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Heißt das Problem Rassismus?

Freitag, Juli 2nd, 2010

Deutschland  kennt keinen institutionellen Rassismus. Das Wort Rasse ist ohne jede Bedeutung in unserer demokratischen Grundordnung. Die Bundesrepublik ist ebensowenig ein rassistischer Staat wie etwa die USA, die Schweiz, das heutige Südafrika.

Woher kommen aber immer wieder die Klagen über den “Rassismus der Deutschen”? Meine Vermutung: Diese Klagen speisen sich teils aus persönlichen Erfahrungen der Kränkung, des Nicht-Angenommen-Werdens, teils werden sie in opportunistischer Absicht von Verbandsvertretern vorgetragen, um die Bedeutung der eigenen Organisation hervorzuheben und Gelder für Projekte, Aktionen, Posten zu erlangen. Es klappt.

Deutschland hat Probleme mit Fettsucht, mit Bewegungsarmut, mit Trunksucht, mit 5000 Verkehrstoten pro Jahr, mit Egoismus, mit Hartherzigkeit, mit Arbeitslosigkeit, mit schlechten Deutschkenntnissen, mit Bildungsverweigerern, mit Staatsschulden. Es hat kein größeres Problem mit Rassismus.

Beliebiger Beleg: Die Aktionen zur Marwa-el-Sherbini-Gedenkfeier in Dresden. Ich kenne Dresden von vielen Aufenthalten. Ich kenne dort persönlich viele Deutsche und viele Ausländer. Es gibt dort in den Herzen der Menschen genauso Gutes und Böses wie überall sonst auch. Dass Dresden insgesamt eine fremdenfeindliche oder rassistische Stadt sei, wie mitunter behauptet wird, ist abwegig.

Lest den Tagesspiegel:

Fremdenhass: Gedenkstunde für Marwa al Sherbini – Politik – Tagesspiegel
„Die behauptete Weltoffenheit Dresdens ist nach wie vor Fiktion.“ In den kommunalen Leitlinien stünde, dass Deutschkenntnisse der Schlüssel zur Integration seien, sagte Thum. „Nur schützen sie nicht vor Alltagsrassismus und Diskriminierung durch Behörden. Das Problem heißt Rassismus, daran führt kein Weg vorbei.“