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Die Deutschen kaufen mehr Fahrräder als Autos – Marktlage dennoch nicht rosig

Samstag, April 12th, 2008

Einen sehr ergiebigen Branchenbericht zur Lage der Fahrradindustrie bringt die FAZ heute auf S. 18, gestützt auf die Zahlen des VDZ (Verband des Deutschen Zweiradhandels): 4,6 Millionen neue Fahrräder kauften die Deutschen 2007 zum Durchschnittspreis von 368 Euro. Der Umsatz stagnierte trotz größerer Mengen an verkauften Rädern. Billigkonkurrenz aus Kaufversandhäusern, Discountern und Kaufhäusern verdrängt den Fahrradhändler um die Ecke zunehmend, so Markus Lehrmann vom VDZ. Viele Branchenvertreter rechnen andererseits mit einem bevorstehenden echten Boom des Fahrrads: “Das Fahrrad ist populär, und es hat keine natürlichen Feinde”, sagt Rolf Lemberg, Geschäftsführer des Zentralverbands der Zweirad-Industrie (ZIV). Was für eine hübsche Formulierung!

Hierzu ergänze ich: Auch ich kaufte früher einmal aus Geldmangel ein Billigrad aus einem Kaufhaus. Bald schon bereute ich diesen Schritt: Das Rad verschlang viel Geld für Reparaturen, es war außerdem für meinen Körperbau zu klein geraten, sodass die Fahrten körperlich anstrengend waren. Der Gepäckträger gab bald den Geist auf. Ich zahlte letztlich drauf. Vor zwei Jahren kaufte ich für Euro 499.- ein Qualitätsrad beim Fachhändler hier in Kreuzberg um die Ecke, der mich gut beriet, und seit etwa zwei Jahren bewältige ich fast meinen gesamten innerstädtischen Alltagsverkehr mit dem Rad, bin weitgehend abgenabelt von der BVG und vom PKW.

Mit einem qualitativ guten, voll verkehrstauglichen Fahrrad gilt die Devise: Es macht Spaß. Es ist gesund. Es ist gut für die Stadt.