewalt ist besonders unter unseren männlichen Jugendlichen mit arabischer Herkunft ein großes Problem. Ich spreche immer wieder mal mit den Jungs im Prinzenbad. Die meisten sind absolut nett, höflich. Und – komplett alleingelassen. Orientierungslos. Sie leben in der kulturellen Brache. Es kommt mir so vor, als würde sie nie ein Deutscher freundlich ansprechen.

prinzenbad-13062010002.jpg

Die kulturelle Bewertung der Gewalt ist bei den Berliner Arabern, also bei den berühmten “Libanesen-Clans”, eine andere als bei den Türken. Wenn ein Araber einen Türken in der U-Bahn in Neukölln anmacht oder bedroht, wird der Türke in der Regel weggehen. Das ist einfach so. Der Ursprung dafür liegt in den Familien. Der Vater übt gerne Gewalt auf Kinder und Ehefrau aus. Der Einsatz des Messers ist üblich und nicht verpönt. Das ist nun mal in jener Kultur so, ich meine das aufgrund der Berichte von direkt betroffenen Familienmitgliedern so behaupten zu dürfen.

Aber – es ist eine Minderheit, die die Mehrheit einschüchtert. Man darf sich nicht das Bad vermiesen lassen.

Das Beste ist: So etwas ist nicht alltäglich.  Es kommt nur bei Hitze vor. Sobald der Himmel bewölkt ist oder die Luft-Temperaturen unter 23 Grad fallen, ist das Bad weitgehend leer.

Also, ihr Gewaltlosen alle, erobert euch das Prinzenbad zurück! Es ist herrlich für Prinzen und Prinzessinnen.

Hinweis zum Video: Das Problem der verbrannten Grasnarbe wegen Wassersprengens habe ich beim Bezirksamt vorgetragen. Offenbar mit Erfolg. Das Sprengen unter praller Sonne hat aufgehört. Das Prinzenbad ist ein nachhaltig wirtschaftendes Bad.

Alles paletti? Aber klar doch!

prinzenbad.jpg

Der Schwimmmeister spricht: “Klare Ansagen machen!”

Mittwoch, Juli 14th, 2010

Vieles wird übertrieben, nicht alles ist falsch. Hübscher Hintergrundbericht über mein Stammbad, das Prinzenbad. Columbiabad hatte versucht, uns den ersten Rang in der Berichterstattung streitig zu machen: abgeschmettert! Das Prinzenbad ist schöner, großzügiger, weitläufiger.

Übrigens: das Badewasser wird durch eine Solaranlage beheizt. Insofern kann man ohne schlechtes Klimagewissen dort schwimmen gehen. Und wenn’s mal Probleme gibt wie im Columbiabad? Das sagt der Schwimmmeister:

Harte Welle: Bademeister – kein Job für Ängstliche – Berlin – Tagesspiegel
Sonnenbrille abnehmen, Blickkontakt suchen. Dann höflich, aber bestimmt reden. Wer keine deutlichen Ansagen macht, habe verloren.